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Exzellenz

Straßenkarte des Gehirns
Bild: James Thew - Fotolia.com

Die Exzellenzstrategie ist das Nachfolgeförderprogramm zur Exzellenzinitiative. Sie ist ein Förderprogramm von Bund und Ländern zur Stärkung der Spitzenforschung an deutschen Universitäten. Durch sie soll die Förderung wissenschaftlicher Spitzenleistungen, Profilbildung und Kooperationen im Wissenschaftssystem fortgeführt und der Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig gestärkt und seine Sichtbarkeit im internationalen Wettbewerb verbessert werden. Die Organisation des Verfahres obliegt maßgeblich dem Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Exzellenzstrategie (Förderbeginn 2019)

Das Fördervolumen

Das Fördervolumen beträgt rund 533 Millionen Euro jährlich. Die Länder tragen für die erfolgreichen Anträge ihrer Universitäten eine fünfundzwanzigprozentige Ko-Finanzierung. Das Verfahren ist wettbewerbsorientiert und wissenschaftsgeleitet. Förderbeginn war 2019.

Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte, die von 2005 bis 2017 im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert wurden, erhielten ab November 2017 eine auf höchstens 24 Monate ausgelegte begrenzte Überbrückungsfinanzierung. Hierfür wurden in den Jahren 2017 bis 2019 insgesamt rund 734 Millionen Euro von Bund und Ländern zur Verfügung gestellt.

Die Förderlinien

  • Exzellenzcluster zur Projektförderung international wettbewerbsfähiger Forschungsfelder in Universitäten beziehungsweise Universitätsverbünden.
  • Exzellenzuniversitäten zur dauerhaften Stärkung der Universitäten entweder als Einzelinstitutionen oder als Verbünde von Universitäten und dem Ausbau ihrer internationalen Spitzenstellung in der Forschung.

Erfolgreiches Abschneiden der Berliner Universitäten

Die Antragstellung erfolgte in enger Abstimmung mit der für Hochschulen zuständigen Senatsverwaltung. Die Berliner Universitäten haben im Exzellenzstrategie-Wettbewerb überaus erfolgreich abgeschnitten.

Exzellenzcluster

Die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin und die Charité – Universitätsmedizin Berlin erhielten im September 2018 die Förderzusage für sieben der neun beantragten Exzellenzcluster. Förderbeginn war der Januar 2019, die Förderdauer beträgt sieben Jahre. Insgesamt wurden in dieser Förderlinie Mittel in Höhe von rund 335 Mio. Euro eingeworben. Das Land kofinanziert die Cluster mit 25 Prozent, der Bund trägt 75 Prozent der Kosten.

Die bewilligten Exzellenzcluster in Berlin:

Exzellenzuniversitäten

Die Berlin University Alliance gehört zu den elf Gewinnerinnen im Exzellenzwettbewerb von Bund und Ländern. Das hat der Wissenschaftsrat am 19. Juli 2019 in Bonn mitgeteilt. Damit waren die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin und die Charité – Universitätsmedizin Berlin mit ihrem gemeinsamen Verbundantrag erfolgreich. Für die Umsetzung ihrer Exzellenzstrategie erhalten sie in den nächsten sieben Jahren mehr als 144 Mio. Euro. Förderbeginn war der 1. November 2019. Durch enge Kooperation und Synergienutzung wollen die Partnerinnen einen integrierten Forschungsraum bilden und Berlin zu einem international führenden Wissenschaftsstandort weiterentwickeln. Nach Erfolgen in 2007 und 2012 geht der Exzellenztitel damit zum dritten Mal an Universitäten in der Hauptstadt.

Hier ist der Antrag der Berlin University Alliance in der Exzellenzstrategie online abrufbar.

Das Land Berlin hat die Berliner Universitäten und die Charité in der Antragstellung auf vielfältige Weise unterstützt. Zur Vorbereitung der Anträge in der Exzellenzstrategie erhielten die Berliner Universitäten und die Charité über die Hochschulverträge 2018-2022 zusätzlich 3,6 Mio. Euro. Darüber hinaus hat das Land über die Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung verschiedene gesetzgeberische und investive Maßnahmen umgesetzt, um den Wissenschaftsstandort Berlin in seiner Entwicklung zu stärken. Dazu gehört zum Beispiel die Einführung der Tenure-Track-Professuren sowie die Einrichtung des Investitionspakts Wissenschaft, mit dem bereits über 2 Mrd. Euro für den Ausbau und die Sanierung der wissenschaftlichen Infrastruktur in den nächsten 10 Jahren eingeplant sind.

