UNITE-Initiative im Bundeswettbewerb erfolgreich: Berlin und Brandenburg entwickeln Europas größtes Gründungszentrum für wissenschaftsbasierte Startups
Pressemitteilung vom 10.07.2025
UNITE – das zentrale Innovations- und Gründungszentrum der Hauptstadtregion – erhält im Rahmen des EXIST-Leuchtturmwettbewerbs „Startup Factories“ des Bundes eine Förderung in Höhe von zehn Millionen Euro. Das hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche heute bekanntgegeben. Damit stehen UNITE zusammen mit den zuvor eingeworbenen Geldern von privaten Mittelgebern für die nächsten fünf Jahre insgesamt rund 21 Millionen Euro zur Verfügung. UNITE konnte sich mit seinem Antrag in einem harten Wettbewerb durchsetzen.
UNITE ist ein Zusammenschluss aus mittlerweile über 50 Partnern aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in Berlin und Brandenburg. Ziel ist es, die Hauptstadtregion zu einem führenden internationalen Innovationsökosystem weiterzuentwickeln. UNITE ist eines der 15 Konsortien, das bereits den Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK; jetzt: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) für die erste Förderphase (Konzeptphase) erfolgreich absolviert hatte und ab dem 1. Juli 2024 für neun Monate mit insgesamt 150.000 Euro gefördert wurde.
Dazu Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Berlin bekommt eine STARTUP-FACTORY – in einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Wissenschaft, Wirtschaft, Land und Bund. Mit der Förderentscheidung des Bundes, eine von zehn 10-Millionen-Förderungen nach Berlin zu geben, bekommen wir einen kräftigen Schub, um Berlin zum Innovationsstandort Nummer eins in Europa zu machen. Unsere Stadt ist der größte Wissenschaftsstandort in Deutschland und mit UNITE haben wir nun einen Hebel, dieses Potenzial für unsere Wirtschaft noch besser zu nutzen. Die am stärksten wachsenden Branchen in unserer Stadt stehen für Innovation – von DeepTech und Künstlicher Intelligenz, über GreenTech und HealthTech bis zu FinTech und GovTech. Hier entstehen neue Unternehmen und tausendfach neue Arbeitsplätze. Der gemeinsame Antrag unserer Hochschulen und Forschungsinstitute beim Bund hat überzeugt, die Berliner Wirtschaft zieht mit, und landesseitig flankieren wir UNITE mit einem eigens eingerichteten Pre-Seed-Fonds für Ausgründungen aus der Wissenschaft. Jetzt kommt es darauf an, das Konzept von UNITE konsequent umzusetzen. Großen Glückwunsch an alle Beteiligten zu diesem Erfolg – die gemeinsame Arbeit geht jetzt erst richtig los und ich freue mich darauf.“
Dazu Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege: „Ich gratuliere UNITE zu diesem herausragenden Erfolg. Dass der Antrag von UNITE im Rahmen des EXIST-Förderwettbewerbs des Bundeswirtschaftsministeriums erfolgreich war, erfüllt mich mit Stolz. Die finanziellen Mittel, die UNITE nun zusätzlich zur Verfügung stehen, tragen dazu bei, die Gründungsunterstützung an den Berliner Hochschulen und Forschungseinrichtungen maßgeblich voranzutreiben. Berlin ist eines der führenden Wissenschafts- und Forschungszentren Europas und ein Hotspot für wissensbasierte Ausgründungen. Um das enorme Potenzial unseres Standorts in puncto Wissens- und Technologietransfer noch besser auszuschöpfen, wurde mit UNITE ein zentrales Innovations- und Gründungszentrum für die Hauptstadtregion gegründet. Die Ziele von UNITE unterstütze ich ausdrücklich und setze mich weiter dafür ein, die entsprechenden Rahmenbedingungen auf politischer Ebene zu schaffen, damit Berlin seine führende Position im Bereich Wissens- und Technologietransfer weiter ausbauen kann. Dazu gehört insbesondere, dass IP-Rechte für Erfindungen und Entwicklungen aus der Wissenschaft von Startups schnell, fair und nachhaltig für Innovationen verwendet werden können.“
