KURZ INFORMIERT

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Gesundheitspolitisch aktuelle Themen kurz und knapp

Die Reihe KURZ INFORMIERT ist ein Format der Berliner Gesundheitsberichterstattung (GBE). Auf wenigen Seiten werden aktuelle Themen der GBE kompakt aufbereitet. KURZ INFORMIERT wendet sich an Fachleute, Bürgerinnen und Bürger sowie Medien und bietet Fakten als empirische Grundlage für Entscheidungen an.

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Gesundheitliche Ungleichheit im Erwachsenenalter

Der Zusammenhang von Gesundheitszustand und verschiedenen nicht-übertragbaren Krankheiten mit den sozioökonomischen Faktoren Bildungsstatus, Berufsstatus und Einkommen in der Berliner Bevölkerung ab 18 Jahren wird anhand von Befragungsdaten der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell – GEDA 2019/2020-EHIS“ des Robert Koch-Instituts untersucht.

  • Es zeigen sich deutliche sozioökonomische Unterschiede im allgemeinen Gesundheitszustand, dem Vorhandensein einer chronischen Krankheit sowie in den 12-Monats-Prävalenzen von Diabetes, Bluthochdruck und Depression.
  • Menschen mit niedrigem Bildungsstatus, Berufsstatus oder Einkommen sind von diesen Gesundheitsproblemen zum Teil drei- bis viermal häufiger betroffen als Menschen der höheren Statusgruppen.
  • Für einzelne Krankheiten wie Asthma ist kein sozialer Gradient zu beobachten.
  • Teilweise unterscheiden sich die Ergebnisse nach dem Geschlecht.
  • Kurz Informiert 2023/02 - Gesundheitliche Ungleichheit im Erwachsenenalter

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Gesunder Lebensstil bei Erwachsenen in Berlin

Die Verbreitung eines gesunden Lebensstils in der Berliner Bevölkerung ab 18 Jahren wird anhand von Befragungsdaten der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell – GEDA 2019/2020-EHIS“ des Robert Koch-Instituts untersucht. Ferner wird der Zusammenhang zwischen gesundem Lebensstil und soziodemographischen Faktoren untersucht.

  • 39 % der Frauen und 23 % der Männer in Berlin führen einen gesunden Lebensstil, indem mindestens vier von fünf gesunden Lebensstilfaktoren erfüllt werden.
  • Ein gesunder Lebensstil wird häufiger gelebt von Frauen, jüngeren Personen, Personen mit einem höheren Bildungsstatus und Menschen ohne Migrationshintergrund.
  • Die Verbreitung eines gesunden Lebensstils in Berlin gleicht dem Niveau auf Bundesebene und auch die soziodemographischen Muster für einen gesunden Lebensstil unterscheiden sich in Berlin nicht von denen auf Bundesebene.
  • Kurz Informiert 2023/01 - Gesunder Lebensstil bei Erwachsenen in Berlin

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Alkoholkonsum der Berliner Bevölkerung

Anhand unterschiedlicher Datenquellen werden aktuelle Kennzahlen zur Verbreitung, zu Konsummengen und -mustern, zu Folgen sowie zur Prävention des schädlichen Alkoholkonsums in der Berliner Bevölkerung dargestellt und interpretiert. Zudem erfolgt eine kurze Übersicht zur Prävention des (übermäßigen) Alkoholkonsums und zu durch die Senatsverwaltung geförderten Projekten in Berlin.

