Fraenkelufer, Neugestaltung des Landwehrkanal Nordufers, Städtebaulicher Denkmalschutz

11.12.2018

1. Bauabschnitt am Böcklerpark, 1. Foto
Bild: Lichtschwaermer

Umbau am Fraenkelufer:
Baubeginn 2019

Aufgrund weiterer Verzögerungen verschiebt sich der Baubeginn für die Umgestaltung am Fraenkelufer ins nächste Jahr.

Nachdem mit der beauftragten Baufirma zunächst Probleme der Verkehrsführung auf der Baustelle zu lösen waren, gab es Lieferschwierigkeiten mit dem Baumaterial, für das eine besondere Zertifizierung benötigt wird. Nach Kündigung der Baufirma durch den Bezirk müssen die Leistungen erneut ausgeschrieben werden. Ein Umsetzungsbeginn im Frühjahr 2019 wird angestrebt.

Unbeeinflusst davon bleiben die geplanten Baumaßnahmen der Berliner Wasserbetriebe (BWB) im nördlichen Bereich des Fraenkelufers (Häuserseite), die im Dezember 2018 begonnen haben.

Der konkrete, mit den BWB abzustimmende Bauablaufplan wird derzeit aktualisiert.

Für Anregungen und Fragen zum Baugeschehen nutzen Sie bitte die Kontaktadresse:

info-lwk@STERN-berlin.de

Planung

Die detaillierte Ausführungsplanung für den barrierefreien Umbau am Fraenkelufer, die 2017 erarbeitet wurde, können Sie hier als Übersichtsplan und mit einigen Detailplänen einsehen und sich herunterladen. Der Plan stellt auch die Arbeiten der BWB dar.

Fraenkelufer Ausführung-Übersicht einschl. BWB 27.10.17

PDF-Dokument (9.2 MB)

Fraenkelufer, Ausführungsplanung, Pflanzplan

PDF-Dokument (261.2 kB)

Fraenkelufer, Ausführungsplanung, Stellplätze Planufer 01

PDF-Dokument (67.0 kB)

Fraenkelufer, Ausführungsplanung, Stellplätze Planufer 02

PDF-Dokument (64.3 kB)

Fraenkelufer, 3. Auflage Faltblatt (Leporello) zur Umbauplanung

PDF-Dokument (1.0 MB) Dokument: Stadtentwicklungsamt Friedrichshain-Kreuzberg

Die Entwurfsplanung hatte nach langem und kontroversem Diskussions- und Planungsprozess im Juni 2015 zum Abschluss gebracht werden können.
Der danach für 2016 geplante Baubeginn wurde in Folge eines Bürgerbegehrens ausgesetzt. Da die nötige Mindestzahl von Ja-Stimmen nicht erreicht wurde, war der Bürgerentscheid am 27.11.2016 nicht erfolgreich. In Folge des Bürgerbegehrens gegen die Planung wurde die Planung im Jahr 2016 ausgesetzt.

Bürgerbeteiligung

Im bisherigen Planungsverfahren gab es diverse Informations- und Diskussionsveranstaltungen zur Planung, z..B. einen Workshop am Wochendende. Der Diskussionsprozess verlief auch unter den Bürger*innen häufig sehr kontrovers.

Anfang und Ende 2016 informierte das Bezirksamt an einigen Wochenenden mit einem Info-Stand an der Admiralbrücke zur bezirklichen Planung.

Infostand Bezirksamt am 17.01.2016 (Fotos)

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Baubeschreibung

Wichtiges Planungsziel beim Umbau am Fraenkelufer (2. Bauabschnitt westlich der Admiralbrücke) ist die Herstellung einer Barrierefreiheit.

Der Gehweg am Ufer weist zahlreiche Engstellen auf. Deshalb ist eine Verbreiterung geplant, um insbesondere die Nutzungskonflikte zwischen Radfahrer*innen und Fußgänger*innen zu entschärfen. Fußgänger*innen haben Vorrang, auch wenn der Weg mit dem Rad benutzt werden darf.

Die Verbreiterung wird durch zukünftiges Längsparken ermöglicht. Am Fraenkelufer und am Planufer werden neue Stellplätze geschaffen, sodass keine Stellplätze verloren gehen.
Die Grünfläche entlang des Ufers bleibt unverändert.

Der derzeitige Wegebelag ist in einem sehr schlechten Zustand und nicht für eine derart starke Nutzung ausgelegt. Stattdessen ist ein gelbliches und graues Mosaikpflaster aus Granit mit wasserdurchlässigen Fugen vorgesehen, welches bei jedem Wetter für alle nutzbar ist.
Der Schwenkbereich aufgehender PKW-Türen wird durch ein parallel zu den Stellplätzen am Fraenkelufer verlaufendes Band aus Dioritstein gekennzeichnet.

Das historische Geländer wird wie im ersten Bauabschnitt restauriert und der Verlauf zugunsten der Bestandsbäume angepasst.