Dazu Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg: „Das ist ein großartiger Erfolg für die Region und wird ein Turbo für wissenschaftsbasierte Ausgründungen sein. Wir wissen längst: Ohne Wissenschaft und Forschung keine Innovationen, keine erfolgreiche ökonomische Entwicklung, keine Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit. Mit der gemeinsamen Startup Factory UNITE bündeln Wirtschaft und Wissenschaft nun länderübergreifend ihre Kompetenzen – ein starkes Zeichen in herausfordernden Zeiten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und verspreche: Wir werden alles dafür tun, damit UNITE ein Erfolg wird. Die Arbeit fängt jetzt an.“
Dazu Prof. Dr. Günter M. Ziegler, Präsident der Freien Universität Berlin, Sprecher der Berlin University Alliance und Vorsitzender von UNITE Sciences: „UNITE wird ausgezeichnet – und das mit gutem Grund: Das Projekt zeigt eindrucksvoll, welches enorme Potenzial in der engen Zusammenarbeit im Wissenschaftsraum Berlin-Brandenburg liegt. Universitäten, Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sowie führende außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in beiden Bundesländern arbeiten eng zusammen – gemeinsam mit der Wirtschaft, mit Institutionen der Stadtgesellschaft und mit engagierten privaten Förderern. Die Verbundpartnerinnen der Berlin University Alliance stehen dabei mittendrin in einer neuen, starken Transfer-Plattform, die Wissen in konkrete Wirkung überführt. Diese breite, kooperative Basis ist eine hervorragende Grundlage für den nachhaltigen Ausbau eines leistungsfähigen, zukunftsgerichteten Wissenschafts-, Wirtschafts- und Innovationsraums in Berlin-Brandenburg. Das ist bereits heute spürbar – und wird in Zukunft noch deutlich mehr bewegen. Das ist ein guter Tag für die Wissenschaftsmetropole Berlin, für die Zusammenarbeit beider Bundesländer und beflügelt unsere Anstrengungen, den Ideentransfer aus der Wissenschaft durch Ausgründungen weiter anzukurbeln.“
UNITE wird auch von den Senatsverwaltungen für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege sowie für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützt. Zusammen mit der Investitionsbank Berlin IBB richten beide Senatsverwaltungen einen Pre-Seed-Fonds in Höhe von zehn Millionen Euro aus EU-Mitteln ein, um gezielt Deep Tech-Startups zu fördern, die komplexe, forschungsintensive Lösungen in den Bereichen Digitalisierung, Biotechnologie sowie Energie und Nachhaltigkeit entwickeln. Damit stehen den UNITE-Aktivitäten für die kommenden Jahre insgesamt über 30 Millionen Euro zur Verfügung.
Zentrale Aufgaben/ Ziele von UNITE:
- Unternehmerisches Mindset an den Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen stärken, damit Gründen ein relevanter Karrierepfad wird
- Sensibilisierung, Unterstützung und gesamtheitliche Begleitung von Talenten und Startups gemeinsam mit öffentlichen und privaten Partnern
- Frühe Verbindung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Wirtschaft, um Problemlösungen frühzeitig und praxisorientiert zu entwickeln
- bundesweite und internationale Sichtbarkeit von Berlin und der Hauptstadtregion als Life Science und DeepTech-Startup-Hub stärken und internationale Kooperationen vorantreiben
- Verbesserungen der Rahmenbedingungen u.a. im Bereich des IP Transfers, der Unterstützung der Willkommenskultur für internationale Talente sowie durch positive Begleitung politischer Prozesse bei gründungsrelevanten Fragestellungen
- Abgestimmte Zusammenarbeit der Länder Berlin und Brandenburg
Weitere Informationen:
startup-factories.de
www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2025
www.berlin.de/sen/wgp/presse/2025/pressemitteilung
www.unite.berlin/de/
Pressekontakt:
Dörthe Arnold, Pressesprecherin der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege
pressestelle@senwgp.berlin.de
Matthias Kuder, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
pressestelle@senweb.berlin.de
Stephan Breiding, Pressesprecher Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
presse@mwfk.brandenburg.de
Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege
- Tel.: (030) 9028-0
- Fax: (030) 9028-3102