Untersuchungsraum Pankow-Süd

  • Die Sport- und Freiflächen auf dem Brennerberg/Andreas-Hofer-Platz mit wenig Angeboten u. großen Pfützen

    Die Sport- und Freiflächen auf dem Brennerberg/Andreas-Hofer-Platz sind unattraktiv

  • Brennerberg/Andreas-Hofer-Platz: Versiegelte Fläche mit einer Tischtennisplatte

    Brennerberg/Andreas-Hofer-Platz: Versiegelte Flächen ohne Angebote

  • Überdimensionierte Kreuzung im Tiroler Viertel

    Überdimensionierte Kreuzung im Tiroler Viertel

  • Wohnstraße mit zweireihig geparkten PKW

    Stellplätze dominieren vielerorts das Straßenbild, wie hier in der Elsa-Brändström-Straße

  • Die Klecks-Grundschule - auch der Schulhof ist stark versiegelt

    Die Klecks-Grundschule - auch der Schulhof ist stark versiegelt

  • Der Platz vor der Hoffnungskirche im Zentrum des Gebiets Pankow-Süd

    Der Platz vor der Hoffnungskirche im Zentrum des Gebiets

Ausgangssituation

Das Untersuchungsgebiet Pankow-Süd ist seit Jahren von einem starken Zuzug durch Familien geprägt. Gleichzeitig leben hier überdurchschnittlich viele ältere Menschen. Entsprechend hoch sind die Nachfrage nach zielgruppenorientierten sozialen Angeboten und der Nutzungsdruck auf öffentliche Freiflächen. Das Gebiet ist sehr heterogen bebaut: Neben der Großsiedlung Neumannstraße und kleineren Quartieren mit weiteren DDR-Plattenbauten gibt es auch Wohnbebauung aus den 1920er-Jahren im Kissingenviertel sowie eine Mischung aus Altbauten und Neubauten der letzten Jahre im Tiroler Viertel. Ein großer Teil der Flächen befindet sich in öffentlichem Eigentum oder im Eigentum der landeseigenen GESOBAU sowie zweier Wohnungsgenossenschaften.

Qualität und Ausstattung der wenigen öffentlichen Grünflächen sind mangelhaft, zudem fehlen rund 10.000 Quadratmeter Spielflächen. Straßenräume wie Gehwege, Fahrbahnen, Kreuzungsbereiche und Kfz-Stellplatzanlagen sind überdurchschnittlich ausgeprägt und stark versiegelt, entsprechend schlecht sind die Klimadaten für das innerstädtische Gebiet. Die Infrastruktur für den Radverkehr ist unzureichend, Gehwege sind häufig in schlechtem Zustand und entsprechend unattraktiv. Besonders an der Neumannstraße fehlen sichere Übergänge vom Wohngebiet zu Schulen und Kindertagesstätten. Die Schulfreiflächen sind meist großflächig versiegelt, schlecht ausgestattet, einige Teilflächen werden deshalb nicht genutzt.

Der Fokus im Fördergebiet Pankow-Süd liegt auf Projekten des Klimaschutzes und der Klimaanpassung. Ziele sind die ökologisch wirksame Aufwertung von Grünflächen, Sportflächen und Schulhöfen sowie die Ergänzung der öffentlichen Spielangebote. Straßenräume sollen sicher, barrierefrei und klimawirksam umgestaltet werden. In diesem Zusammenhang wird auch an die Entsiegelung von überbreiten Gehwegen und von Parkplätzen gedacht. Die geplante energetische Sanierung der sozialen Infrastruktur soll ebenfalls einen Beitrag zu Klimaschutz und Klimaanpassung leisten.

Pankow-Süd zeichnet sich durch eine Vielzahl engagierter Bürgerinnen und Bürger aus. Neben Initiativen im Tiroler Viertel hat auch das im Quartier Neumannstraße bereits wirksame Förderprogramm “Stärkung Berliner Großsiedlungen” zur Bildung von Netzwerken der Zivilgesellschaft und lokaler Akteure als wichtige Ansprechpartner für die Entwicklung des Stadtteils beigetragen. Im Rahmen des ISEK-Prozesses sollen diese Netzwerke intensiv beteiligt werden.

Basisdaten

Einwohner: 25.958 (31.12.2025)

Fläche: 188,5 ha

Das Untersuchungsgebiet

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Stadtplan Berlin.de

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Der Jugendklub Upsala mit versiegeltem Vorplatz

Der Jugendklub Upsala ist sanierungsbedürftig

Nächste Schritte

Von März 2026 bis Frühjahr 2027 wird das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet. Von Mai bis November 2026 sind verschiedene Beteiligungsformate für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft geplant. Im Frühjahr 2027 könnte der Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zum ISEK Pankow-Süd gefasst werden. Der Senat wird seinen Beschluss zur endgültigen Festlegung der neuen Fördergebiete voraussichtlich im 2. Quartal 2027 treffen.

Erste Finanzierungszusagen für Startermaßnahmen sollen schon im Juli 2027 erteilt werden.

Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

Christian Petermann

Bezirksamt Pankow

Thora Haubold