  • Gemäß den Richtlinien für die Exzellenzstrategie trägt das Land 25 Prozent der Fördersumme für die Berlin University Alliance.
  • Zusätzlich sind landesseitig 6 Mio. Euro jährlich für die Berlin University Alliance über die Einstein Stiftung Berlin vorgesehen: 2 Mio. Euro zur Unterstützung von Spitzenberufungen (hauptsächlich mit Dual Career Maßnahmen) und 4 Mio. Euro jährlich für die Forschung zu „Grand Challenges“.
  • Ein fester Ort im Herzen der Stadt: Die Geschäftsstelle der Berlin University Alliance wird im Robert-Koch-Forum in Berlin-Mitte angesiedelt. Hierfür stehen Büro- und Veranstaltungsflächen zur Verfügung.
  • Das Land unterstützt aktiv die Kooperation der Berlin University Alliance mit der Universität Oxford und die Pläne der Partnerinstitutionen, mit einem Oxford Haus in Berlin und einem Berlin Haus in Oxford auch jeweils einen sichtbaren, physischen Ort für die Kooperation zu schaffen.

Detaillierte Informationen, Formulare und Merkblätter unter:

Exzellenzinitiative (2005-2017)

Die Exzellenzinitiative wurde 2005 von der Bundesregierung beschlossen. Darüber hinaus kann sich der Bund nach der Föderalismusreform von 2006 finanziell im Hochschulbereich nur an befristeten Projektvorhaben beteiligen.

Das Fördervolumen

Das Fördervolumen betrug rund 4,6 Milliarden Euro. Auch im Rahmen der Exzellenzinitiative trugen die Länder für die erfolgreichen Anträge ihrer Universitäten eine fünfundzwanzigprozentige Ko-Finanzierung. Der Anteil des Landes Berlin an der Ko-Finanzierung betrug über den gesamten Förderzeitraum rund 80 Millionen Euro.

Das Verfahren war wettbewerbsorientiert und wissenschaftsgeleitet. Es gab insgesamt drei Antragsrunden, die jeweils 2005, 2006 und 2011 stattfanden. Die Finanzierung der Exzellenzinitiative im Rahmen der o.g. Verfahren lief Ende Oktober 2017 aus.

Die Förderlinien

Insgesamt gab es drei Förderlinien:
  • Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses,
  • Exzellenzcluster zur Förderung der Spitzenforschung und
  • Zukunftskonzepte, in denen die Hochschule ihre langfristige Strategie zur Steuerung festlegte und Maßnahmen der Profilierung entwickelte (Bedingung der Antragstellung für ein Zukunftskonzept war die erfolgreiche Einwerbung eines Clusters und einer Graduiertenschule.)

Erfolgreiches Abschneiden der Berliner Universitäten

Die Antragstellung erfolgte in enger Abstimmung mit der für Hochschulen zuständigen Senatsverwaltung. Die Berliner Universitäten haben in diesem Wettbewerb sehr erfolgreich abgeschnitten. Zuletzt wurden noch zwei Zukunftskonzepte, neun Graduiertenschulen und vier Exzellenzcluster gefördert. Die Ergebnisse der Exzellenzinitiative haben auch im nationalen Vergleich die herausragende Forschungsstärke der Berliner Universitäten unter Beweis gestellt. Berlin war mit drei Universitäten bundesweit das erfolgreichste Land in der Einwerbung von Graduiertenschulen und Exzellenzclustern. Darüber hinaus waren die Freie Universität Berlin und die Humboldt-Universität zu Berlin mit ihren Zukunftskonzepten erfolgreich und gehörten damit zum Kreis der elf bundesweit ausgezeichneten Exzellenzuniversitäten. Nicht zuletzt verdankte sich dieser Erfolg auch dem dichten Netz außeruniversitärer Einrichtungen in Berlin, mit denen zahlreiche Kooperationen eingegangen wurden.