Berliner Impfbeirat ruft zu HPV-Impfungen auf

Pressemitteilung vom 04.03.2025

Anlässlich des heutigen Internationalen HPV Awareness Day weist der Berliner Impfbeirat auf die Bedeutung eines vollständigen Impfschutzes gegen Humane Papillomviren (HPV) für Kinder und Jugendliche hin und ruft dazu auf, eine HPV-Impfung rechtzeitig durchführen zu lassen. Die verfügbaren Impfstoffe bieten einen guten Schutz vor HPV-bedingten Tumorerkrankungen. Wichtig ist jedoch, dass die Impfungen bei den betroffenen Personengruppen in jungen Jahren erfolgen.

Bei einer hohen Impfbeteiligung ist ein weitgehendes Verschwinden dieser Krebserkrankungen im Erwachsenenalter möglich. Daher hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits 2020 das Zurückdrängen von durch HPV verursachte Erkrankungen zu einem öffentlichen Gesundheitsziel erklärt. Bis zum Jahr 2030 sollen mehr als 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen vor ihrem 15. Geburtstag gegen HPV geimpft sein. Bisher liegen Deutschland und auch Berlin unter dieser Zielmarke: Bundesweit hatten 2023 rund 55 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 24 Prozent der Jungen eine vollständige Impfung gegen HPV. Die Impfteilnahme in Berlin ist nur geringfügig höher.

Vor diesem Hintergrund appelliert der Berliner Impfbeirat an die Eltern von Kindern und Jugendlichen sowie Jugendliche, eine Impfung rechtzeitig durchführen zu lassen – das heißt im Alter zwischen 9 und bis 14 Jahren. Der Appell geht auch an die in Gesundheitsberufen Beschäftigten, Kindern und Jugendlichen die HPV-Impfung möglichst früh nach dem 9. Geburtstag niedrigschwellig anzubieten. Ausstehende Impfungen sollten baldmöglichst nachgeholt werden.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die mehrmalige Standard-Impfung gegen HPV für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Spätestens bis zum Alter von 17 Jahren sollen versäumte HPV-Impfungen nachgeholt werden. Auch Personen ≥ 18 Jahre ohne bisherige HPV-Impfung sollen sich gegen HPV impfen lassen, jedoch ist die Wirksamkeit der Impfung geringer als bei Jüngeren.

Zur HPV-Impfung hat der Berliner Impfbeirat eine Information herausgegeben.

Informationen zum Berliner Impfbeirat:

Im Impfbeirat der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege (SenWGP) sind Behörden, Institutionen und Verbände vertreten, die im Land Berlin mit dem Impfen befasst sind. Der Beirat orientiert sich an den nationalen Empfehlungen zum Impfen und priorisiert Handlungsfelder für Berlin. Dazu werden Impfdaten analysiert und Maßnahmen geplant, die der Steigerung der Impfquoten in Berlin dienen.