Senatorin Czyborra zu ihrer USA-Reise: „Wir vernetzen den Berliner Wissenschaftsstandort international und stärken so Sichtbarkeit und Kooperation“

Pressemitteilung vom 04.09.2025

Auf ihrer USA-Reise nach Boston und New York (28.08. bis 03.09.25) hat die Berliner Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen und Gespräche für den Wissenschaftsstandort Berlin geworben, Kooperationen auf- bzw. ausgebaut – und angekündigt, dass es internationalen Spitzenwissenschaftlerinnen und Spitzenwissenschaftlern künftig einfacher gemacht werden soll, zum Forschen nach Berlin zu kommen.

Ein Höhepunkt der Reise war die Teilnahme an der Jahrestagung des German Academic International Network (GAIN) in Boston, bei der sich in Nordamerika tätige Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Wissenschaftslandschaft, Politik und Wirtschaft über Karrieremöglichkeiten in Deutschland austauschten. Aus Berlin waren neben Dr. Ina Czyborra unter anderem auch die Berlin University Alliance, das Berlin Institute of Health, die Einstein Stiftung Berlin und Berlin Partner vor Ort.

Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra: „In vielen meiner Gespräche, auch hier in den USA, wird immer wieder deutlich: Der Wissenschaftsstandort Berlin genießt international einen hervorragenden Ruf. Das was unseren Standort ausmacht – die offene Forschungsatmosphäre, die vielfältigen Kooperationen zwischen verschiedenen Institutionen und die hohe inhaltliche Bandbreite – wird von vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sehr geschätzt. Um den Standort noch sichtbarer und attraktiver zu machen, bauen wir unter anderem unsere internationalen Kooperationen weiter aus. Die neu geschlossene strategische Partnerschaft zwischen der Berliner Startup-Factory UNITE mit der Start2 Group ist ein gutes Beispiel dafür und ein wertvoller Hebel zur Gewinnung von internationalen Talenten aus der Wissenschaft. Darüber hinaus investiert Berlin gezielt in den wissenschaftlichen Nachwuchs – und passt die bewährten Förderinstrumente der Einstein Stiftung Berlin neu an, damit internationale Spitzenwissenschaftlerinnen und Spitzenwissenschaftler noch schneller und einfacher zum Forschen nach Berlin kommen können.“

Gerade in einer Zeit, in der vielerorts Wissenschaftseinrichtungen und offene Diskurse zunehmend unter Druck geraten, setzt sich das Land Berlin verstärkt für die Wissenschaftsfreiheit ein und bietet gleichzeitig exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt die Möglichkeit, den Wissenschaftsstandort Berlin zu stärken. Berlin setzt so ein weiteres, eindeutiges Zeichen der Solidarität und internationaler Kooperation in Wissenschaft, Forschung und Innovation. Dazu hat der Berliner Senat vier Millionen Euro zusätzlich eingeplant und im Haushaltsentwurf 2026/27 verankert. Die Förderung exzellenter Forschender, sowohl PostDocs als auch Professuren, wird vor allem über die bewährten Instrumente der Einstein Stiftung Berlin gewährleistet, die derzeit auf die besonderen Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt werden. Grundsätzlich sollen die neuen Anpassungen eine Beschleunigung und Flexibilisierung der Verfahren und Module bewirken, damit auf kurzfristig entstehende Möglichkeitsfenster sowohl von interessierten Forschenden, als auch auf Seiten der Berliner Forschungsszene schnell reagiert werden kann. Zusätzlich ist geplant, die Kombination der landeseigenen Förderinstrumente mit denen des Bundes oder wissenschaftlicher Stiftungen zu erleichtern, um so flexible Finanzierungsmodelle mit weniger bürokratischem Aufwand zu ermöglichen.

Darüber hinaus will UNITE Global – nach der erfolgreichen Bewerbung als Startup Factory – die Hauptstadtregion gezielt als internationales Drehkreuz für unternehmerische Talente, Teams und Startups ausbauen. Dafür geht UNITE eine strategische Partnerschaft mit der Start2 Group ein – einem weltweit tätigen Unternehmen, das Gründerinnen und Gründer in allen Skalierungsphasen begleitet. UNITE und Start2 bauen dafür gemeinsam ein International Business Development Team auf. Beim Besuch der Senatorin in New York wurden dabei explizit auch Möglichkeiten der Gewinnung von internationalen Teams und Talenten aus der Wissenschaft adressiert, beispielsweise in Hightech -Bereichen, wie der Künstlichen Intelligenz (KI). Mit dem Künstliche Intelligenz Entrepreneurship Zentrum (K.I.E.Z.) kofinanziert die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege bereits den größten KI-Innovationsbeschleuniger für wissenschaftsbasierte Startups in Deutschland.

Auswahl weiterer Termine der USA-Reise:

  • Gespräch mit Dr. Chandra Ramanathan, Board Member bei Nucleate, in Boston. Nucleate ist eine weltweit aktive, studentisch gegründete Non-Profit-Organisation, die junge Gründerinnen und Gründer im Bereich Biotech unterstützt. Auch in Berlin gibt es ein Chapter, verankert am Berlin Institute of Health/ Charité.
  • Austausch mit Prof. Anna Greka (Core Institute Member) vom Broad Institute in Boston, einem der weltweit führenden Forschungszentren für Genomforschung und Biomedizin.
  • Gespräch mit Gründer und Ecosystem-Builder Johannes Frühauf beim Besuch des Biotech-Inkubators LabCentral in Cambridge, Massachusetts.
  • Gespräch mit der New York City Development Corporation, die Innovationen in Verwaltung, Stadtentwicklung und Wirtschaft in engem Austausch mit Forschung und Wissenschaft vorantreibt.
  • Besuch der GAIN-Tagung in Boston, Teilnahme an der Podiumsdiskussion im Rahmen des GAIN-Workshops „Profilbildung und Karriereplanung“.
  • Besuch der Talent Fair, einer Messe im Rahmen der GAIN, auf der sich rund 100 Einrichtungen präsentieren, u.a. die Berlin University Alliance, das Berlin Institute of Health, die Einstein Stiftung Berlin oder Berlin Partner.
  • Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der New York University, die bereits Kooperationen mit der Freien Universität Berlin oder der Humboldt-Universität zu Berlin hat.
  • Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Columbia University in New York, die seit vielen Jahren mit diversen Berliner Forschungseinrichtungen zusammenarbeitet.
  • Podiumsdiskussion im Goethe-Institut in New York zum Thema „Make Germany a Part of It! Career Goals Without Losing Your Mind: The Importance of Mental Health – Personal and Professional Perspectives“.

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