Verkehrssicherheit und Aufwertung des Zentrums Emstaler Platz - Vorschläge aus der Beteiligung zum ISEK Tegel-Süd

Beteiligung zum ISEK Tegel-Süd auf dem Kiezfest, 29.05.2026, Emstaler Platz

Infostand zum ISEK Tegel-Süd auf dem Kiezfest am 29. Mai auf dem Emstaler Platz

Tegel-Süd ist einer der sechs Untersuchungsräume zur Aufnahme in das Städtebauförderprogramm Nachhaltige Erneuerung. Für die Erarbeitung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) sammelten das beauftragte Büro Jahn, Mack und Partner sowie ein Team des Stadtentwicklungsamtes und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen gut einen Monat lang Maßnahmenvorschläge aus der Bevölkerung für die kommenden 10 bis 15 Jahre.

Im Rahmen der bisherigen Beteiligungsformate zum ISEK Tegel-Süd – am Tag der Städtebauförderung (9. Mai), auf dem Kiezfest am 29. Mai sowie während der Online-Beteiligung auf mein.Berlin.de vom 9. Mai bis 6. Juni – gingen zahlreiche Vorschläge und Hinweise ein. Neben allgemeinen Hinweisen – wie z.B. mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum – wurden bereits konkrete Vorschläge eingebracht.

Spielplatz Bernauer Straße 2026

Spielplatz an der Bernauer Straße mit wenigen Angeboten

Besonders häufig ging es dabei um den Emstaler Platz, den nahegelegene Spielplatz an der Bernauer Straße mit seinem Umfeld sowie grundsätzlich um mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrende.

Für den Emstaler Platz wünschen sich die Menschen vor Ort mehr Aufenthaltsqualität und einen höheren Grünanteil. Als positives Beispiel und Vorbild für eine gelungene Spielplatzgestaltung nannten die Teilnehmenden den Waldspielplatz am Borsigdamm. Auch zusätzliche Sport- und Bewegungsgeräte im öffentlichen Raum stehen auf der Wunschliste.

Die Kreuzung Borsigdamm/Neheimer Straße sowie einige Kreuzungsbereiche in der Wohnsiedlung Waldidyll werden teilweise als Gefahrenstelle wahrgenommen; hier seien Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit nötig. Außerdem sollten die Radwege entlang der Bernauer Straße und der Neheimer Straße (Teilstück am Wasserwerk Tegel) weiter ausgebaut werden.

Radweg zum Tegeler See zwischen Maschendrahtzäunen

Der Radweg von der Neheimer Straße zum Tegeler See ist ausbaufähig

Mehrfach wurde zudem der Wunsch geäußert das Wohngebiet Tegel-Süd für den Fuß- und Radverkehr nach Norden und Süden besser anzubinden, am besten mittels einer durchgängigen Nord-Süd-Verbindung. Mögliche Routen führen nach Norden durch das Gewerbegebiet bis zu den Hallen am Borsigturm und in Richtung Süden durch den Jungfernheide Forst und über das Gelände des Berlin TXL bis nach Charlottenburg.

Am Tag der Städtebauförderung und auf dem Kiezfest wurden insgesamt ca. 75 Personen erreicht, davon ca. 10 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und ca. 25 Personen über 60 Jahre. Die vierwöchige Öffentlichkeitsbeteiligung über mein.Berlin.de verzeichnete 29 Teilnehmende. Davon beteiligten sich 27 Personen an der Umfrage zu verschiedenen Themen des ISEK. Im interaktiven Kartenmodul wurden vier Anregungen zu sogenannten „Unwohlorten“ sowie entsprechende Verbesserungsvorschläge verortet.

Die Beteiligungsergebnisse werden nun im weiteren Verlauf durch das Planungsbüro aufbereitet und für das ISEK berücksichtigt. Mit der Havelmüller-Grundschule sowie den Jugendeinrichtungen metronom und meredo sowie mit Gangway e.V. sind weitere Beteiligungsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche geplant. Im ersten Quartal 2027 wird das ISEK im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung vorgestellt.

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