Ideen für das Lichtenberger Ostseeviertel

Beteiligung ISEK Untersuchungsraum Ostseeviertel 2026 - Einkaufszentrum RIZ

Dialogstand am Malchower See am 6. Juni

Ab 2027 können Städtebaufördermittel für die nachhaltige und attraktive Weiterentwicklung des Ostseeviertels zur Verfügung gestellt werden ― für soziale Einrichtungen, den öffentlichen Raum, Grünanlagen und Parks. Zur Vorbereitung wird zurzeit durch das Büro Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirk Lichtenberg und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet. Dazu gehört am Ende auch eine Maßnahmenliste für die nächsten 10 bis 15 Jahre.

An fünf Terminen im Mai und Juni hatten die Fachleute an wichtigen Treffpunkten im Gebiet Dialogstände aufgebaut, um mit Bewohnerinnen und Bewohnern über ihre Wünsche und Ideen ins Gespräch zu kommen. Im Mai sammelte man Vorschläge am S-Bahnhof Wartenberg und am Kinderzirkus Cabuwazi Lichtenberg, wo mittelfristig das neue urbane Zentrum entstehen soll. Im Juni waren die Stände am Barther Pfuhl, im Park am Malchower See und am Einkaufszentrum RIZ aufgebaut.

Durch die vielfältigen Orte und unterschiedliche Zeiten hatten Menschen aller Altersgruppen die Chance, ihre Wünsche loszuwerden. Auch eine Online-Beteiligung über mein.Berlin.de war möglich.

Das Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel steht am S-Bahnhof Wartenberg

Das Nachbarschaftshaus Ostseeviertel am S-Bahnhof Wartenberg

Die Vorschläge lassen sich zu vier Themenfelder zusammenfassen:

Soziale Infrastruktur

Hier wünschten sich die Beteiligten, Treffpunkte und Angebote für Jugendliche und ältere Menschen auszubauen. Das betrifft sowohl Räume als auch Treffpunkte im Freien, besonders Trendsport und altersgerechte Sportangebote wurden genannt.

Mobilität, Verkehr

Themen waren hier fehlende Radwege an der Ribnitzer und Zingster Straße, die Schulwegsicherheit auf der Ribnitzer Straße vor dem Grünen Campus, der barrierefreie Ausbau von Gehwegen und eine angemessene Beleuchtung. Gewünscht wurden überdachte Fahrradabstellplätze.

Die Grünflächen am Barther Pfuhl bieten wenig Schatten

Die Grünflächen am Barther Pfuhl bieten wenig Schatten

Öffentlicher Raum, Grünflächen

Ein häufig genannter Wunsch war die Qualifizierung der Wege und der Beleuchtung am Barther Pfuhl und am Malchower See. Brachflächen wie neben dem Mädchenklub Pia Olymp sollten nutzbar gemacht werden. Gewünscht wurden auch öffentliche Toiletten und gastronomische Angebote, wie z.B. ein Kiosk an der Wendeschleife der Straßenbahn.

Klimaanpassung und Klimaschutz

Berl und Barther Pfuhl sollten renaturiert und die Einleitung von Regenwasser verbessert werden. Vorgeschlagen wurde die Vergrößerung von Insektenwiesen und das Nachpflanzen heimischer Bäume, besonders im Straßenraum. Schattenspender fehlen auch im Wustrower Park am Spielplatz.