Integriertes Gesundheits- und Pflege-Programm

Pflege

Mit dem Integrierten Gesundheits- und Pflege-Programm (IGPP) fördert das Land Berlin wichtige gesundheitsbezogene und pflegeflankierende Projekte an den Schnittstellen zwischen den verschiedenen sozialen Sicherungssystemen. Fünf Jahre lang werden jährlich rund 32 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um rund 120 Projekte im Bereich der gesundheitlichen Prävention, Beratung und Versorgung sowie der pflegeflankierenden und hospizlichen Versorgung finanziell zu sichern und deren Angebote bedarfsgerecht anzupassen.

Für die Laufzeit 2021 – 2025 wurde mit dem 3. Rahmenfördervertrag wiederum auch eine Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des IGPP mit der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Berlin geschlossen.

Mit dem Integrierten Gesundheits- und Pflege-Programm (IGPP) fördert das Land Berlin wichtige gesundheits- und pflegebezogene Projekte an den Schnittstellen der verschiedenen sozialen Sicherungssysteme.

Kooperationsvereinbarung zum IGPP

Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden jährlich rund 37 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um etwa 120 Projekte im Bereich der gesundheitlichen Prävention, Beratung und Versorgung sowie der pflegebegleitenden und hospizlichen Versorgung finanziell abzusichern und deren Angebote bedarfsgerecht anzupassen.

Für den Zeitraum 2021 bis 2025 wurde mit dem 3. Rahmenfördervertrag erneut eine Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des IGPP mit der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Berlin geschlossen.

  • Kooperationsvereinbarung zum Integrierten Gesundheits- und Pflege-Programm

    PDF-Dokument (29.1 kB)
    Dokument: SenGPG

Handlungsfelder des IGPP

Übergreifende Ziele der Projektförderung sind die Gesundheitsförderung, die Prävention von Krankheiten, die Stärkung der Rechte und Souveränität der Betroffenen sowie der Erhalt bzw. die Verbesserung der Lebensqualität bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit bis zum Lebensende. Die geförderten Projekte wirken auf die Überwindung von Strukturbrüchen und den Ausgleich sozialer Nachteile hin. Ausgehend von dieser Schwerpunktsetzung wurden für das Integrierte Gesundheits- und Pflege-Programm folgende Handlungsfelder definiert:

  • Altenhilfe, Pflege und hospizliche Strukturen
  • Besondere gesundheitliche Bedarfslagen
  • HIV/Aids, sexuell übertragbare Infektionen und Hepatitiden
  • Verbundsystem Drogen und Sucht

Altenhilfe, Pflege und hospizliche Strukturen

In diesem Handlungsfeld werden derzeit 20 Projekte gefördert, die folgende Leistungen abdecken:
  • Beratung, Betreuung und Begleitung pflegebedürftiger, schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen
  • Beratung und Fortbildung von Einrichtungen der Pflege, Hospizarbeit und Palliativversorgung
  • Inhaltliche, konzeptionelle und strukturelle Weiterentwicklung von Leistungsbereichen und Angeboten
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Netzwerkarbeit
  • Interkulturelle Öffnung der Regelstrukturen in der Altenhilfe, Pflege sowie Hospiz- und Palliativversorgung
  • Unterstützung in schwierigen und krisenhaften Situationen im Kontext von Pflege und Lebensende

Besondere gesundheitliche Bedarfslagen

Die derzeit 41 geförderten Projekte im Handlungsfeld ‘Besondere gesundheitliche Bedarfslagen’ beraten und unterstützen bei chronischen Erkrankungen, bieten Hilfe bei psychischen Erkrankungen sowie in schwierigen und krisenhaften Lebenssituationen und informieren über spezifische gesundheitsbezogene Fragestellungen. Einzelne Projekte widmen sich gezielt Menschen mit Migrationshintergrund, sozial benachteiligten Menschen, Aspekten der Frauen- und Männergesundheit oder der Bewältigung der gesundheitlichen Folgen von häuslicher und sexualisierter Gewalt.

  • Projekte im IGP - Expertise, Erfahrung, Vielfalt

    Das Dokument enthält eine kurze Darstellung der im Jahr 2022 im Handlungsfeld geförderten Projekte. Es bietet einen Überblick über die projektbezogenen Angebote, insbesondere auch für Menschen mit Migrations- bzw. Fluchtgeschichte und die direkten Kontaktdaten der Projekte.

