Medic Quadriga 2026: Berliner Senatsgesundheitsverwaltung nimmt als ziviler Partner teil
Pressemitteilung vom 03.03.2026
Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege nimmt gemeinsam mit vier Berliner Krankenhäusern – der Charité – Universitätsmedizin Berlin Campus Benjamin Franklin, dem Unfallkrankenhaus Berlin, dem Vivantes Klinikum Neukölln sowie dem Bundeswehrkrankenhaus – an den Kernübungstagen der „Medic Quadriga 2026“ vom 4. bis zum 7. März am Flughafen Berlin Brandenburg teil.
Im Rahmen dieser Übung testet der Sanitätsdienst der Bundeswehr gemeinsam mit militärischen und zivilen Partnern erstmalig die Rettungskette und Versorgung verwundeter Soldatinnen und Soldaten im Falle eines Nato-Bündnisfalls – angefangen vom Verwundetentransport im Einsatzgebiet bis zur Verlegung in deutsche Krankenhäuser.
Hauptaufgaben der Berliner Senatsgesundheitsverwaltung während der „Medic Quadriga“ sind- die Einberufung ihres Krisenstabes zur Koordinierung der Maßnahmen, Abbildung eines vollumfänglichen Lagebildes sowie zur Kommunikation mit den Beteiligten im Rahmen der strategischen Patientenverlegung
- und der Aufbau, die Koordination und Mitwirkung bei der strategischen Patientenverteilung unter Berücksichtigung der (Kriegs-)Verletzungsmuster verwundeter Patientinnen und Patienten und der zur Verfügung stehenden spezifischen Ressourcen und Kapazitäten der Berliner Krankenhäuser.
Der Schwerpunkt des Übungsanteils für die Senatsgesundheitsverwaltung liegt bei der Vorbereitung und Koordination der Patientenverlegung, damit diese die stationäre medizinische Versorgung in den Krankenhäusern im Regelbetrieb möglichst nicht beeinträchtigt. Die Übung wird keinen Einfluss auf die notfallmedizinische stationäre Regelversorgung in Berlin haben. Die beteiligten Krankenhäuser wurden rechtzeitig informiert und eingebunden.
Dazu Berlins Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra: „Unsere Teilnahme an der Medic Quadriga ist ein weiterer Meilenstein in der systematischen Vorbereitung auf Not- und Krisenlagen. Dazu zählen auch hybride Krisen oder mögliche militärische Lagen. Die veränderte Gefährdungslage zwingt uns dazu, die zivile Verteidigung noch stärker in den Blick zu nehmen. Verschiedene Szenarien zeigen, dass Berlins Krankenhäuser hier eine Schlüsselrolle übernehmen werden. Deshalb hat Berlin bereits 2025 als erstes Bundesland einen Rahmenplan Zivile Verteidigung Krankenhäuser vorgelegt. Unser Ziel ist es, auch in langanhaltenden Krisen die stationäre und notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung zuverlässig sicherzustellen. Die Teilnahme an der Medic Quadriga dient der weiteren Professionalisierung und Stärkung der Resilienz des Gesundheitssystems. Ich möchte an dieser Stelle deutlich sagen: Krisen- und Notfallvorsorge ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb begrüße ich die Ankündigung des Bundes, ein Gesundheitssicherstellungsgesetz vorzulegen. Wir müssen auf allen Ebenen die richtigen Weichen stellen.“
Weiterführende Informationen:
Mit dem „Rahmenplan Zivile Verteidigung Krankenhäuser“ hat Berlins Senatsgesundheitsverwaltung klare Handlungsfelder definiert: Schutz vor IT-Ausfällen und Cyberangriffen, Sicherung von Energie- und Notstromversorgung, Bevorratung von Arzneimitteln und Sanitätsmaterial, stabile Lieferketten, Vermeidung von Mehrfachverplanung von Personal im Bevölkerungsschutz, strukturierte Patientensteuerung und strategische Verlegung, der Übergang vom Regel- in den Ereignisbetrieb sowie regelmäßige Katastrophen- und Zivilschutzübungen. Berlin knüpft damit an eine lange Tradition an. Bereits seit den 1980er-Jahren bereitet das Land Berlin seine Kliniken systematisch auf außergewöhnliche Gefahrenlagen vor. Seit dem vergangenen Jahr geschieht dies auch im Rahmen gezielter Zivilschutzübungen zur strategischen Patientenverlegung.
Weitere Informationen zur Medic Quadriga finden Sie hier: www.bundeswehr.de
Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege
- Tel.: (030) 9028-0
- Fax: (030) 9028-3102