  • Laut den Daten der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ 2019/2020 trinken jede dritte Frau und fast die Hälfte der Männer in Berlin mindestens wöchentlich Alkohol.
  • 5,8 % der Berlinerinnen und 19,6 % der Berliner ab 18 Jahren weisen einen riskanten Alkoholkonsum auf, das heißt sie trinken umgerechnet mehr als 100 Gramm Reinalkohol pro Woche.
  • Insgesamt wurden im Jahr 2019 über 11.000 Krankenhausbehandlungsfälle aufgrund psychischer und Verhaltensstörungen durch Alkohol registriert.
  • Die von der Senatsverwaltung geförderten Projekte in der Alkoholprävention sind in den verschiedenen Lebenswelten verankert, wobei besonders die Zielgruppen Kinder und Jugendliche sowie Kinder aus suchtbelasteten Familien im Fokus stehen.
  • Kurz Informiert 2022/05 - Alkoholkonsum der Berliner Bevölkerung

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Vorzeitige Sterblichkeit in Berlin – Zusammenhang mit sozialer Lage und Umweltbelastungen

Die vorzeitige Sterblichkeit, definiert als die Anzahl der Sterbefälle im Alter unter 65 Jahren je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in dieser Altersgruppe, wird im Zusammenhang mit sozialer Lage und Umweltbelastungen auf kleinräumiger Ebene (Planungsräume) in Berlin beschrieben. Anhand Daten aus der Einwohnerregisterstatistik des Amts für Statistik Berlin-Brandenburgs (AfS) wurde die vorzeitige Sterblichkeit der Jahre 2017, 2018 und 2019 zusammengefasst. Zur Einschätzung der sozialen Lage wird der Erwerbs- und Sozialindex aus dem Gesundheits- und Sozialstrukturatlas 2022 angewandt. Die Daten zu den Umweltbelastungen umfassen die vier Kernindikatoren, die im Rahmen des Modelvorhabens “Umweltgerechtigkeit in Berlin” entwickelt wurden.

Die Zusammenhangsanalysen zeigen:

  • einen negativen Zusammenhang zwischen der sozialen Lage und der vorzeitigen Sterblichkeit in den Berliner Planungsräumen: je höher der Erwerbs- und Sozialindex 2022 ist, desto geringer ist die vorzeitige Sterblichkeit.
  • eine höhere vorzeitige Sterblichkeit in Planungsräumen, die eine ungünstige Lärm-, Luftschadstoff- oder bioklimatische Belastung aufweisen im Vergleich zu unbelasteten Planungsräumen.

Bei gleichzeitiger Betrachtung der Effekte der sozialen Lage und des Vorhandenseins mindestens einer ungünstigen Umweltbelastung, bleibt der Zusammenhang der vorzeitigen Sterblichkeit mit der sozialen Lage statistisch signifikant und der Zusammenhang mit den Umweltbelastungen tendenziell bestehen.

  • Kurz Informiert 2022/04 - Vorzeitige Sterblichkeit in Berlin – Zusammenhang mit sozialer Lage und Umweltbelastungen

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Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen in der erwachsenen Bevölkerung in Berlin

Die Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen bei gesetzlich Krankenversicherten ab 18 Jahren in Berlin wird anhand von Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin beschrieben. Darüber hinaus werden Zusammenhänge der Inanspruchnahme einzelner Früherkennungsuntersuchungen mit soziodemographischen Merkmalen und weiteren Einflussfaktoren in der Berliner Bevölkerung ab 18 Jahren anhand von Befragungsdaten aus der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell – GEDA 2019/2020-EHIS“ des Robert Koch-Instituts untersucht.

  • In Berlin variierte die Beteiligung an den einzelnen Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung bei den gesetzlich Krankenversicherten in 2019 je nach Art der Untersuchung zwischen 23,7 % und 53,0 %; 59,9 % der anspruchsberechtigten Krankenversicherten beteiligten sich am Gesundheits-Check-Up.
  • Die Inanspruchnahme war in der letzten Dekade für die einzelnen Untersuchungsarten stabil. Im ersten COVID-19-Pandemiejahr nahm die Beteiligung für alle Früherkennungsuntersuchungen ab.
  • Die Beteiligung am Gebärmutterhalsabstrich ist bei älteren Frauen im Vergleich zu den unter 50-Jährigen geringer und bei Frauen mit einer hohen Bildung höher gegenüber Frauen mit niedriger und mittlerer Bildung.
  • Das Mammografie-Screening wird von den 50- bis 54-Jährigen sowie von Frauen mit einem Migrationshintergrund tendenziell seltener in Anspruch genommen als in den älteren Altersgruppen und von Frauen ohne Migrationshintergrund.
  • Es zeigen sich keine statistisch signifikanten Zusammenhänge der soziodemografischen Merkmale und der Indikatoren zum Gesundheitszustand mit der Inanspruchnahme der Darmspiegelung und des Stuhltests.
  • Kurz Informiert 2022/03 - Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen in der erwachsenen Bevölkerung in Berlin

