Menschen, die sich mit sexuell übertragbaren Infektionen – englisch: sexually transmitted infections (STI) – wie HIV, Syphilis oder Hepatitis C infiziert haben, finden in Berlin ein breites Unterstützungsangebot vor. In Berlin leben laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI; Stand Ende 2024) ca. 17.900 Menschen mit HIV/Aids, von denen rund 15.300 Männer und 2.590 Frauen sind. Davon leben rund 16.900 Menschen mit und 1.010 Menschen ohne HIV-Diagnose. Hinsichtlich des Infektionsweges haben sich ca. 12.400 Menschen über Sex zwischen Männern, ca. 1.530 Menschen über heterosexuelle Kontakte und ca. 1.720 Menschen durch intravenösen Drogengebrauch mit HIV infiziert (diese Zahlen des RKI beziehen sich auf in Deutschland oder von Menschen mit Herkunftsland Deutschland im Ausland erworbene HIV-Infektionen). Die Gesamtzahl der HIV-Neuinfektionen in Berlin wird für das Jahr 2024 auf 260 geschätzt. Andere STI sind relevante Faktoren, die die Übertragung von HIV
begünstigen können: Das Übertragungsrisiko erhöht sich hierdurch deutlich.
Auf der Internetpräsenz des RKI können die Eckdaten der Schätzung und Trends für Deutschland und alle Bundesländer in Bezug auf HIV/Aids sowie weiterführende Informationen zur Methodik der Schätzwertermittlung eingesehen werden.