Deutschdidaktikerin der Humboldt-Universität erhält renommierten Communicator-Preis - Wissenschaftssenatorin gratuliert Prof. Dr. Petra Anders

Pressemitteilung vom 17.04.2025

Petra Anders´ innovative und multimedialen Vermittlungsformate begeistern Berliner Schulkinder, Lehramtsstudierende sowie Bürgerinnen und Bürger schon seit vielen Jahren. Damit hat Prof. Dr. Petra Anders, Professorin für Deutschdidaktik an der Humboldt-Universität zu Berlin, die Jury des Communicator-Preises unter dem Vorsitz von DFG-Vizepräsident Prof. Johannes Grave überzeugt, die ihr den renommierten Preis verliehen hat.

Die Jury lobte die Kreativität der Professorin bei der Entwicklung neuer Lehr-, Lern- und Austauschformate ebenso wie ihre wissenschaftliche Exzellenz. Anders habe beispielsweise aus dem linguistischen Konzept der Multimodalität Methoden für inklusiven Deutschunterricht entwickelt, die auf der Idee des Poetry Slam aufbauen.

Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra: „Ich gratuliere Frau Professorin Anders zu dieser wohlverdienten Auszeichnung. Mich beeindruckt besonders, dass sie aus ihrer Forschung praxisnahe Anwendungen entwickelt und erprobt. Dabei stellt sie sich nicht selbst in den Mittelpunkt, sondern öffnet Räume, in denen Schülerinnen und Schüler, Lehramtsstudierende, Lehrende, aber auch Künstlerinnen und Künstler zu Wort kommen. Auch für die Berliner Lehrkräftebildung macht sie sich in besonderer Weise verdient und gibt Lehramtsstudierenden beispielsweise im Rahmen des Poetry Slams zum Praxissemester die Möglichkeit, ihre Praxiserfahrungen lyrisch zu verarbeiten und einem breiten Publikum zu präsentieren. Petra Anders geht mit ihren Projekten aus dem Hörsaal in den Kiez und weckt dort Begeisterung für Forschung, Sprache sowie Literatur und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das ist genau die transdisziplinäre, innovative und inklusive Zusammenarbeit, die den Forschungsstandort Berlin so besonders macht.“

Der mit 50.000 Euro dotierte Communicator-Preis wird seit dem Jahr 2000 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Stifterverband verliehen und gilt als der wichtigste Preis seiner Art in Deutschland. Ausgezeichnet werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in ihrer Wissenschaftskommunikation besonders kreativ sind, innovative, auch mutige Wege gehen und ihre Zielgruppen auf geeignete und wirksame Weise ansprechen. Sie sollen zudem die gesellschaftliche Dimension ihrer Forschung erkennen und ihr Wissen in öffentliche Debatten, Meinungsbildungsprozesse und Entscheidungen einbringen. Die Jury wählte die diesjährige Preisträgerin in einem mehrstufigen Auswahlprozess aus 49 Bewerbungen und Vorschlägen aus. Die Preisvergabe am 30. Juni 2025 erfolgt durch DFG-Präsidentin Prof. Katja Becker und Dr. Volker Meyer-Guckel, Generalsekretär des Stifterverbandes.