    PDF-Dokument (767.9 kB) - Stand: September 2022
    Dokument: SenGes

  • Ziele und Maßnahmen

    Bereits in den Jahren 2010 bis 2014 haben die Projekte des Handlungsfeldes in Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin und der Senatsverwaltung sieben übergeordnete Ziele sowie Teilziele und Maßnahmen in einem partizipativen Prozess entwickelt, die in diesem Dokument beschrieben werden. Außerdem ist auch die historische Entwicklung der Diskussion von Zielen für dieses vielfältige Handlungsfeld enthalten.
    Die Datei liegt nun in barrierefreier Form vor.

    PDF-Dokument (207.5 kB)
    Dokument: SenGes

HIV, Aids, sexuell übertragbare Infektionen und Hepatitiden

In diesem Handlungsfeld werden derzeit zwölf Projekte gefördert, deren Zielgruppe von HIV/Aids, sexuell übertragbaren Infektionen sowie Hepatitiden betroffene Menschen sind. Dazu gehören unter anderem Männer, die Sex mit Männern haben, intravenös drogengebrauchende Menschen, Menschen aus Süd-Sahara-Afrika und Menschen, die der Sexarbeit nachgehen. Folgende Leistungen werden den Klientinnen und Klienten von den Projekten angeboten:

  • Prävention von HIV/Aids, sexuell übertragbaren Infektionen und Hepatitiden
  • Psychosoziale Beratung, Betreuung und Begleitung von Menschen mit HIV/Aids und ihren Angehörigen, einschließlich ergänzender medizinischer und pflegerischer Versorgung
  • Testangebote für HIV/Aids, sexuell übertragbare Infektionen und Hepatitiden für Personen, die sich dem Risiko einer Infektion ausgesetzt haben
  • Durchführung von Maßnahmen gegen die Diskriminierung von Menschen mit HIV/Aids
  • Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie gesundheitliche Prävention für Menschen in der Sexarbeit
  • Inhaltliche, konzeptionelle und strukturelle Weiterentwicklung von Leistungsbereichen und Angeboten
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung im Rahmen eines transparenten Dokumentationssystems
  • Interessenvertretung hinsichtlich sozialrechtlicher Fragen von Klientinnen und Klienten gegenüber Dritten

Verbundsystem Drogen und Sucht

Das Handlungsfeld Verbundsystem Drogen und Sucht ist mit 48 geförderten Projekten das größte Handlungsfeld im IGPP. Es umfasst folgende Leistungsbereiche:

  • Ambulante Grundversorgung (Drogen- und Suchtberatungsstellen, niedrigschwellige Kontaktangebote, ergänzende gesamtstädtische Angebote und Drogenkonsumraumangebote)
  • Komplementäre Versorgung (Wohnangebote für spezielle Zielgruppen)
  • Integration (Angebote der Qualifizierung, Beschäftigung und Tagesstrukturierung sowie spezielle Angebote zur Unterstützung der ambulanten Therapie für besondere Zielgruppen)
  • Selbsthilfearbeit
  • Prävention und Frühintervention

Die ambulante Grundversorgung wird durch sechs integrierte regionale Suchthilfedienste gewährleistet. Die Suchthilfedienste bieten wohnortnahe Suchtberatung und Betreuung für Menschen mit Suchtproblemen und ihre Angehörigen. Die regionale Grundversorgung wird durch die gesamtstädtischen Angebote ergänzt. Die Organisation der Angebote als Verbundsystem trägt den spezifischen Anforderungen und Bedarfslagen von Menschen mit Drogen- und Suchtproblemen und deren Angehörigen Rechnung.

Jahresberichte zum Integrierten Gesundheits- und Pflege-Programm

  • Integriertes Gesundheitsprogramm - Förderbericht 2017

    PDF-Dokument (514.5 kB)
    Dokument: SenGes

  • Integriertes Gesundheitsprogramm - Jahresbericht 2013

    PDF-Dokument (3.7 MB)

  • Integriertes Gesundheitsprogramm - Jahresbericht 2012

    PDF-Dokument (2.7 MB)

Weiterführende Informationen

HIV-Test

HIV/Aids, sexuell übertragbare Infektionen und Hepatitiden

Menschen, die sich mit einer STI infiziert haben, finden in Berlin ein breites Unterstützungsangebot. Weitere Informationen

Älterer Mann in der Natur beim Sport

Gesundheitsförderung und Prävention

Übersichtsseite: Die Senatsverwaltung unterstützt eine Reihe von Maßnahmen und Kampagnen im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention. Weitere Informationen

Ärztin und Pfleger im OP

Pflege und Rehabilitation

Informationen zu den Themen Pflege und Rehabilitation bei der für Pflege zuständigen Senatsverwaltung. Weitere Informationen