Eine Vision für Pankow-Süd 2041

Beteiligung ISEK Pankow-S

Das Stadtentwicklungsamt Pankow, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und das Planungsbüro KoSP GmbH hatten am 30. Juni zum Bürgerforum eingeladen. Vorn links: Cornelius Bechtler, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste

Im März haben die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie das Stadtentwicklungsamt Pankow das Stadtplanungsbüro KoSP GmbH beauftragt, ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für den Untersuchungsraum Pankow-Süd zu erarbeiten. Auf der Basis einer gründlichen Analyse sollen in diesem Konzept bis Ende Februar 2027 potenzielle Fördermaßnahmen für die nächsten 15 Jahre im Gebiet festgelegt werden.

Im Mai und Juni sammelten die Verantwortlichen Hinweise und Vorschläge der Stadtgesellschaft. Bis zum 5. Juli hatten sich allein online 264 Menschen mit 296 Ideen und 382 Kommentaren beteiligt. Am 20. Mai nahm das Team auf dem Brennerberg (Andreas-Hofer-Platz) eine Vielzahl an Hinweisen und Ideen zu den Schwerpunkten Grünflächen und Klimaanpassung entgegen. Weiter ging es am 10. Juni vor dem Neumann Forum zu den Schwerpunkten Verkehr und soziale Infrastruktur, erneut mit reger Beteiligung.

Schulhof der Kurt-Tucholsky-Oberschule in Pankow-Süd

Im Ergänzungsbau der Kurt-Tucholsky-Oberschule traf sich das Bürgerforum am 30. Juni

Auch die Kinder brachten mit selbst gemalten Bildern und kleinen Modell-Bauwerken ihre Wünsche für einen “Traumort” ein. Parallel wurden Gespräche mit den Fachämtern der Bezirksverwaltung geführt. Bei einem Workshop mit Vereinen und Initiativen mit circa 50 Teilnehmenden und einem Rundgang mit dem zuständigen Bezirksstadtrat Cornelius Bechtler kamen weitere Erkenntnisse dazu.

Das Ziel des Bürgerforums am 30. Juni in der Kurt-Tucholsky-Oberschule war es, all diese Perspektiven zusammenfassen. Die rund 60 Gäste, darunter Bezirksstadtrat Cornelius Bechtler und Hendrik Hübscher, Referatsleiter des Referats Förderung im Quartier der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, sahen und spürten schon auf dem Weg über einen Schulhof “alter Schule” den großen Handlungsbedarf vor Ort: kein Schatten, viel versiegelte Fläche, kaum Sitzmöglichkeiten und Bewegungsangebote. Solche oder ähnliche Probleme teilen praktisch alle Schulen im Gebiet.

Beteiligung ISEK Pankow-S

Liste der Ideen mit Bepunktung der Teilnehmenden

In der Aula fasste das Team von KoSP die bisherigen Erkenntnisse zusammen. Die Teilnehmenden hatten anschließend eine gute Stunde Zeit, die gesammelten Vorschläge zu vier Themenschwerpunkten zu bewerten und zu priorisieren. Außerdem wurden Stichworte für die Vision “Pankow-Süd 2041” notiert.
Zu den hoch bewerteten Maßnahmen zählten die Begrünung des Neumannkiezes, die Aufwertung der Spiel-, Sport- und Freiflächen am Brennerberg, die Neugestaltung der Schulhöfe unter Beachtung des Klimawandels und zusätzliche niedrigschwellige Sportangebote am Kissingenstadion. Um diesen potenziellen Maßnahmenkomplex gründlich vorzubereiten, soll zuerst ein Freiraumkonzept entstehen.

Auch ein Verkehrs- und Mobilitätskonzept wurde vorgeschlagen, um Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer, Barrierefreiheit und gegen den Schleichverkehr durch die Wohnviertel zu koordinieren.

Beteiligung ISEK Pankow-S

In Arbeitsgruppen wurden Ideen priorisiert und Zukunftsbilder entworfen

Weitere Themen dafür sind fehlende Wegeverbindungen zwischen den verschiedenen Kiezen und eine bessere Einbindung des Kissingenstadions in das Wegenetz.

Besonders wichtig für das Quartier sind Treffpunkte wie das Freizeitzentrum Upsala, das unter hohem Sanierungsbedarf leidet. Auch das Atelierhaus an der Prenzlauer Promenade wird als Kulturort geschätzt. Gewünscht werden weitere Begegnungsorte, wie kleine Plätze oder Möglichkeiten für urbanes Gärtnern.

Diese und viele weitere Vorschläge wurden im Plenum vorgestellt. Franziska Kind von KoSP skizzierte abschließend den Zeitplan bis zum geplanten Beginn der Förderung im 2. Quartal 2027: Als nächstes wird aus den in den Arbeitsgruppen gesammelten Zukunftsvisionen ein Leitbild entworfen. Anschließend wird eine Maßnahmenliste mit Projekt-Steckbriefen sowie eine Kosten- und Finanzierungsübersicht erarbeitet. Finanzierungszusagen für die ersten Maßnahmen sollen schon im Juli 2027 erteilt werden.

Der Zwischenstand des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts soll im September mit den Fachämtern und der aktuellen Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und im Oktober mit der Öffentlichkeit diskutiert werden. Die finale Fassung des ISEK wird Anfang 2027 vorliegen. Auch die neu gewählte BVV wird dann einbezogen. Nach der endgültigen Aufnahme des Gebiets in die Förderkulisse des Programms Nachhaltige Erneuerung durch den Senat beginnt die Umsetzung der geplanten Maßnahmen.

  • Zeitplan Untersuchungsgebiet Pankow-Süd

    Zeitplan für das Untersuchungsgebiet Pankow-Süd

Impressionen von den ersten beiden Beteiligungstermin vor Ort: Brennerberg, 20. Mai, Neumann-Forum, 10. Juni

  • Beteiligung vor Ort auf dem Brennerberg zum ISEK Pankow-Süd

    Brennerberg / Andreas-Hofer-Platz

  • Beteiligung vor Ort auf dem Brennerberg zum ISEK Pankow-Süd

    Brennerberg / Andreas-Hofer-Platz

  • Beteiligung vor Ort auf dem Brennerberg zum ISEK Pankow-Süd

    Brennerberg / Andreas-Hofer-Platz

  • Beteiligung vor Ort auf dem Brennerberg zum ISEK Pankow-Süd

    Brennerberg / Andreas-Hofer-Platz

  • Beteiligung vor Ort auf dem Brennerberg zum ISEK Pankow-Süd

    Brennerberg / Andreas-Hofer-Platz

  • Beteiligung ISEK Pankow-Süd

    Neumann-Forum 10. Juni

  • Beteiligung ISEK Pankow-Süd

    Neumann-Forum 10. Juni

  • Beteiligung ISEK Pankow-Süd

    Neumann-Forum 10. Juni

  • Beteiligung ISEK Pankow-Süd

    Neumann-Forum 10. Juni

  • Beteiligung ISEK Pankow-Süd

    Neumann-Forum 10. Juni