Jugendkunstschule FRI-X Berg – Ein Zuhause für Kreativität und Glücksmomente in Friedrichshain-Kreuzberg

David Reuter leitet seit 2018 die Jugendkunstschule FRI-X Berg in Kreuzberg

David Reuter leitet seit 2018 die Jugendkunstschule FRI-X Berg in Kreuzberg

An der Jugendkunstschule FRI-X in Kreuzberg gibt es vor allem eines: volles Programm – das ganze Jahr über! Gut erreichbar, direkt am U-Bahnhof Möckernbrücke in einem geschützten Hinterhof mit Garten gelegen, hat sich das bis zu 50-köpfige Dozent*innen-Team ganz der Kreativität verschrieben.

Strahlend nimmt David Reuter, der die Jugendkunstschule seit 2018 leitet, auf dem gemütlichen Ecksofa im „Blauen Raum“ Platz. „Bei uns hat jeder Raum seine eigene Farbe – das Blau steht für die Medien, die wir hier untergebracht haben“, erklärt er. Wenn es um seine Vita geht, gibt er sich bescheiden und berichtet von seinem Kunst- und Theaterstudium. Als Theater- und Kunstlehrer sowie Kulturbeauftragter an der Hector-Peterson-Schule in Kreuzberg ist er mit einer halben Stelle an die Jugendkunstschule abgeordnet. Zuvor leitete er die Werkstatt „Spiel und Bühne“ an der Universität der Künste Berlin (UdK) und war Juniorprofessor für Kunst in Aktion an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK).

„Wir bieten hier an der Schule allen Kindern einen Schlüssel zu Kunst und Kultur – einen, den viele auf ihrem Weg von ihren Eltern nicht erhalten. Dafür sind wir da.“ Wöchentlich besuchen etwa 300 Kinder und Jugendliche die Kurse. „Manchmal sind es 400, in ruhigen Wochen 250“, präzisiert David Reuter. Vormittags finden Kurse für Kita-Kinder und Schulklassen statt, die Erzieher*innen und Lehrer*innen kostenfrei am FRI-X buchen können.

In der Jugendkunstschule können selbst die Kleinsten schon kreativ werden

In der Jugendkunstschule können selbst die Kleinsten schon kreativ werden

Breites Angebot auch für Vier- bis Achtjährige

„Bei uns können selbst die Kleinsten schon kreativ werden. Wir bauen mit ihnen eigenes Spielzeug, leiten spannende Farbexperimente an und bewegen uns gemeinsam mit ihnen im Farbkreis der Tiere.“ Für Vier- bis Achtjährige gibt es ein breites Angebot – von Zeichnen, Töpfern und Malen bis zu Lichtspielen und Schattentheater. Im Kurs „Wirbelwolken“ sorgt ein fantasievolles Tanzprogramm für Bewegung und Abenteuer.

Für die Schüler*innen der Klassen 4 bis 13 bietet die Jugendkunstschule ebenfalls Vormittagsprogramme an, die sich mit Streetart, Aquarellmalerei, Drucktechniken, Comic-Zeichnen oder musikalischen Soundexperimenten auseinandersetzen. „Das sind nur Beispiele unseres breit gefächerten Angebots. Wir sind offen und unterstützen alle Wünsche der Kinder. Die Lehrenden an unseren Schulen hier im Bezirk können die Kurse kostenfrei für ihre Klassen bei uns buchen.“

Am Nachmittag verfolgen Kinder und Jugendliche unabhängig vom Schulalltag ihre persönlichen Interessen. Im „Gelben Raum“, dem Atelier, bieten Künstler*innen und Dozent*innen den einzelbuchenden Kindern und Jugendlichen Kurse in Malerei, Kunstexperimente oder auch Öl- und Acryltechniken. „Diese Kurse können die Kinder ebenfalls kostenfrei, gerne mit einer kleinen Materialspende verbunden, bei uns belegen.“

David Reuter schwärmt: „Es gibt nichts Schöneres für junge Menschen, als im Schöpferischen Erfolgserlebnisse zu sammeln.“ Den Eltern sei anzusehen, wie überrascht und stolz sie auf die Ergebnisse ihrer Kinder an der Jugendkunstschule FRI-X reagieren. Auch Kinder, die im herkömmlichen Schulkontext Probleme haben, verblüfften oftmals durch ihr besonderes kreatives Talent. „Wir freuen uns besonders, wenn sie bei uns Erfolge erzielen, die sie am Ende gerne und voller Stolz präsentieren.“

Frisch gereinigte Malkittel hängen für die jungen Künstler*innen bereit

Frisch gereinigte Malkittel hängen für die jungen Künstler*innen bereit

Die Künstlerischen Werkstätten - eine Woche intensiv Kunst erleben

Unter dem Motto „Vielfalt“ veranstaltet das FRI-X an ausgewählten Schulen und verschiedenen Kultureinrichtungen im Bezirk ein ganz besonderes Event für interessierte Schüler*innen: „Die Künstlerischen Werkstätten” finden in der Woche vom 20. bis zum 24. April 2026 statt. Als ein Projekt der Senatsverwaltung ist es möglich, dass die Kinder hierfür eine Woche lang vom regulären Unterricht freigestellt werden.“ Eine gute Gelegenheit – exklusiv für Schüler*innen der 6. und 7. Klassen in Berlin –, sich eine Woche lang kostenlos und intensiv mit Kunst zu beschäftigen. David Reuter ergänzt: „Jede Werkstatt bietet eigene Schwerpunkte an: großformatiges Malen, Comic-Gestaltung, Nähen, Foto- und Filmtechniken. Eine großartige Gelegenheit für jedes Kind, in dieser Woche tief in die Welt der Kunst einzutauchen.“

