Wasser marsch am historischen Brunnen!

Drei Personen drücken auf einen roten Knopf im Rosengarten

Die Bezirksstadträtinnen Dr. Saskia Ellenbeck und Eva Majewski Sparacino sowie Hendrik Hübscher drücken zum Tag der Städtebauförderung den Startknopf.

Am Tag der Städtebauförderung wurde der Rosengarten im Franckepark unweit vom Rathaus Tempelhof wiedereröffnet

Nur knapp eineinhalb Jahre lagen zwischen dem Spatenstich im September 2024 und der feierlichen Wieder-Eröffnung des Rosengartens im Franckepark. Die Gebietsbeauftragte Silke Wiesenhüter von der Planergemeinschaft ließ die ca. 100 Gäste gemeinsam von fünf runterzählen. Bei Null angekommen, betätigten die beiden Bezirksstadträtinnen von Tempelhof-Schöneberg, Dr. Saskia Ellenbeck und Eva Majewski Sparacino, gemeinsam mit Hendrik Hübscher von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen den knallroten Buzzer. Der gab das Startsignal für den oktogonalen historischen Brunnen hinter ihnen. Wie lange dieser nicht mehr in Betrieb war, daran konnte sich selbst aus der Nachbarschaft niemand mehr genau entsinnen. Doch nun sprudelt die Fontäne wieder. Diese wird elektronisch mit einer Zeitschaltuhr gesteuerten, schafft einen kühlenden Raum und wurde am 9. Mai sofort von den anwesenden Kindern in einen temporären Wasserspielplatz umfunktioniert.

Eine Geschichtstafel im Franckepark

Eine Tafel informiert über die Geschichte des Schmuckplatzes.

Warum man den Brunnen nicht einfach so „aufdrehen“ konnte, machte die zuständige Bezirksstadträtin und Leiterin der Abteilung für Ordnung, Straßen, Grünflächen, Umwelt und Naturschutz, Dr. Saskia Ellenbeck, in ihrer Ansprache deutlich. Für diese Fontäne mussten etliche, komplexe Einbauten (Stromversorgungen, Brunnenstube, Wasserleitungen) eingerichtet werden. Die Liste der an der Umgestaltung des Rosengartens Beteiligten wuchs stetig. Saskia Ellenbeck nahm sich die Zeit und widmete allen ein persönliches Dankeschön, insbesondere dem bezirklichen Bauleiter Alessandro Drescher und der Landschaftsarchitektin Anke Werner. Die Gäste aus der Nachbarschaft bedankten sich mit Beifall und staunten über die Zahlen, die die Stadträtin aufzählte: Für die gesamte Anlage, einschließlich des ehemaligen Kaffeegartens, seien tausende Pflanzen und Bodendecker, etliche Obstbäume und hunderte klimaresiliente Stauden gepflanzt worden. Überhaupt das Klima: Dass im Rosengarten nun weniger Rosen wachsen, habe mit dem üppigen Baumbestand und dem stetigen Wasserbedarf dieser Edelpflanze zu tun. Stattdessen habe die Landschaftsarchitektin einen artenreichen und vielfältigen Blühteppich konzipiert. Noch sind die Pflanzen klein, aber im nächsten Jahr werde man das Ergebnis bewundern können.

Kinderbrunnen und Kleinplanschbecken

Kleine Kinder aus der Nachbarschaft nehmen den Brunnen sofort in Beschlag

Der hohe Aufwand sei es wert gewesen, ergänzte ihre Kollegin Eva Majewski Sparacino, Bezirksstadträtin und Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung und Facility Management. Man habe diesen Park „auch für die nächste Generation“ bauen wollen – mit Blick auf die zahlreichen anwesenden Kinder. Der Weg von der denkmalgeschützten Anlage hinunter zur heutigen Spiel- und Erholungswiese sei nun für Kinderwagen-Schiebende wie sie, für Ältere und Kinderroller gleichermaßen gut zu bewältigen. Sie verwies zudem noch auf die erneuerte Geschichtstafel und die sanierte, historische Treppe – alles Details, die mitbedacht wurden.

Hendrik Hübscher blickte aus Sicht des Fördergebers auf dieses Projekt. Es sei nun das zweite im Franckepark und schaffe eine sinnvolle Verbindung zum benachbarten Spielplatz, der 2020 saniert und erweitert wurde. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sehe in der Vernetzung von Grünräumen einen wesentlichen Schwerpunkt.

Wiese mit Ballons und vielen Menschen.

Volksfest um das Coffeebike, den Infopavillon und den Schachtischen.

Der Grünraum unterhalb des Rosengartens verwandelte sich an diesem sonnigen Nachmittag in kurzer Zeit in eine Spielwiese. Viele nahmen auf den zusätzlichen Sitzgelegenheiten im ehemaligen Kaffeegarten Platz. Und auch die neuen Schachtische, eingerahmt von diversen Obstbäumen, waren schnell belegt. Dafür hatte der örtliche Schachverein schon gesorgt. Das soll auch in Zukunft so bleiben, denn hier soll sich ein Ort der Begegnung entwickeln.
Während die ersten Schach spielten, bildete sich am Coffee-Bike eine lange, geduldige Warteschlange. Am Infostand der Gebietsbetreuung gab es Give-Aways für alle Altersgruppen und ausführliche Antworten zum Fördergebiet.
Während die Landschaftsarchitektin und der Bauleiter Interessierte über das Gartendenkmal und seine Pflanzungen informierten, leerten sich die Kuchenbleche. Ein Tag der Städtebauförderung ist eben auch ein Grund zum Feiern. Schließlich wurden seit 2024 im Rahmen des Förderprogramms Nachhaltige Erneuerung für die Neugestaltung des Rosen- und des ehemaligen Kaffeegartens im Franckepark insgesamt 1,275 Mio. Euro investiert.