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Aspekte des Ernährungsverhaltens bei Berliner Erwachsenen

Anhand von Daten der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ 2019/2020 (GEDA 2019/2020-EHIS) des Robert Koch-Instituts werden einzelne Aspekte des Ernährungsverhaltens im Zusammenhang mit soziodemographischen Merkmalen beschrieben. Dabei liegt der Fokus auf dem Obst- und Gemüseverzehr sowie auf dem Konsum von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken.

  • Im Befragungszeitraum 2019/2020 erfüllten 35,9 % der Erwachsenen in Berlin die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) täglich sowohl Obst als auch Gemüse zu verzehren: 56,1 % verzehrten täglich Obst und 48,1 % täglich Gemüse.
  • Zwischen 2014/2015 und 2019/2020 hat der tägliche Obst- und Gemüseverzehr bei Frauen und der tägliche Gemüseverzehr bei Männern um mehr als 10 Prozentpunkte zugenommen.
  • Die DGE-Empfehlung, auf zuckerhaltige Getränke zu verzichten, erfüllten im Befragungszeitraum 2019/2020 39,3 % der Erwachsenen in Berlin.
  • Es zeigen sich Unterschiede im täglichen Verzehr von Obst und Gemüse sowie von zuckerhaltigen Getränken nach Geschlecht, Altersgruppe, Bildungsstatus und Migrationshintergrund.
  • Kurz Informiert 2022/02 - Aspekte des Ernährungsverhaltens bei Berliner Erwachsenen

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Übergewicht und Adipositas in Berlin

Das Auftreten von Übergewicht und Adipositas in der Berliner Bevölkerung im Zusammenhang mit soziodemografischen Merkmalen wird anhand von Daten aus den jährlichen Einschulungsuntersuchungen bei Kindern im Vorschulalter und Daten der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ 2019/2020 (GEDA 2019/2020-EHIS) des Robert Koch-Instituts bei Erwachsenen dargestellt. Zur Darstellung von Bezirksunterschieden von Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen, werden Daten aus dem Mikrozensus 2017 genutzt.

  • Bei Kindern im Vorschulalter in Berlin lag die Prävalenz von Übergewicht inklusive Adipositas in 2018 bei 10,0 %; 4,2 % wiesen eine Adipositas auf.
  • Die Einschulungsuntersuchungen 2018 zeigen einen negativen Zusammenhang des Auftretens von Übergewicht und Adipositas mit steigendem Sozialstatus und mit der Dauer des Besuchs einer Kindertageseinrichtung.
  • 46,4 % der teilnehmenden Berliner Erwachsenen an GEDA 2019/2020-EHIS gaben ein Körpergewicht an, das über dem Bereich des Normalgewichts lag; 15,2 % waren adipös.
  • Bei Erwachsenen zeigt sich ein negativer Zusammenhang von Übergewicht und Adipositas mit dem Bildungsstatus.
  • Kurz Informiert 2022/01 - Übergewicht und Adipositas in Berlin

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Rauchverhalten der Berliner Bevölkerung

Das KURZ INFORMIERT beschreibt das Rauchverhalten der Berliner Bevölkerung. Dazu werden aktuelle Daten der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA 2019/2020-EHIS) ausgewertet und für einen umfassenden Überblick um die Daten des Mikrozensus sowie der Einschulungsuntersuchungen ergänzt. Neben dem aktuellen Stand werden zeitliche Trends und soziale Unterschiede im Rauchverhalten dargestellt und eingeordnet.

