Wissenschaftssenatorin Czyborra verleiht Promotionsrecht für Promotionszentrum „New Public Health“ an der Alice Salomon Hochschule Berlin
Pressemitteilung vom 22.09.2026
Berlins Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, hat der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH Berlin) und damit der dritten Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) in Berlin das eigenständige Promotionsrecht für ein Promotionszentrum in einem forschungsstarken Bereich verliehen. Prof. Dr. Bettina Völter nahm heute den Bescheid für das nun einzurichtende Promotionszentrum „New Public Health“ entgegen. Das neue Zentrum widmet sich aus interdisziplinärer Perspektive der Erforschung der Gesundheitsförderung. Es werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase qualifiziert und zugleich die wissenschaftliche Bildung in den Gesundheitsfächern gestärkt.
Dazu Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege: „Ich freue mich sehr, der Alice Salomon Hochschule Berlin und damit der größten staatlichen Hochschule für Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege sowie Erziehung und Bildung in Deutschland das Promotionsrecht zu verleihen. Gerade angesichts der großen Herausforderungen für unsere Gesundheits- und Pflegeversorgung ist es von enormer Bedeutung, die wissenschaftliche Expertise in diesen Bereichen weiter zu stärken. Vom Promotionszentrum New Public Health erwarten wir gesellschaftlich relevante Forschung, die insbesondere für die Prävention in unterschiedlichen Lebenswelten wichtige Impulse geben kann. Zugleich eröffnet das Promotionszentrum jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern neue Karrierewege und stärkt die weitere Akademisierung und Professionalisierung des SAGE-Bereichs.“
Dazu Prof. Dr. Gesine Bär, Vizepräsidentin für Forschung, Kooperation und Weiterbildung an der ASH Berlin: „Das Promotionszentrum wird ein Kristallisationspunkt für das breite Praxis- und Forschungswissen der Alice Salomon Hochschule Berlin und der SAGE-Fächer allgemein sein. Damit können wir endlich den wichtigen letzten Schritt der Akademisierung gehen. Dafür haben wir sehr lange gekämpft, und wir sind sehr dankbar, hier jetzt wichtige Aufbauarbeit leisten zu können!“
Im Fokus des Promotionszentrums stehen das WHO-Konzept „New Public Health“ (Ottawa-Charta, WHO 1986) und der familiensoziologische Ansatz des „Doing Family“. Entlang der drei konzeptionell miteinander verbundenen Bereiche – Lebensphasen, Lebenslagen und Transitionen – werden die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit ihren Kooperationspartnerinnen und -partnern sowie den zukünftigen Promovierenden zur anwendungsorientierten Forschung auf dem Gebiet der SAGE-Disziplinen beitragen.
Besondere Beachtung gilt der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer von kurativen, pflegerischen, rehabilitativen, präventiven, sozialen und pädagogischen Dienstleistungen sowie der Analyse der sozialen Determinanten von Gesundheit. Dem New Public Health-Ansatz folgend liegt der Fokus auf der Verhältnisprävention. Die gewonnenen Erkenntnisse werden auch im Hinblick auf den Transfer in Richtung von Trägern von Gesundheitsförderung und Prävention von Interesse sein.
Dazu Prof. Dr. Raimund Geene, ASH Berlin, Sprecher des Direktoriums der Berlin School of Public Health: „Von den Forschungsarbeiten aus Perspektive von Nutzerinnen und Nutzern werden alle profitieren: Berlin als Hauptstadt der Wissenschaft, die Hochschulen und Unis zur weiteren Stärkung der Multidisziplin Public Health, die Gesundheitsämter, Anbieter und freie Träger zur Fundierung ihrer Expertisen und die Berliner Bevölkerung durch aktuelles Wissen darüber, nicht nur was Krankheiten verhindert, sondern auch was Gesundheit fördert.“
Bereits im August 2025 wurden der Berliner Hochschule für Technik (BHT) und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) das Promotionsrecht für die Promotionszentren „Maschinelles Lernen, Robotik, Life Science und Interaktive Systeme“ sowie „Energiesystemtransformation und Klimaneutralität“ verliehen. Damit verfügt Berlin gegenwärtig über drei Promotionszentren in technologisch und gesellschaftlich hochrelevanten Bereichen, die die Forschungsprofile der HAW stärken und zugleich zur weiteren Profilbildung sowie zur Innovationskraft des Berliner Wissenschaftsraums beitragen.
Den Startschuss dazu gab Berlins Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra im April 2025. Mit der damals veröffentlichten Verordnung über das Promotionsrecht an HAW wurde diesen entsprechend des Berliner Hochschulgesetzes die Möglichkeit gegeben, das Promotionsrecht für Promotionszentren in forschungsstarken Bereichen zu erhalten. Mit der Einführung des Promotionsrechts soll der Hochschultyp HAW in der Hochschullandschaft gestärkt und das Portfolio durch die Möglichkeit erweitert werden, wissenschaftliche Qualifizierung und anwendungsorientierte Forschung zu kombinieren. Hierdurch haben die Berliner HAW neue Möglichkeiten erhalten, ihre Profile strukturell weiterzuentwickeln und durch die Ausbildung von Schwerpunkten auch ihre Forschungsfähigkeit perspektivisch zu stärken. Studierende haben so die Möglichkeit, sich auch in den angewandten Wissenschaften forschungsbezogen weiterzuentwickeln und zu promovieren.
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