Das Ostseeviertel liegt im Nordwesten von Neu-Hohenschönhausen und ist Teil der Großwohnsiedlung aus den 1980er Jahren. Es umfasst neben dem wertvollen Biotop um den Malchower See auch den Bereich des geplanten neuen Urbanen Zentrums zwischen dem Linden-Center und dem S- und Regionalbahnhof Hohenschönhausen. Der Großteil des Untersuchungsraums gehörte bereits bis zum Programmjahr 2025 zur Kulisse der Nachhaltigen Erneuerung. Seit 2005 wurde hier vor allem die soziale Infrastruktur mit Schulen, Kitas, Jugendfreizeiteinrichtungen und einem Nachbarschaftshaus qualitativ verbessert. Bei den öffentlichen Gebäuden besteht jedoch nach wie vor Sanierungsbedarf. Die Wohnungen werden überwiegend von der landeseigenen HOWOGE und von gemeinwohlorientierten Genossenschaften bewirtschaftet. Die HOWOGE plant auch Wohnungsneubau.
Im Ostseeviertel leben überdurchschnittlich viele ältere, aber auch sehr viel junge Menschen, unter ihnen viele Geflüchtete. Zusätzlich zu den bestehenden Gemeinschaftsunterkünften sind weitere geplant. Die Aufgaben im Bereich Integration, bei der Verhinderung von Armut und der Herstellung gleicher Bildungschancen bedingen einen großen Bedarf an weiterer Verbesserung der sozialen Infrastruktur.
Ein wesentliches Ziel der geplanten Förderung ist die Aufwertung und der klimagerechte Umbau des öffentlichen Raums, zum Beispiel rund um die beiden Einkaufszentren Linden-Center und RIZ. Der Bereich des RIZ soll mittelfristig neu geordnet werden, um dort neben Gewerbe auch Sonderwohnformen zu ermöglichen. Die Großsiedlung ist hitzebelastet; grüne Innenhöfe und größere Grünflächen wie der Malchower Seepark sowie die Biotope rund um die kleinen Wasserflächen Berl und Barther Pfuhl bieten gute Möglichkeiten für Verbesserungen, ebenso der Wustrower Park und der restliche Grünzug entlang der S-Bahnlinie. Besonders durch Vernetzung könnten sie an Qualität als Erholungsraum und urbanes Biotop gewinnen.