  • 25,5 % der Berliner Bevölkerung (ab 15 Jahren) rauchen – zumindest gelegentlich – Männer (29,9 %) häufiger als Frauen (21,3 %).
  • Der Rückgang der letzten Jahre ist dabei im Wesentlichen auf einen Rückgang in den jüngeren Altersgruppen zurückzuführen.
  • Zwischen den Berliner Bezirken existieren, sowohl was den Anteil der Raucherinnen und Raucher betrifft als auch bei der zeitlichen Entwicklung, erhebliche Unterschiede.
  • Beim Tabakkonsum sowie bei der Passivrauchbelastung in Innenräumen zeigen sich deutliche Differenzen in Bezug auf die soziale Lage: Personen mit höherem Bildungsstatus rauchen seltener und sind in wesentlich geringerem Umfang durch Passivrauch belastet als Personen mit niedrigerem oder mittlerem Bildungsstatus.
  • Der Anteil der Kinder, die mit einer rauchenden Person gemeinsam im Haushalt leben, ist in den letzten Jahren gesunken ist. Immer noch betrifft dies aber fast jedes dritte Kind (31,5 %). Auch hier zeigt sich ein sehr deutlicher sozialer Gradient. Zudem lassen sich zwischen den Berliner Prognoseräumen gravierende Unterschiede feststellen.
  • Kurz Informiert 2021/03 - Rauchverhalten der Berliner Bevölkerung

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Körperliche Aktivität bei Erwachsenen in Berlin

Das KURZ INFORMIERT beschreibt das Bewegungsverhalten Erwachsener in Berlin. Auf Basis einer bevölkerungsbezogenen Querschnittsstudie mit einer großen repräsentativen Stichprobe für Berlin werden Indikatoren zu den Bewegungsempfehlungen für Ausdaueraktivität und Muskelkräftigung, Radfahren und Gehen zur Fortbewegung, arbeitsbezogene körperliche Aktivität sowie Sitzverhalten dargestellt. Die Indikatoren werden nach Alter, Geschlecht, Bildungsstatus und Migrationshintergrund ausgewertet.

  • 44 % der Frauen und 53 % der Männer in Berlin üben mindestens 2,5 Stunden in der Woche ausdauerorientierte Bewegung aus und erfüllen damit die Bewegungsempfehlung zur Ausdaueraktivität.
  • 37 % der Frauen und 44 % der Männer üben mindestens zweimal pro Woche muskelkräftigende Aktivitäten aus und erfüllen damit Bewegungsempfehlung zur Muskelkräftigung.
  • Beide Bewegungsempfehlungen zur Ausdaueraktivität und zur Muskelkräftigung in Kombination erreichen 25 % der Frauen und 35 % der Männer.
  • Frauen erreichen die Bewegungsempfehlungen zur Ausdaueraktivität, zur Muskelkräftigung und in Kombination seltener als Männer.
  • Jüngere erfüllen die Empfehlungen tendenziell häufiger als Ältere.
  • Ein höherer Bildungsstatus ist mit einem größeren Anteil der Einhaltung der Bewegungsempfehlung zur Ausdaueraktivität assoziiert.
  • Gleichzeitig ist ein höherer Bildungsstatus mit einem geringeren Anteil an körperlich anstrengender Arbeit und einer höheren Sitzzeit pro Tag assoziiert.
  • Kurz Informiert 2021/02 - Körperliche Aktivität bei Erwachsenen in Berlin

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Eckdaten der Berliner Krankenhäuser 2019

Diese Kurzinformation beschreibt Eckdaten der stationären Versorgung in den Berliner Krankenhäusern. Dabei werden die sachliche Ausstattung, die personellen Ressourcen, die Inanspruchnahme sowie die Kosten der Berliner Krankenhäuser auf Grundlage der aktuellen Krankenhausstatistik des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburgs zum Berichtsjahr 2019 nach Krankenhaustyp dargestellt. Zentrale Kennzahlen der Berliner Krankenhäuser werden mit Daten der Bundesstatistik verglichen. Zudem wird die zeitliche Entwicklung der Bettenverfügbarkeit, der Bettenauslastung, der Verweildauer und der Zahl der Behandlungsfälle und Belegungstage sowie der Personalbelastungszahlen abgebildet.

