Das Thema Umweltbildung ist ein wichtiger Baustein des Projekts Biodiversität im Fritz-Schloß-Park, gefördert aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung. Deshalb traf sich am 12. Juni 2026 eine Gruppe Interessierter am Eingang Turmstraße mit Projektleiter Uli Christmann vom Büro Landschaft planen + bauen, um die abgeschlossenen und die geplanten Maßnahmen aus dem 2025 fertiggestellten Konzept vor Ort kennenzulernen. Begleitet wurde der Rundgang von Verantwortlichen aus dem Stadtentwicklungsamt Mitte und von der Gebietsbeauftragten S.T.E.R.N. GmbH. Es war der zweite Rundgang zum Thema. Seit Projektbeginn 2024 sind schon deutliche Veränderungen erkennbar.
Stadtnatur als Rückzugsort
Uli Christmann begann seine Führung mit einem Plädoyer für die Stadtnatur. Im Angesicht der intensiven Agrarbelastung werde der ländliche Raum immer mehr zur sterilen Landschaft. Pestizide und Herbizide oder, in Christmanns Worten, Pflanzen- und Insektengifte, seien mittlerweile erschreckend wirkungsvoll. So könne ein Gramm eines modernen Insektizids bis zu 200 Millionen Bienen töten. In der sogenannten Krefelder Studie zum Insektensterben von 2017 wurde zwischen 1989 und 2016 ein Rückgang von 76 Prozent der Insektenbiomasse in deutschen Schutzgebieten festgestellt.