Zwei Leibniz-Preise gehen an Berliner Universitäten - Wissenschaftssenatorin Dr. Czyborra gratuliert Prof. Barbara Vetter und Prof. Klaus-Robert Müller
Pressemitteilung vom 11.12.2025
Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute bekanntgegeben hat, gehen wie im vergangenen Jahr auch im Jahr 2026 zwei der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preise an Berliner Forschende. Der Leibniz-Preis ist mit 2,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von sieben Jahren dotiert und gilt als der renommierteste deutsche Wissenschaftspreis.
Das sind die Berliner Preisträger:innen:
- Prof. Dr. Barbara Vetter (Freie Universität Berlin) erhält den Preis für ihre bahnbrechenden, weltweit anerkannten Arbeiten auf dem Gebiet der Theorie der Modalität. Die Professorin für theoretische Philosophie hat das etablierte Modell einer Pluralität möglicher Welten in vielen Aufsätzen nicht nur einer grundsätzlichen Kritik unterzogen, sondern mit einer selbst ausgearbeiteten theoretischen Alternative konfrontiert und dabei den fachlichen Diskurs maßgeblich verändert. Prof. Vetter schloss ihre Promotion an der University of Oxford und ist seit 2017 Professorin an der FU Berlin. Sie ist Co-Sprecherin der DFG-Kollegforschungsgruppe „Human Abilities“ und engagiert sich in den Leitungsgremien nationaler und internationaler Wissenschaftseinrichtungen. Ebenso engagiert sie sich sichtbar und erfolgreich gegen die Unterrepräsentation der Frauen in der Philosophie und für Philosoph:innen mit nicht-akademischem familiären Hintergrund in der Initiative „Philosophie in erster Generation”.
Vetter wurde unter anderem in Oxford mit dem „Hanfling Scholar of the Faculty of Philosophy“ sowie mit dem Wolfgang Stegmüller-Preis der Gesellschaft für Analytische Philosophie ausgezeichnet.
- Prof. Dr. Klaus-Robert Müller (Technische Universität Berlin) erhält den Preis für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens und deren interdisziplinärer Anwendung insbesondere in den Naturwissenschaften. Prof. Müller, der 1989 das Diplom in mathematischer Physik und 1992 den Doktortitel in theoretischer Informatik an der Universität Karlsruhe erhielt und seit 2006 Professor an der TU Berlin ist, verbindet in seiner Forschung in außergewöhnlicher Weise formales mathematisches Denken mit einem stark anwendungsorientierten Vorgehen. Aktuell leitet er als einer der beiden Direktoren das Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data (BIFOLD).
Müller wurde unter anderem bereits mit dem Berliner Wissenschaftspreis, dem Vodafone Innovationspreis, dem Hector Wissenschaftspreis sowie dem Feynman Prize in Nanotechnology ausgezeichnet.
Dazu die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege Dr. Ina Czyborra: „Ich freue mich sehr über diese wunderbare Nachricht und gratuliere Professorin Barbara Vetter und Professor Klaus-Robert Müller ganz herzlich zu diesem besonderen Erfolg. Die beiden Auszeichnungen aus so unterschiedlichen Bereichen unterstreichen die enorme Bandbreite unseres Forschungsstandortes und zugleich dessen außergewöhnlich hohes Niveau. Frau Vetter und Herr Müller leisten Herausragendes auf ihren jeweiligen Gebieten und für den Standort Berlin – und genießen international große Anerkennung. Dass gleich zwei der zehn Leibniz-Preise im Jahr 2026 an die Freie Universität und die Technische Universität gehen, ist ein klares Signal für die Forschungsstärke der Berliner Universitäten und des Exzellenzverbunds Berlin University Alliance.“
Der jeweils mit 2,5 Millionen Euro dotierte Förderpreis im Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm ist der wichtigste Forschungspreis der Bundesrepublik Deutschland und wird jährlich an exzellent ausgewiesene Forschende vergeben, die in Deutschland arbeiten. Er wird vom Senat der DFG auf Vorschlag einer hochkarätig besetzten Auswahlkommission nach wissenschaftlichen Kriterien vergeben und ist eine Auszeichnung mit hoher internationaler Strahlkraft.
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