  • Im Jahresdurchschnitt waren in Berlin 20.636 Betten für die vollstationäre Behandlung von Patienten und Patientinnen aufgestellt. Die durchschnittliche Bettenauslastung der Berliner Krankenhäuser betrug 84,1 %.
  • Die Zahl der Behandlungsfälle lag bei 876.983. Die durchschnittliche Verweildauer je Behandlungsfall betrug 7,2 Tage.
  • Zum hauptamtlichen Krankenhauspersonal zählten 52.302 Beschäftigte, darunter 10.329 Ärzte und Ärztinnen sowie 41.973 nicht-ärztlich Beschäftigte.
  • Die Kosten der Berliner Krankenhäuser betrugen in 2019 knapp 5 Milliarden Euro: 56 % davon entfielen auf die Personalkosten.
  • Kurz Informiert 2021/01 - Eckdaten der Berliner Krankenhäuser 2019

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Beschäftigte im Gesundheitswesen in Berlin

Im „KURZ INFORMIERT“ zum Thema „Beschäftigte im Gesundheitswesen in Berlin“ wird die Ist-Situation der Beschäftigung im Berliner Gesundheitswesen beschrieben. Dazu werden verschiedene Statistiken, darunter die Gesundheitspersonalrechnung der Statistischen Ämter der Länder, die Krankenhausstatistik und die Pflegestatistik des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des Statistischen Bundesamtes sowie Daten von weiteren Datenlieferanten, wie die Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen, verwendet. Dargestellt wird die Personalsituation des ärztlichen und nicht-ärztlichen Personals in ambulanten und stationären Einrichtungen sowie in Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitsdiensts auf Bezirksebene.

  • Zum 31.12.2019 waren in Berlin fast 24 Tausend Ärztinnen und Ärzte tätig: 47 % in (teil) stationären Einrichtungen, 38 % in ambulanten Einrichtungen und 14 % in sonstigen Bereichen, wie Behörden und Körperschaften.
  • Die Berliner Krankenhäuser beschäftigten zum 31.12.2018 fast 41 Tausend nicht-ärztliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  • Zum 15.12.2017 waren in den Berliner Pflegeeinrichtungen fast 45 Tausend Personen beschäftigt, jeweils zur Hälfte in ambulanten und (teil-)stationären Einrichtungen.
  • Im Öffentlichen Gesundheitsdienst auf Bezirksebene waren zum 31.12.2019, bezogen auf Gesamtberlin, 17,5 % der Planstellen für Ärztinnen und Ärzte und 11,2 % der Stellen für medizinische Fachkräfte nicht besetzt.
  • Kurz Informiert 2020/03 - Beschäftigte im Gesundheitswesen in Berlin

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Das SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen in Berlin – Zusammenhang mit Soziodemografie und Wohnumfeld

Im „KURZ INFORMIERT“ zum SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen in Berlin wird das Infektionsgeschehen in Berlin im Zusammenhang mit soziodemografischen Merkmalen und Indikatoren des Wohnumfeldes auf Bezirksebene betrachtet. Grundlage für die Zusammenhangsanalysen sind die von den Berliner Gesundheitsämtern gemeldeten laborbestätigten COVID-19-Fälle. Diese werden auf bezirklicher Ebene mit soziodemografischen Merkmalen sowie Indikatoren des Wohnumfelds aus dem Monitoring Soziale Stadtentwicklung, Daten zur Einwohnerdichte und Flächennutzung des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg und Information zum Haushaltsäquivalenzeinkommen des Mikrozensus in Zusammenhang gesetzt.

