Staatssekretärin Haußdörfer würdigt Berliner Kinderhospizarbeit und ruft zur Unterstützung auf

Pressemitteilung vom 11.02.2025

Anlässlich der gestrigen zentralen Berliner Fachveranstaltung zum deutschlandweiten Tag der Kinderhospizarbeit bedankte sich Berlins Gesundheits- und Pflegestaatssekretärin Ellen Haußdörfer bei allen in der Kinderhospizarbeit aktiven und finanziell unterstützenden Berlinerinnen und Berlinern. Kinderhospizarbeit begleitet die Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind vom Tag der Diagnosestellung an. Sie unterstützt die Betroffenen dabei, besser mit der anhaltenden, aus der Krankheit erwachsenden Belastung umzugehen. Es geht darum, den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in dieser schwierigen Situation ein würdevolles, erfülltes und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Ellen Haußdörfer: „Krankheit, Sterben und Tod junger Menschen sind ein sehr ernstes Thema, in der zwischenmenschliches Zusammensein extrem wichtig ist, in der Kommunikation aber auch an ihre Grenzen stößt. Umso mehr nutze ich anlässlich des Tages der Kinderhospizarbeit die Chance zur Würdigung der betroffenen Angehörigen für ihre außerordentliche Betreuungsleistung und zum Dank an alle beruflich und ehrenamtlich Unterstützenden. Sie leisten eine gesellschaftlich extrem wertvolle und wichtige Arbeit. Gleichzeitig appelliere ich an alle Berlinerinnen und Berliner, die Kinderhospizarbeit zu unterstützen; sei es durch ehrenamtliches Engagement oder auch durch Spenden.“

In Deutschland leben ca. 50.000 Kinder und Jugendliche mit einer lebensverkürzenden Erkrankung, in Berlin sind es mehr als 1.700. Insgesamt acht Kinder-, Jugend- und Familienhospizdienste mit 19 hauptamtlich Koordinierenden und rund 400 ehrenamtlichen Begleitenden sind in Berlin tätig. Dazu kommen noch mit dem „Sonnenhof“ und dem „Berliner Herz“ zwei stationäre bzw. teilstationäre Hospize mit insgesamt 20 Plätzen.

Die Akteure der Berliner Kinderhospizarbeit und anderer an der Versorgung der lebensverkürzend erkrankter jungen Menschen Beteiligten setzen sich mit den Handlungsbedarfen für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Berliner Kinder- und Jugendhospizarbeit auseinander. Die Maßnahmen liegen in der Struktur- und Qualitätsentwicklun sowie in der Netzwerk-, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Die vom Land geförderte Fachstelle „HospizKind Berlin“ koordiniert die Umsetzung der verschiedensten Maßnahmen mit allen beteiligten Akteuren.

Eines der jüngsten Beispiele ist der aus Landesmitteln finanzierte, rechtzeitig zum Tag der Kinderhospizarbeit 2025 fertiggestellte Erklärfilm zur Berliner Kinder- und Jugendhospiz- und palliativarbeit. Er ist auf der Internetseite des Hospiz- und PalliativVerbandes Berlin abrufbar und kann für Zwecke der Aufklärung, Information und Bildung eingesetzt werden. Der Film macht deutlich, dass lebensverkürzend erkrankte Kinder meist über Jahre mit der Prognose, das Erwachsenenalter nicht zu erreichen, leben und wie wertvoll bei diesem extrem schwierigen Prozess der Bewältigung dieser Lebenssituation die Unterstützung durch Kinderhospizarbeit sowohl für die Kinder als auch für deren Eltern und Geschwistern sein kann.

Weitere Infos:
Berliner Wegweiser “Wenn Heilung nicht mehr möglich ist…”