Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter: berlin.de/corona
Tagesaktuelle COVID-19 Fallzahlen und weiterführende Auswertungen finden Sie im Online-COVID-19-Lagebericht des Landes Berlin.
Der Dienstbetrieb der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung ist aufgrund des Einsatzes von vielen Beschäftigten im Krisenstab des Landes Berlin weiterhin eingeschränkt.

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Maßnahmen

Im Rahmen der Initiative „Pflege 4.0 – Made in Berlin“ wurden anhand der drei Themenschwerpunkte „Digitale Kompetenzen“, „Technische Assistenz für pflegebedürftige Menschen“ sowie „Sektoren- und professionsübergreifende Zusammenarbeit“ konkrete Handlungsbedarfe im Bereich der Digitalisierung in der Pflege für Berlin identifiziert und auf dieser Grundlage gemeinsam mit dem Fachgremium „Pflege 4.0“ konkrete Maßnahmen entwickelt.
Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat u. a. die grundlegenden organisatorischen und finanziellen Weichen für die Etablierung eines Kompetenzzentrums für digitale Lösungen für die Pflege sowie für die Entwicklung einer Zusatzqualifikation für digitale Kompetenzen für die Pflege gestellt.

Leben Pflege Digital – Kompetenzzentrum Pflege 4.0

Logo Kompetenzzentrum "Pflege 4.0"
Bild: SenPflege

Mit Leben Pflege Digital – Kompetenzzentrum „Pflege 4.0“ wird in Berlin eine zentrale und nachhaltige Stelle geschaffen, die Informationen zu aktuellen digitalen Entwicklungen, aber auch zu Zugangsvoraussetzungen, Finanzierungs- und Datenschutzaspekten und gesetzlichen Grundlagen zusammenführt. Durch das Kompetenzzentrum „Pflege 4.0“ sollen darüber hinaus Wissens- und Kompetenzbedarfe der Zielgruppen erfasst und zu passenden Angeboten vermittelt werden.
Eine Aufgabe des Kompetenzzentrums ist es auch, das bisherige Fachgremium „Pflege 4.0“ in eine langfristige Netzwerkstruktur zu überführen und gegebenenfalls zu erweitern, um so die Expertise aller beteiligten Akteure und Akteurinnen nachhaltig zu nutzen und weiterhin die gemeinsam entwickelten Ziele zu verfolgen und Maßnahmen umzusetzen.
Das Kompetenzzentrum soll darüber hinaus ein Anlaufpunkt sein, der es (potenziellen) Nutzern und Nutzerinnen ermöglicht, Technik auszuprobieren und zu erleben. Neben analogen Formaten wird dazu zusätzlich eine virtuelle Musterwohnung entwickelt. Grundlegend dafür ist eine gezielte Auswahl praxistauglicher bedarfsgerechter, nutzerfreundlicher sowie marktreifer und bezahlbarer digitaler Lösungen. Für die Entwicklung von nutzerorientierten Qualitätskriterien zur Bewertung derartiger Produkte wird ein Gremium aus Experten und Expertinnen gegründet. Eine zentrale Aufgabe des Kompetenzzentrums ist darüber hinaus die Stärkung der Perspektive der Nutzer und Nutzerinnen, die bei der Beurteilung digitaler Lösungen und der Festlegung der Qualitätskriterien beteiligt werden sollen.
Das Vorhaben wird in Kooperation zwischen einem freien gemeinnützigen Träger (Albatros gGmbH) und einer wissenschaftlichen Einrichtung (DAI Labor/TU Berlin) umgesetzt.

Zusatzqualifizierung Pflege 4.0 – Kompetenzen für die Pflege im digitalen Wandel

Logo Zusatzqualifizierung Pflege 4.0
Bild: SenPflege

Zudem wird aktuell eine Zusatzqualifizierung für digitale Kompetenzen für die Pflege entwickelt, die sich an professionell Pflegende und Beratende im Bereich Alter und Pflege richtet. Sie soll dabei unterstützen, Kompetenzen für die Mitgestaltung des digitalen Wandels im Arbeits- und Privatleben im Kontext Pflege zu entwickeln und darauf vorbereiten, digitale Lösungen informiert und gewinnbringend im Sinne der Selbstständigkeit, Selbstbestimmung, Teilhabe, Lebensqualität und Arbeitsentlastung nutzbar zu machen. Über die Beratenden sollen die Kompetenzen und das angeeignete Wissen an ratsuchende pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige weitergeben werden.
Erste Erprobungen der Zusatzqualifizierung sind für das Jahr 2020 vorgesehen. Ab 2021 wird die erprobte Zusatzqualifizierung dann im Raum Berlin angeboten.
Das Vorhaben wird im Auftrag der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung durch den externen Dienstleister k.o.s GmbH innerhalb von zwei Jahren (2020/2021) durchgeführt.

Flyer Zusatzqualifizierung Pflege 4.0

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Bundesratsinitiative zur Schaffung von Grundlagen zur Refinanzierbarkeit digitaler altersgerechter Assistenzsysteme im Rahmen des SGB XI

Digitale Assistenzsysteme - Zitat Pflegesenatorin Kalayci
Bild: SenPflege/Nils Bornemann

Im Rahmen der Initiative „Pflege 4.0 – Made in Berlin“ wurde eine Bundesratsinitiative zur Schaffung von Grundlagen zur Refinanzierbarkeit digitaler altersgerechter Assistenzsysteme im Rahmen des SGB XI auf den Weg gebracht. Damit sollen die Potenziale der Digitalisierung zur Erhöhung von Lebensqualität, Selbstständigkeit und Teilhabe pflegebedürftiger Menschen und zur Entlastung pflegender Angehöriger nutzbar gemacht werden.
Konkret sollen mit der Bundesratsinitiative finanzielle, rechtliche und strukturelle Grundlagen geschaffen werden, damit pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige möglichst bald von digitalen Innovationen profitieren können. So wird der Bund dazu aufgefordert, einheitliche gesetzliche Voraussetzungen für alle Pflegekassen zur Genehmigung und regelhaften Finanzierung für die Nutzerinnen und Nutzer nachweislich wirksamer digitaler altersgerechter Assistenzsystemen (AAL) zu schaffen. Darüber hinaus soll eine Vereinfachung und Standardisierung des Anerkennungsverfahrens für technische Unterstützungsangebote geregelt werden. Notwendig ist es auch, dass Grundlagen für den Auf- und Ausbau der erforderlichen Infrastruktur zur Beratung über die Bereitstellung von anerkannten technischen Lösungen unter Berücksichtigung sich dynamisch verändernder Pflegebedarfe geschaffen werden und dabei der Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher berücksichtigt wird.
Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 15.05.2020 die Bundesratsinitiative der Länder Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Rheinland-Pfalz beschlossen.