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Vorstellung des Zahnärztlichen Dienstes

23.09.2021

Anke Schmidt Zahnärztlicher Dienst
Bild: Sara Lühmann

„Hin und her, hin und her, Zähne putzen ist nicht schwer“: Damit das Zähneputzen den Kindern in unserem Bezirk tatsächlich leicht von der Hand geht und von Anfang an auf Zahngesundheit geachtet wird, ist das Team des Zahnärztlichen Dienstes (ZÄD) im Gesundheitsamt im Einsatz. Sieben Kolleginnen kümmern sich um die Zahn- und Mundhygiene bei Kindern und Jugendlichen.

Nachdem die Zahnärztinnen und zahnmedizinischen Fachangestellten corona-bedingt anderthalb Jahre in der Pandemiekoordination tätig waren, kehren sie nun nach und nach an ihre originären Arbeitsplätze zurück. Die erste von ihnen ist Anke Schmidt. Die zahnmedizinische Fachangestellte sitzt nun wieder in ihrem Büro im Rathaus Friedrichshain und verschafft sich einen Überblick über das, was liegen geblieben ist und das, was ansteht.

ZÄD
Bild: Sara Lühmann

Anke Schmidt ist seit 2013 im Bezirksamt tätig. Vorher hat sie in einer Zahnarztpraxis gearbeitet und wollte gern mal etwas Anderes ausprobieren. An der Tätigkeit im Gesundheitsamt reizt sie vor allem die Arbeit mit Kindern. „In einer Praxis hat man ja nur sehr vereinzelt mit Kindern zu tun. Hier ist das unser Schwerpunkt.“ Auch die geregelten Arbeitszeiten und die Jobsicherheit im öffentlichen Dienst seien für sie Argumente für die Beschäftigung hier.

Der Zahnärztliche Dienst teilt sich in zwei Standorte in den beiden Ortsteilen auf. Die Kreuzberger Kolleginnen sitzen im Curt-Bejach-Gesundheitshaus in der Urbanstraße, die Friedrichshainerinnen normalerweise in der Koppenstraße am Ostbahnhof. Da das Gebäude aktuell saniert wird, sind sie mit ihrem Behandlungsraum, dem Wartezimmer für die Kinder und ihren Büros für die Dauer der Bauarbeiten in der Frankfurter Allee untergekommen

Unterwegs in Kitas und Schulen

Kroko
Bild: Sara Lühmann

Meistens sind die Kolleginnen aber sowieso unterwegs und besuchen im Zweier- oder Dreier-Team die Kitas, Tagespflegestellen, Grund- und Sonderschulen des Bezirks. Gesetzlich ist geregelt, dass das Team einmal jährlich in diesen Einrichtungen Vorsorgeuntersuchungen durchführt. Aufgrund der Pandemie fielen diese Untersuchung im vorigen Jahr aus. Nun läuft das Angebot langsam wieder an. Anke Schmidt und ihre Kolleginnen gehen auch zu den kleinsten Kita-Kindern in den Nestgruppen. „Zahngesundheit fängt mit dem ersten Zahn an. Die Dynamik in der Kitagruppe hilft uns bei unserer Arbeit mit Kleinkindern. Da klappt es gut, dass alle den Mund aufmachen, wenn wir sie darum bitten.“

Zusätzlich zu den Vorsorgeuntersuchungen gibt es auch die Möglichkeit zur zahnmedizinischen und kieferorthopädischen Beratung. Dort, wo es notwendig ist, führen die Kolleginnen bei Schüler*innen, nach Einverständnis der Eltern, auch Fluoridierungsmaßnahmen zur Kariesprophylaxe durch. Die Grund- und Sonderschulen im Bezirk sind vom Zahnärztlichen Dienst in Bedarfsgruppen eingeteilt, die sich aus dem Kariesrisiko dort ergeben. Die Eltern werden nach dem Besuch des ZÄD immer per gelbem Zettel über den Zustand der Zähne und möglicherweise notwendige Behandlungen informiert. Für die Eltern sind die Kolleginnen auch jenseits der Einrichtungsbesuche ansprechbar. „Wenn Eltern Fragen zu Ernährung oder Zahnfehlstellungen haben, können sie uns jederzeit anrufen.“

Zahnbeläge sichtbar machen

Zahnfeind Zucker
Bild: Sara Lühmann

Für Gruppen mit älteren Kindern besteht die Möglichkeit, zur Untersuchung direkt ins Bezirksamt zu kommen. Für Anke Schmidt und ihre Kolleginnen haben die Räumlichkeiten im Rathaus einen klaren Vorteil. Durch die großzügige Zahnputzzeile mit mehreren Waschbecken und großen Spiegeln können sie dort wesentlich besser mit den Kindern Zähne putzen. Außerdem können die Zähne dort mit fluoreszierender Flüssigkeit angefärbt werden. Durch den Einsatz von Schwarzlicht werden so Zahnbeläge sichtbar. „Das ist für die Kinder immer sehr eindrucksvoll und lässt sich im Klassenzimmer natürlich so nicht umsetzen. Außerdem haben wir einen Behandlungsstuhl, auf den sich die Kinder setzen können. Einige Kinder waren noch nie in einer Zahnarztpraxis und bekommen auf diese Weise einen ersten Eindruck davon, wie ein Zahnarztbesuch abläuft.“

Nach den pandemie-bedingten Ausfällen der Vorsorgeuntersuchungen ist Anke Schmidt gespannt, wie es in den Mündern der Friedrichshain-Kreuzberger Kinder jetzt aussieht: „Ich bin besorgt, dass die Zahngesundheit der Kinder in der Pandemie etwas gelitten hat.“ Durch die Kitaschließungen fehlte für viele Kinder die Zahnputzroutine in der Gemeinschaft.

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