Im Sommer, vom 18. Juni bis 2. Juli 2026, werden alle Werke der jungen Künstler*innen in der St. Thomas-Kirche am Mariannenplatz ausgestellt.

Der Leiter der Jugendkunstschule hält einen Moment inne, als ob er es bedauere, selbst schon erwachsen zu sein: „Wir beobachten zwar, dass Kinder und Jugendliche etwa ab 14 Jahren andere Interessen als künstlerische Aktivitäten entwickeln. Viele kommen jedoch später wieder zu uns, wenn sie sich an Kunsthochschulen bewerben wollen. Hier bieten wir ihnen hilfreiche Mappen- oder Schauspiel-Kurse an und unterstützen verschiedene künstlerisch ambitionierte Bewerbungen.“

Es kommt sogar vor, dass sich ehemalige Absolvent*innen, als Dozent*in bewerben. „Ein schönes Gefühl – unser eigener Nachwuchs ist inzwischen so weit, dass er sich hier bei uns als Künstler*in einbringen kann.“

Beim Karneval der Kulturen wurde die Jugendkunstschule für ihre Teilnahme mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet

Beim Karneval der Kulturen wurde die Jugendkunstschule für ihre Teilnahme mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet

Zum Karneval der Kulturen unter dem Motto "1 qm Grün"

Es wäre nicht die originale Kreuzberger Jugendkunstschule, die sich mit ihren Ferien-Akademien im Frühling, Herbst und Winter außerordentlicher Beliebtheit erfreut, wenn sie nicht – wenn es um Lebendigkeit und Kreativität geht – mit besonders bunten Ideen aufwarten würde. „Wir haben zum Beispiel gemeinsam mit BÄM!, der von Peter Fox gegründeten Drumline-Schule, beim Karneval der Kulturen 2024 von der Jury den Nachhaltigkeitspreis erhalten!“ Damals hatten sich 150 Jugendliche aus dem Bezirk beworben und in elf Werkstätten eine großartige Pflanzen-Demo auf die Beine gestellt.

„Unter dem Motto 1 qm Grün tanzten wir uns fast an die Spitze des weltberühmten Berliner Karnevals – bis zum Sieg für die Nachhaltigkeit.“ Mit dabei waren neben vielen Kindern und einem riesigen Einkaufswagen hunderte selbstgezogene und gebastelte Pflanzen, die die Gartenarbeitsschulen aus Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln zur Verfügung stellten.

Die neueste Idee wächst gerade zu einem weiteren, noch zarten Pflänzchen heran: „Ich weiß, in den bezirklichen Schulen gibt es Werkstätten, in denen Ton gebrannt oder Holz bearbeitet werden kann. Die Lehrer*innen schaffen es jedoch häufig nicht, bei Klassenstärken von bis zu 30 Kindern die Arbeit in den Werkstätten zu ermöglichen. Ein Grund dafür, dass die vorhandene Kunst-Infrastruktur oft ungenutzt bleibt. Jetzt haben wir die Idee, in die Schulen zu gehen, sodass unsere Dozent*innen die Lehrkräfte unterstützen können. Die Klassen könnten dann in zwei Gruppen auf zwei Lehrkräfte aufgeteilt werden – dann kann auch wieder Töpfern, Drucken oder ähnlich Aufwendiges stattfinden.“

Das Team um David Reuter macht Programm – für Groß und Klein

Das Team um David Reuter macht Programm – für Groß und Klein – und sorgt dabei in den Familien und in den Leben der Kinder und Jugendlichen für Glücksmomente. „Es berührt uns besonders, wenn Eltern sich begeistert bedanken – dafür, dass wir mit den Kindern und Jugendlichen so viel Kreatives entstehen lassen und sie damit in die faszinierende Welt der Kunst führen. Auch für uns bedeutet es großes Glück, dessen Momente ich hier mehrfach am Tag erlebe!“

Weitere Informationen zur FRI-X Jugendkunstschule Friedrichshain-Kreuzberg:

FRI-X Jugendkunstschule Friedrichshain-Kreuzberg
Tempelhofer Ufer 18–19
10963 Berlin-Kreuzberg
U7 Möckernbrücke
“www.frixberg.de(Weitere Informationen)”:C:\Users\fku26013\AppData\Local\Microsoft\Windows\INetCache\Content.Outlook\WYMTO4YF\www.frixberg.de
Mail: info@frixberg.de

Im Vorjahr haben wir zum Tag der Kunst Stephane Bauer vorgestellt, der im Bezirksamt den Fachbereich Kultur und Geschichte leitet.