Im Übergang zum Park, dem ehem. Luisenstädtischen Kanal, gelangt man künftig über die sogenannte Schneckentreppe mit integrierter Treppenanlage direkt zum Ufer. Die Schneckentreppe wird in diesem Zusammenhang saniert. Eine barrierefreie Rampe ergänzt die Erschließung. Zur Unterbindung von Gefahrensituationen wird der Weg im Bereich des ehem. Luisenstädtischen Kanals, welcher nun die künftige Rampe kreuzen würde, mit Sträuchern bepflanzt.
Eine großzügige Sitzstufe aus Granit an der Uferkante schafft Aufenthaltsmöglichkeiten mit Blick auf den Urbanhafen.
In diesem Bereich ist eine wassergebundene Decke wie im ersten Bauabschnitt am Böcklerpark vorgesehen und kennzeichnet den Übergang in den ehem. Luisenstädtischen Kanal.

Die insbesondere von Menschen mit eingeschränkter Mobilität gewünschten Sitzelemente werden in unterschiedlichen Ausführungen der „Berliner Bank“ realisiert. Die Dichte an Sitzelementen wird in Richtung des ehem. Luisenstädtischen Kanals erhöht, um in den übrigen Bereichen die Anwohner*innen vor Lärm zu schützen.
Ergänzend sind Abfallbehälter, Fahrradbügel und Poller vorgesehen.

Abgerundet wird die Planung durch die Pflanzung neuer Strauchflächen und Rosen. Die Sträucher erzeugen unterschiedliche Blühaspekte und werden in Gruppen oder als Solitäre gepflanzt.

Radfahrer und Fußgänger im Bereich des ehem. Luisenstädtischen Kanals

Ergänzend zu den Bauarbeiten am Fraenkelufer und dem schon abgeschlossenen Umbau am Böcklerpark plant das Bezirksamt die Radwegeführung im Bereich des ehemaligen Luisenstädtischen Kanals zu verbessern. Ziel ist es eine gute Verbindung zwischen den zwei beiden Bauabschnitten am Landwehrkanal-Nordufer zu schaffen.
Dafür soll eine Konzeption und Planung erarbeitet werden, die sich behutsam in den Bestand einfügt, nur geringe Eingriffe fordert, dem bestehenden Wegeverlauf so weit möglich folgt und wesentliche Gestaltungselemente der bestehenden Planung aus den 1980er Jahre aufgreift (Gartendenkmal).

Darüber hinaus wird eine Instandsetzung des Fußweges am Ufer des Landwehrkanals angestrebt. Die Fußgänger sollen auch davon profitieren, dass die Radfahrer den besseren eigenen Weg bekommen und dadurch das Ufer an dieser Stelle beruhigt wird.

Eine Beteiligungsmöglichkeit für die Öffentlichkeit zu dieser Planung wird es voraussichtlich Anfang 2019 geben. Nähere Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Umsetzung dieser Baumaßnahmen wird für 2019 angestrebt.
Die Finanzierung erfolgt nicht aus Mitteln des Städtebaulichen Denkmalschutzes.

2. Bauabschnitt am Fraenkelufer - Perspektiven nach einem Umbau (Planung)

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2. Bauabschnitt am Fraenkelufer - Zustand vor einem Umbau

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Umgestaltung am Böcklerpark fertiggestellt (1. Bauabschnitt)

Die Maßnahmen im ersten Bauabschnitt zwischen der Baerwaldbrücke und dem Luisenstädtischen Kanal umfassten die Verschmälerung der vorhandenen Promenade und die Schaffung eines zusätzlichen Weges am Ufer. Damit ist der schon langjährig genutzte Trampelpfad am Ufer nun für alle Fußgänger*innen nutzbar. Zwischen den beiden Wegen entstand eine Aufenthalts- und Erholungsfläche. Die vorhandenen Pflanzflächen wurden – wo nötig – ausgelichtet und mit blühenden Sträuchern ergänzt. Die Bäume am Landwehrkanal (Weiden) befanden sich zum Teil in einem sehr schlechten Zustand, weshalb einige gefällt werden mussten und im Zuge der Planung ersetzt wurden.

Eine großzügige Treppenanlage mit angrenzenden Sitzpodesten bildet den westlichen Abschluss der Uferpromenade. Das historische Geländer wurde saniert und an die Uferkante gesetzt. Entlang der Wege wurden neue Bänke aufgestellt, um ausreichend Sitzmöglichkeiten zu schaffen und die Nutzungsqualitäten zu erhöhen.
Baubeginn war im Februar 2016, letzte Arbeiten wurden bis November 2016 durchgeführt.

1. Bauabschnitt am Böcklerpark (Fotos nach und vor dem Umbau)

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3. Bauabschnitt – Fraenkelufer Admiralbrücke bis Kottbusser-Brücke

Der dritte Bauabschnitt ist analog zum zweiten Abschnitt angedacht. Auch hier sind eine Minderung der Nutzungskonflikte und die Herstellung der Barrierefreiheit vorgesehen. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Gestaltung der Flächen vor der alten Synagoge sein.

In Folge der neuen Überlegungen zu einem Wiederaufbau der zerstörten Synagoge am Fraenkelufer ist noch nicht absehbar, wann mit der Bürgerbeteiligung und der Planung für den 3. Bauabschnitt begonnen wird.

Finanzierung, Städtebaulicher Denkmalschutz

Der Landwehrkanal befindet sich im Abschnitt zwischen Baerwaldbrücke und Kottbusser Brücke im Fördergebiet Urbanstraße, Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz.

Die geplanten Baumaßnahmen werden weitgehend aus Fördermitteln im Programm Städtebaulicher Denkmalschutz finanziert.
Link zum Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz