Drei Berliner Hochschulen werden für innovative Lehrprojekte mit 18 Millionen Euro gefördert

Pressemitteilung vom 29.04.2025

Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre hat im Rahmen der neuen Ausschreibung „Lehrarchitektur“ 80 Anträge, die neuartige Lehrstrukturen an 119 Hochschulen umsetzen, zur Förderung ausgewählt. In dem bundesweiten Wettbewerb haben sich drei Berliner Hochschulen mit vier zukunftsweisenden Projekten für die strukturelle Weiterentwicklung ihrer Lehre durchgesetzt. Gefördert werden zum einen die beiden Einzelanträge der Freien Universität Berlin und der Universität der Künste Berlin. Zum anderen waren die Universität der Künste Berlin und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin jeweils im Verbundvorhaben mit Universitäten aus anderen Bundesländern erfolgreich. Die Fördersumme beträgt insgesamt rund 18 Millionen Euro.

Die Ausschreibung „Lehrarchitektur“ zielt auf die Etablierung einer sehr guten wissenschaftlichen Praxis des Lehrens und Lernens in der Breite. Dafür sollen die Hochschulen Ziele, Strukturen und Effekte ihrer Lehre kritisch reflektieren, bestehende Möglichkeiten in der regulativen und administrativen Rahmung ambitioniert nutzen und innovative Strukturen implementieren.

Die erfolgreichen Berliner Projekte im Einzelnen:

  • Freie Universität: Flexibel und berufsintegriert Lehramt studieren – Das Projekt unterstützt den professionellen Kompetenzerwerb insbesondere von Lehramtsstudierenden, die bereits parallel an Schulen arbeiten.
  • Universität der Künste: Interdisciplinary Navigation as Educational Reform – Das Projekt fokussiert über den interdisziplinären Dialog den Austausch zu Lehrangeboten und fördert die Entwicklung innovativer Lehrformate im Wahlbereich der Masterstudiengänge.
  • Universität der Künste: Multisensory in Dialogue and Artistic Practice (im Verbund mit Folkwang Universität der Künste) – Das Projekt verbindet praxisorientierte, multisensorische Lehrformate mit wissenschaftlicher Reflexion um zu untersuchen, wie künstlerische Prozesse digital gestaltet werden müssen, um innovatives und empathisches Denken sowie reflexives Handeln zu fördern.
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft (im Verbund mit Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden, Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt, Universität der Bundeswehr München, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Hochschule für Technik und Gesundheit): Deutsches Zentrum für digitale Aufgaben – Ziel des Projekts ist es, ein Deutsches Zentrum für digitale Aufgaben in der Hochschullehre (DZdA) zu etablieren, das allen Hochschulen den Zugang zu qualitätsgeprüften, mehrsprachigen digitalen Aufgaben der besten verfügbaren Technologie insbesondere in den MINT-Fächern ermöglicht.

Dazu Berlins Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra: „Ich gratuliere unseren Hochschulen zu dem großen Erfolg. Ich freue mich sehr, dass drei Berliner Hochschulen mit zukunftsweisenden Ideen für die Lehre von Morgen erfolgreich waren. Berlin ist auch in Sachen Studium und Lehre ein Innovationsstandort. Hierbei haben nicht zuletzt bestehende Landesprogramme wie die Qualitäts- und Innovationsoffensive wichtige Weichen gestellt, an die die Förderung der ‚Lehrarchitektur‘ hervorragend anschließt. Ich wünsche den Berliner Projekten gutes Gelingen bei der Umsetzung ihrer Vorhaben.“

Unter allen 227 eingereichten Anträgen mit 351 Projekten (Einzel- sowie Teilanträge einzelner Hochschulen in Verbünden) wurden von einem Auswahlgremium in einem wettbewerblichen, wissenschaftsgeleiteten Verfahren insgesamt 80 Anträge zur Förderung ausgewählt, davon 68 Einzel- und 12 Verbundanträge, die 119 Projekte umfassen. Das gesamte Fördervolumen für die ausgewählten Projekte beträgt rund 480 Millionen Euro. Start der Förderung ist der 1. Oktober 2025. Die Laufzeit der Projekte beträgt maximal sechs Jahre.

Mit dem Programm „Innovation in der Hochschullehre“ stärken Bund und Länder gemeinsam die qualitativ hochwertige und international wettbewerbsfähige Lehre an deutschen Hochschulen.

Weitere Informationen unter: stiftung-hochschullehre.de