Die Zusammenhangsanalysen zeigen: Je höher
  • die Anteile der Arbeitslosen, der Transferbeziehenden und Einwohnerinnen und Einwohner in einfacher Wohnlage,
  • der Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner mit einem Migrationshintergrund die Bevölkerungsdichte (Einwohnerinnen und Einwohner pro km²) und
  • der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche in den Bezirken sind,
    desto höher ist die Zahl der COVID-19-Fälle je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Je größer die Erholungsfläche und die Freifläche je Einwohnerin und Einwohner ist, desto geringer ist die Zahl der COVID-19-Fälle je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

  • Kurz Informiert 2020/02 - Das SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen in Berlin

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Schwerbehinderte in Berlin 2017

Im „KURZ INFORMIERT“ zum Thema „Schwerbehinderte in Berlin 2017“ werden Daten der Schwerbehindertenstatistik ausgewertet. In die Schwerbehindertenstatistik des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg fließen Daten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales mit Angaben zu schwerbehinderten Menschen ein. Dargestellt wird die zeitliche Entwicklung der Schwerbehindertenzahlen in Berlin nach Alter, Geschlecht und Staatsangehörigkeit. Außerdem wird der Blick auf den Grad der Behinderung, die Art und die Ursache der Behinderung gerichtet.

  • 2017 ist die Zahl der Schwerbehinderten gegenüber 2015 in Berlin leicht zurückgegangen – auf insgesamt 348.988 bzw. 9,7 %.
  • Die Zahl der Frauen mit Schwerbehindertenausweis ist mit 189.417 deutlich höher, als die der Männer mit 159.571.
  • Mehr als drei Viertel (76,9 %) aller Schwerbehinderten sind 55 Jahre und älter.
  • Die Beeinträchtigung der Funktion von inneren Organen und Organsystemen stellt die häufigste Art der Schwerbehinderung dar.
  • Rund ein Drittel der schwerbehinderten Menschen weist einen Grad der Behinderung von 50 auf – knapp ein Fünftel hat den höchsten Grad der Behinderung von 100.
  • Kurz Informiert 2020/01 - Schwerbehinderte in Berlin 2017

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Schwanger und im Konflikt

Im „KURZ INFORMIERT“ zum Thema „Schwanger und im Konflikt“ werden Daten der Zentren für sexuelle Gesundheit und Familienplanung sowie zu Schwangerschaftskonfliktberatungen und -abbrüchen ausgewertet. Dargestellt werden die unterschiedlichen Beratungen im Bereich der Familienplanung von Zentren und freien Trägern sowie die Entwicklung der Beratungen gemäß Schwangerschaftskonfliktgesetz nach Alter, Staatsangehörigkeit und Konfliktgründen. Die Schwangerschaftsabbrüche in Berlin werden neben einem Bundesvergleich auch in der zeitlichen Entwicklung betrachtet und ebenfalls nach ausgewählten Merkmalen, wie Alter, Familienstand und Art des Abbruchs differenziert.

  • 2017 wurden im Bereich Familienplanung der Zentren für sexuelle Gesundheit und Familienplanung 38.700 Personen betreut und 85.769 Beratungen durchgeführt.
  • 2016 wurden in Berlin 12.446 Frauen wegen eines Schwangerschaftskonfliktes beraten, 93,9 % waren aus Berlin.
  • Mit 9.649 Schwangerschaftsabbrüchen im Jahr 2017 liegt Berlin bei einer Abbruchquote (Abbrüche je 10.000 Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren) von 111,9 deutlich über dem Bundesdurchschnitt (58,0) und ist das Bundesland mit der höchsten Quote.
  • Kurz Informiert 2018/04 - Schwanger und im Konflikt

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Entbindungen und Geborene in Berlin

