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Charité - Universitätsmedizin Berlin

Der Campus der Charité in Mitte, im Hintergrund das sanierte Bettenhochhaus
Bild: Charité - Universitätsmedizin Berlin

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin ist eine weltberühmte Institution der medizinischen Forschung, Ausbildung und Hochleistungsmedizin und eine der größten Kliniken Europas. Sie vereint sowohl die universitäre Forschung und Lehre in ihrer medizinischen Fakultät als auch die Versorgung der Patientinnen und Patienten in ihrem Universitätsklinikum. Dabei werden durch interdisziplinäre Vernetzung sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsbezogene kliniknahe Forschung weiterentwickelt. Die Charité ist verantwortlich für die Hochschulausbildung des human- und zahnmedizinischen Nachwuchses und stellt Weiterbildungsangebote im Bereich der Gesundheitswissenschaften zur Verfügung. In der Charité sind rund 8.000 Studierende in rund 20 Studiengängen eingeschrieben.

An drei bettenführenden Standorten – verteilt über das Stadtgebiet Berlins – werden Patientinnen und Patienten versorgt sowie Forschung und Lehre betrieben. Die Campi sind: der Campus Charité Mitte, der Campus Virchow-Klinikum in Berlin-Wedding und der Campus Benjamin Franklin in Berlin-Steglitz. Ein vierter Standort ist der Forschungscampus in Berlin-Buch. Zur Sicherstellung effizienter und wirtschaftlicher Strukturen gliedert sich die Charité in 17 Zentren (CharitéCentren), in denen über 100 Kliniken und Institute fachlich zusammengefasst sind. Zur patientengerechten und effizienten Ausgestaltung weiterer Versorgungs- und Unterstützungsleistungen hält die Charité darüber hinaus Beteiligungen an privatrechtlich organisierten Tochterunternehmen.

In der Charité und ihren Beteiligungen sind rund 18.700 Menschen beschäftigt, darunter rund 4.500 Pflegekräfte und knapp 4.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Ärztinnen und Ärzte. Die Charité ist damit einer der größten Arbeitgeber Berlins. In den Einrichtungen der Charité werden jährlich rund 850.000 ambulante und stationäre Fälle versorgt – allein hierfür stehen über 3.000 Betten zur Verfügung. Geleitet wird die Charité von einem sechsköpfigen Vorstand (Vorstandsvorsitz, Dekanin oder Dekan, Vorstand Krankenversorgung, Vorstand Translationsforschungsbereich, Vorstand Finanzen und Infrastruktur, Vorstand Personal und Pflege). Der Vorstand wird durch den Aufsichtsrat kontrolliert, in dem das für Hochschulen zuständige Mitglied des Senats den Vorsitz innehat.

Im Jahr 1710 wurde die Universitätsklinik gegründet, seither ist sie mit großen Namen aus der Wissenschaft verbunden, die die Grundsteine für den internationalen Ruf der Charité legten. Nach der Wiedervereinigung entstand die heutige Charité – Universitätsmedizin Berlin als die medizinischen Fakultäten „Rudolf-Virchow-Klinikum“ aus dem Westteil der Stadt und die „Charité“ aus dem Ostteil zur „Medizinischen Fakultät Charité der Humboldt-Universität zu Berlin“ 1997 fusionierten. Ein Jahr später wurden auch die dazugehörigen Kliniken zusammengeführt. 2003 kam das ehemalige Universitätsklinikum Benjamin Franklin der Freien Universität Berlin hinzu. Die Charité ist damit rechtlich eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die als Gliedkörperschaft der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin konzipiert ist.

Berliner Institut für Gesundheitsforschung in der Charité

Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung in der Charité / Berlin Institute of Health at Charité (BIH), das zum 1. Januar 2021 als Translationsforschungsbereich (TFB) in die Charité als dritte Säule neben Klinikum und Fakultät in die Charité integriert wurde, widmet sich neuen Ansätzen für bessere Prognosen und neuartigen Therapien bei fortschreitenden Krankheiten. Forschungserkenntnisse aus den Lebenswissenschaften sollen schneller und gezielter in medizinische Therapien, Diagnostik und Prävention übersetzt und klinische Beobachtungen in die Grundlagenforschung transferiert werden können. Das Ziel des TFBs liegt damit in der Stärkung translationaler biomedizinischer Forschung. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von grundlagen-, krankheits- und patientenorientierter Forschung ist ein zentrales Prinzip des BIH. Dabei wird ein organ- und indikationsübergreifender Ansatz verfolgt.

Mit der Integration des BIH in die Charité unter Fortsetzung der gemeinsamen institutionellen Förderung nutzten der Bund und das Land Berlin die Möglichkeiten des geänderten Artikels 91 b Absatz 1 des Grundgesetzes, der seit 2015 institutionelle Zuwendungen des Bundes in Landeshochschuleinrichtungen zulässt. Geleitet wird der TFB von einem zweiköpfigen Direktorium, dessen Tätigkeit ein Verwaltungsrat überwacht, in dem Bund und Land Berlin sowie externer Sachverstand vertreten sind. Die Leitung des Direktoriums verfügt über einen Sitz im Charité-Vorstand, der Bund im Charité-Aufsichtsrat. Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), bislang wie die Charité Gliedkörperschaft des BIH, ist fortan Privilegierter Partner des BIH.