Hochschulentwicklung

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Die Berliner Wissenschaft ist vielfältig, exzellent, international und innovativ. Insgesamt elf staatliche Hochschulen decken alle Fachgebiete ab und sind in ihren jeweiligen Bereichen herausragend. Das Land Berlin fördert diesen Erfolg seit vielen Jahren gezielt mittels der für mehrere Jahre geltenden und individuell ausgehandelten Hochschulverträge. Eine derart abgestimmte Strukturplanung zwischen den Hochschulen und dem Land gewährleistet einen kontinuierlichen Prozess der Kooperation bei gleichzeitigem Erhalt des eigenen Profils jeder Einrichtung.

Das gibt den Hochschulen Planungssicherheit und ermöglicht: die Konzentration auf gesellschaftliche Bedarfe und eine dahingehende zukunftsorientierte Planung; eine verantwortungsvolle Umsetzung der Bologna-Reform vor dem Hintergrund der Entwicklung von Studierendenzahlen; einen Ausbau der Forschungsinfrastrukturen als Beitrag zum Standort der Spitzenforschung; eine angemessene Reaktion auf die steigende Mobilität von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit.

Wissens- und Technologietransfer (WTT)

Die Verbindung von Forschungspolitischer Strategie und Deep Tech Berlin Agenda, von exzellenter Forschung und innovativer Anwendung, beschreibt der Senat des Landes Berlin in seiner Berlin Transfer Bridge (Juni 2026):

„Im Sinne der EU-Definition von „Knowledge Valorisation“ versteht der Berliner Senat Transfer als die Nutzbarmachung von Forschungswissen für Gesellschaft und Wirtschaft. Dies inkludiert die Übersetzung von Daten, Know-how und Forschungsergebnissen in Produkte, Services und Lösungen.

Dabei ist Transfer kein linearer Prozess, sondern ein dynamischer, wechselseitiger Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Er umfasst nicht nur die Übertragung von Technologien und Wissen, sondern auch die Vernetzung und Kollaboration aller Akteurinnen und Akteuren – um gemeinsam Innovationen zu entwickeln, zu erproben und zu skalieren. Wissenschaftskommunikation und wissenschaftliche Beratung sind dabei zentrale Werkzeuge, um Dialoge zu ermöglichen und Entscheidungen evidenzbasiert zu gestalten.“

Wissens- und Technologietransfer trägt substantiell zur Schaffung von Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft bei, erhöht nachhaltig das Potenzial für die Wirkung von Wissenschaft und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit.

Kooperation mit der Wirtschaft

Wissenschaft und Wirtschaft als Partner: Vielfältige Kooperationen zwischen Wissenschaft und Unternehmen in Berlin ermöglichen Innovationen. Partnerschaften, die den Wissens- und Technologietransfer gewährleisten und für die Umsetzung von Forschungsergebnissen sorgen, gibt es auf vielen Ebenen: Hochschulen betreiben Forschung und Entwicklung gemeinsam mit Unternehmen, Firmen stiften eine Professur für ein neues Forschungsgebiet, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten gemeinsam mit regionalen Unternehmen in Kooperationsprojekten, Studierende absolvieren Duale Studiengänge, die Hochschulen gemeinsam mit Partnerunternehmen anbieten.

Erste Anlaufstellen zur Kooperation mit Hochschulen in Berlin sind deren Transfergesellschaften bzw. Transferstellen:

Gründungszentren der Hochschulen des Landes Berlin

Hochschulen des Landes Berlin leisten einen bedeutenden Beitrag zum Startup-Ökosystem der Hauptstadtregion. Studierende, Absolventinnen und Absolventen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Lern- und Forschungsergebnisse selbst in Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle umsetzen wollen, finden maßgeschneiderte Unterstützung in den erfolgreichen hochschuleigenen Gründungszentren. Flankiert und ergänzt wird dieses Angebot durch die Startup Factory JUNI, die die Gründungsförderung der Hochschulen und außeruniversitären Forschung in der Metropolregion Berlin-Brandenburg um wesentliche weitere Angebotsbausteine ergänzt, beim Ausbau der Entrepreneurship-Education und bei der Skalierung des Gründungsgeschehens unterstützt:

Transfer- und Wirtschaftsfördereinrichtungen

Wissenschafts- und Technologietransfer (WTT) zwischen exzellenter Forschung und praktischer Anwendung ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Enge Kooperationspartner der Wissenschaftseinrichtungen des Landes Berlin sind die intermediären Transfer- und Wirtschaftsfördereinrichtungen, die zuverlässig und schnell Know-How, Netzwerke und Infrastruktur wie Büroarbeitsplätze oder Laborräume bereitstellen, bei der Ansiedlung, Markterschließung und Gewinnung von Talenten aus dem In- und Ausland unterstützen oder Kooperations- und Transfervorhaben finanziell fördern.

WISTA-Management GmbH (WISTA)

Die WISTA-Management GmbH errichtet und betreibt modernste Technologiezentren an Berliner Wissenschaftsstandorten, darunter den Technologiepark Adlershof, den Innovationscampus FUBIC, das Charlottenburger Innovations-Centrum, das House of Games Berlin und den CleanTech Business Park Marzahn. Sie entwickelt und betreibt Mietflächen und Grundstücke, unterstützt innovative Start-ups und Spin-offs aus der Wirtschaft, berät bei der Projektentwicklung, fördert die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft, von Berlin und Brandenburg, auch durch Kooperation mit dem Lausitz Science Park. Der für Wissenschaft zuständige Staatssekretär ist Aufsichtsratsmitglied der WISTA-Management GmbH.

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH berät und betreut Unternehmen, die in Berlin ansässig sind oder sich ansiedeln wollen. Darüber hinaus fördert die Gesellschaft die Internationalisierung und den Export der Berliner Unternehmen sowie Maßnahmen des Wissens- und Technologietransfers durch Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. Die für Wissenschaft zuständige Senatorin ist Mitglied im Aufsichtsrat.

TSB Technologiestiftung Berlin (TSB)

Die TSB Technologiestiftung Berlin dient der Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie Bildung in Bezug auf innovative natur- und ingenieurwissenschaftliche Technologien. Schwerpunkte der Arbeit sind Strategieentwicklung, Bildung und Wissenschaftskommunikation. Der für Wissenschaft zuständige Staatssekretär ist im Kuratorium der Stiftung vertreten.

Institut für angewandte Forschung Berlin (IFAF)

Das IFAF Berlin stärkt den Wissens- und Technologietransfer der Berliner Hochschulen für Angewandte Wissenschaften durch die Förderung anwendungsorientierter Forschungskooperationen mit Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Im Kuratorium des IFAF ist die für Wissenschaft zuständige Senatsverwaltung vertreten.

Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege

Abteilungen Wissenschaft und Forschung