Im „KURZ INFORMIERT“ zum Thema „Entbindungen und Geborene in Berlin“ werden Daten der geburtshilflich gynäkologischen Statistik ausgewertet. Hierzu liefern die Berliner Geburtskliniken sowie die freiberuflich in Berlin tätigen Hebammen und die Geburtshäuser Daten zu Entbindungen und den geborenen Kindern in Berlin. Dargestellt werden die zeitliche Entwicklung der Entbindungszahlen im klinischen und im außerklinischen Bereich sowie die Art der Geburt. Für die Analyse der geborenen Kinder nach Geschlecht und Geburtsgewicht erfolgte erstmalig eine Kooperation mit dem Lenkungsausschuss Qualitätssicherung Berlin (QBB) und Herrn Prof. Dr. Bührer, Direktor Klinik für Neonatologie Charité – Universitätsmedizin Berlin. Daten aus der Qualitätssicherung der Berliner Krankenhäuser konnten zur inhaltlichen Ergänzung der vorliegenden Auswertung gewonnen werden.

  • 2016 ist die Zahl der Entbindungen in Berlin weiterhin gestiegen – auf insgesamt 42.964 (mit 2,9 % außerklinische Entbindungen).
  • 26,8 % der Entbindungen wurden 2016 in Berlin per Kaiserschnitt durchgeführt, womit Berlin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt (30,5 %).
  • 2016 wurden insgesamt 43.896 Kinder geboren, darunter waren 226 Totgeborene (0,5 %).
  • Kurz Informiert 2018/03 - Entbindungen und Geborene

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Masernimpfstatus zu Beginn des Kitabesuchs in Berlin

Diese Publikation der Reihe „KURZ INFORMIERT“ geht mit Daten der Einschulungsuntersuchungen in Berlin der Frage nach, welcher Anteil der Kinder gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission bereits vor Beginn des Kitabesuchs zwei Impfungen gegen Masern erhält.
Verglichen werden Kinder mit frühem (bis zum Alter von 14 Monaten) und späterem Beginn des Kitabesuchs (ab dem Alter von 15 Monaten). In beiden Gruppen erhalten nur rund zwei Drittel der Kinder die zweite Masernimpfung im empfohlenen Zeitfenster. Es zeigen sich deutliche sozialräumliche Unterschiede in den Impfquoten.
Um die Ausbreitung von Masernerkrankungen zu verhindern, sollen 95 % der Bevölkerung zweimal gegen Masern geimpft sein.

  • 92,6 % der Kinder waren in Berlin 2016 zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung zweimal gegen Masern geimpft.
  • Vor Beginn des Kitabesuchs haben nur 68,9 % der Kinder, bei denen dies gemäß Empfehlungen der Ständigen Impfkommission möglich wäre, zwei Masernimpfungen erhalten, wobei Kinder mit frühem Beginn des Kitabesuchs nur zu 66,5 % die zweite Masernimpfung bis zum Alter von 24 Monaten erhalten.
  • Kinder der oberen sozialen Statusgruppe und Kinder, die nicht in Deutschland geboren wurden, sind seltener bei Kitabeginn bereits zweimal gegen Masern geimpft.
  • Kurz Informiert 2018/02 - Masernimpfstatus bei Kitabeginn

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Hebammen in Berlin

Die Ausgabe von „KURZ INFORMIERT“ zum Thema „Hebammen in Berlin“ fasst Daten aus verschiedenen Quellen zusammen. Dazu wurden die Quellen des LAGeSo, des AfS Berlin-Brandenburg sowie der geburtsgynäkologischen Landestatistik ausgewertet. Gegenübergestellt wird die Entwicklung der Zahl der in Berlin tätigen Hebammen und die Entbindungen. Enthalten sind darüber hinaus die Leistungen der freiberuflich tätigen Hebammen in der Vor- und Nachsorge sowie Informationen zu den Ausbildungsplätzen.

  • 2016 waren in Berlin 37,6 % mehr Hebammen tätig als im Jahr 2007.
  • Der Anstieg der Entbindungen betrug im gleichen Zeitraum 26,9 % (33,8 Hebammen je 1.000 Entbindungen).
  • Die Zahl der Ausbildungsplätze ist von 2007 mit 85 auf 170 im Jahr 2016 gestiegen.
  • Kurz Informiert 2018/01 - Hebammen in Berlin

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