„Wir fühlen uns den Anwohnenden gegenüber verpflichtet. Es ist uns eine Ehre, hier an diesem besonderen Ort als Kunst-Dienstleister tätig zu sein.“ Kunst sei für ihn weder Geschmackssache, noch sei Kunst nur für die Künstler*innen: „Unsere Aufgabe ist es, als öffentliche Einrichtung der Bevölkerung Kunst zu ermöglichen und ihnen damit einen Mehrwert mit auf den Weg zu geben.“
Die regelmäßig stattfindenden Gruppen- und Themenausstellungen zu sozialen und kulturellen Prozessen des Alltags mit zeitgenössischer Kunst, berücksichtigen Diversität, zeigen sich international und eignen sich dabei lokale Bezüge an.
Das denke er sich natürlich nicht alles allein aus, wirft er ein. „Wir nehmen Vorschläge auf. Und wenn es geht, ermöglichen wir es hier in unseren Räumen. Erfahrungsgemäß braucht es vom Vorschlag bis zur Umsetzung einer Idee etwa eineinhalb bis zwei Jahre.“ Damit entsteht im Kunstraum eine Sichtbarkeit unterschiedlicher Menschen in ihren unterschiedlichen Welten. Jede*r Betrachter*in könne dann entdecken, was es für neue Sachen gebe, die vorher nicht sichtbar waren. „Unter Berücksichtigung der kommunalen Anbindung, und der jeweiligen Lebensart bereichert das den Alltag enorm.“
An Ideen und kreativen Vorschlägen mangele es nicht. „Ich sage immer: Kommt vorbei! Dann sprechen wir über die Projekte und die unterschiedlichen Ideen.“ Ob es dann mit einer Vernissage im Kunstraum Kreuzberg endet, wüsste man erst, wenn es soweit ist. „Oft kristallisiert es sich im Gespräch heraus, ob die Idee zu unserer Einrichtung passt, oder ob wir einen besseren Ort für die Umsetzung finden.“ Das könnte zum Beispiel auch der Projektraum in der Alten Feuerwache an der Weberwiese oder die Galerie im Turm am Frankfurter Tor sein, für die er ebenfalls verantwortlich ist. Wichtig sei ihm der Kontext zur Umgebung und wo dieser gegeben ist, sei er dabei und interessiert.