Untersuchungsraum Tegel-Süd

  • Der Emstaler Platz in Tegel-Süd

    Der Emstaler Platz in Tegel-Süd

  • Siedlung Tegel-Süd mit Wohnbauten aus der Nachkriegszeit

    In der Siedlung Tegel-Süd

  • Spielfläche am Emstaler Platz mit wenigen Angeboten

    Nur wenig Angebote auf der Spielfläche am Emstaler Platz

  • Eingangsbereich der Alfred-Brehm-Grundschule in Tegel Süd

    Die Alfred-Brehm-Grundschule hat erheblichen Modernisierungsbedarf

  • Radweg zum Tegeler See zwischen Maschendrahtzäunen

    Offizieller Radweg von der Neheimer Straße zum Tegeler See

Ausgangssituation

Das Gebiet liegt im Südwesten des Bezirks Reinickendorf und umfasst die Großwohnsiedlung Tegel-Süd mit Quartieren aus den 1930 bis 1980er Jahren mit großen dazugehörigen Freiflächen sowie die nordöstlich angrenzenden Sportanlagen des Borsigparks. Im Süden der Großwohnsiedlung wirkt die Bernauer Straße als städtebauliche Barriere zur ausgedehnten Einfamilienhaussiedlung Waldidyll, in der gebietsversorgende soziale Infrastruktur angesiedelt ist. Der hohe Altersdurchschnitt im Gebiet kündigt tiefgreifende Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur an. Der soziale Status ist insgesamt niedrig. Die Infrastruktureinrichtungen und der öffentliche Raum sind in schlechtem Zustand. Durch den geplanten Wohnungsbau sowie zwei weitere geplante Unterkünfte für Geflüchtete steigt der Nutzungsdruck auf die soziale und kulturelle Infrastruktur sowie die Bildungseinrichtungen. Die wenigen öffentlichen Grünflächen sind unzureichend verknüpft. Die Verkehrsinfrastruktur ist auf den motorisierten Verkehr zugeschnitten. Es fehlen kurze und sichere Wege für Rad- und Fußverkehr. Darüber hinaus ist das Gebiet Tegel-Süd nur unzureichend auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet, bietet aber vielfältige Potenziale für Maßnahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung in den Bereichen Gebäudebestand, Wärmeversorgung und Freiflächen.

Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobag plant in den kommenden Jahren sowohl Wohnungsneubau als auch energetische Maßnahmen im Gebäudebestand und die Qualifizierung der halböffentlichen Freiräume. Die parallelen und sich ergänzenden Aktivitäten seitens der Städtebauförderung, der Gewobag sowie der weiteren Akteure im Gebiet sind gute Voraussetzung für eine umfassende, zukunftsweisende und nachhaltige Gebietsentwicklung, die mit dem ISEK angestoßen werden soll. Durch die Aktivitäten von BENN (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften) besteht bereits ein stabiles Netzwerk zur Beteiligung der Bewohnerschaft, der Gebietsakteure und der sozialen Träger am Umsetzungsprozess.

Basisdaten

Einwohner: 12.293 (31.12.2025)

Fläche: 183,9 ha

Das Untersuchungsgebiet

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Jugendfreizeiteinrichtung meredo in Tegel-Süd

Nächste Schritte

Am 18. August 2025 stellte der Senat dem Bezirk Reinickendorf eine Aufnahme des Gebiets Tegel-Süd in das Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung in Aussicht. Voraussetzung ist die Erarbeitung und Bestätigung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK). Die Entwicklung des ISEK beginnt im März 2026 und dauert voraussichtlich bis Februar 2027. Von Mai bis November 2026 sind verschiedene Beteiligungsformate für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft geplant. Im April 2027 ist der Beschluss des Bezirksamtes zum ISEK Tegel-Süd vorgesehen. Der Senat wird seinen Beschluss zur endgültigen Festlegung der neuen Fördergebiete voraussichtlich im 2. Quartal 2027 treffen.

Erste Finanzierungszusagen für Startermaßnahmen sollen schon 2027 erteilt werden.

Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

Birgit Hunkenschroer

Bezirksamt Reinickendorf

Maximilian Lorenz