Wenn sogar zwei Staatssekretäre des Landes Berlin zum Hammer greifen, um das Setzen eines Grundsteins zu besiegeln, dann geht es um ein außergewöhnliches Bauvorhaben. Das ist das künftige Inklusive Familienförderzentrum Spekte-Haus auf jeden Fall, denn erstmals werden hier Betreuung, Beratung und Wohnen gebündelt. Eine solche Konzentration von Nutzungen unter einem Dach ist nicht nur für Spandau ein neuer Ansatz. Deshalb machten sich am 2. Juni 2026 die Staatssekretäre Falko Liecke (Jugend und Familie) sowie Stephan Machulik (für Wohnen und Mieterschutz) auf den Weg zum Spektegrünzug und wurden dort von Spandaus Bezirksbürgermeister Frank Bewig sowie von Thorsten Schatz, dem zuständigen Bezirksstadtrat (Leiter der Abteilung Bauen, Planen, Umwelt- und Naturschutz) begrüßt. Nur wenige Meter von dem Naherholungsgebiet entfernt graben sich seit Dezember 2025 die Bagger in die Tiefe des sandigen Bodens. Insgesamt sollen hier ca. 14 Mio. EUR verbaut werden. Etwa 5,7 Mio. EUR kommen aus
dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“.
Selbst für den erfahrenen Jugendhilfeträger – die casablanca gGmbH – sei ein solches Bauvolumen beachtlich. Doch Geschäftsführerin Heidi Depil versprüht an diesem heißen Juni-Nachmittag viel Optimismus, dass sie auch dieses Projekt stemmen werden: „Dass wir hier in der Baugrube stehen, ist für uns ein besonderer Grund zum Feiern.“ Die Idee, die alte, sehr einfache Kinderfreizeiteinrichtung in der Rockenhausener Straße 10 durch einen komplexen Neubau zu ersetzen, reifte über Jahre. Inzwischen konnte das gemeinnützige Unternehmen das Grundstück für 99 Jahre von der Evangelischen Gemeinde Spandau pachten, jedoch fehlte das Geld für die Umsetzung des Vorhabens. Doch Anfang 2025 kam die Förderzusage aus dem Förderprogramm „Europa im Quartier“. Seitdem erhielt die casablanca viel Unterstützung, um die zeitliche Zielvorgabe einhalten zu können.
„Ein besonderer Grund zum Feiern“: Grundsteinlegung für das Spekte-Haus
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Projektporträt Inklusives Familienzentrum „Spekte-Haus“