Kotti räumt auf – Gemeinsam für mehr Sauberkeit und ein gepflegtes Friedrichshain-Kreuzberg
Pressemitteilung Nr. 275 vom 04.09.2025
Friedrichshain-Kreuzberg sagt der Vermüllung den Kampf an. Deshalb finden vom 11. bis 13. September finden rund um das Kottbusser Tor die Aktionstage der Kampagne „Kotti räumt auf“ statt. Anwohner*innen, Initiativen, Fachämter, Wirtschaft und Verwaltung setzen gemeinsam ein starkes Zeichen – für mehr Sauberkeit, Hygiene und Lebensqualität im öffentlichen Raum. Mit Reinigungsaktionen, Infoangeboten, kreativen Formaten und Mitmachaktionen wird der Kiez aktiv aufgewertet.
Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann: „Mit ‚Kotti räumt auf!‘ zeigen wir, dass mehr Sauberkeit möglich ist – wenn Verwaltung, Nachbarschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam handeln. Mit den Aktionstagen packen wir jetzt gemeinsam an gegen den Müll im Kiez. ‚Kotti räumt auf!‘ steht für konkrete Maßnahmen, für ein gutes Miteinander und einen respektvollen Umgang mit unserer Stadt – mehr Sauberkeit und weniger Müllberge.“
Das vollständige Programm ist auf der Projektwebseite einsehbar.
Die Aktionstage bilden den Höhepunkt eines Projekts, das der Bezirk im Sommer gestartet hat. Ziel ist es, die Sauberkeit rund um das Kottbusser Tor dauerhaft zu verbessern – nicht nur durch kurzfristige Aufräumaktionen, sondern auch durch neue Wege der Zusammenarbeit und nachhaltige Lösungsansätze. Ein sauberes Umfeld ist zentral für ein funktionierendes Miteinander, schützt die Umwelt und steigert die Lebensqualität aller.
Dabei arbeitet der Bezirk eng mit Partnern wie der BSR und der BVG zusammen. Die BSR veranstaltet am 11. September einen Kieztag in der Dresdener Straße mit zusätzlichen Angeboten rund um Reinigung, Abfallvermeidung und Aufklärung. Die BVG öffnet ihre Türen für Führungen durch den U-Bahnhof – mit besonderem Fokus auf die Themen Sauberkeit, Wartung und Abfallmanagement im ÖPNV.
Bereits im Juli haben Akteur*innen aus Verwaltung und Nachbarschaft in einem Fokusgruppengespräch mit den Ursachen von Verschmutzung beschäftigt und eine Systemkarte erarbeitet. Diese zeigt, wie soziale Faktoren, Infrastruktur und Kommunikationsstrategien ineinandergreifen – und wie gezielte Maßnahmen für ein saubereres Stadtbild entwickelt werden können.
In einer Ideenwerkstatt wurden konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Sauberkeit im öffentlichen Raum gesammelt – einige davon werden nun bei den Aktionstagen erprobt:
- Kleine und große Erfolgsgeschichten bekannter machen: Engagierte Menschen aus dem Kiez werden porträtiert – die Fotoserie soll im Herbst, etwa in den Fenstern der Mittelpunktbibliothek, gezeigt werden.
- Reparaturstation „Batman Elektronik“: Vor Ort zeigen Expert*innen, wie defekte Alltagsgeräte wieder nutzbar gemacht werden können.
- Zero Waste-Workshops für Kinder: Spielerisch lernen die jüngsten Kiezbewohner*innen, wie Abfall reduziert und Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden können.
- Einwegverpackungen reduzieren: Am Infopoint können Besucher*innen ihre Stimme für ein Einwegverbot abgeben oder sich zur Idee einer Verpackungssteuer informieren.
Reinigungsaktionen im gesamten Kiez, ein kreativer Repair-Parcours, sowie Angebote zur Pflege und Instandhaltung von Alltagsgegenständen runden die Aktionstage ab. Auch die Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann macht mit und beteiligt sich z.B. an der Reinigungsaktion des Landwehrkanals.
Die Kosten für Müllbeseitigung belasten den Bezirk erheblich – Ressourcen, die besser in Grünpflege, Stadtentwicklung und soziale Angebote fließen könnten. Ziel des Projekts ist es daher, diesen Kreislauf zu durchbrechen und Strukturen für mehr Sauberkeit, mehr Verantwortung und mehr Lebensqualität im öffentlichen Raum zu schaffen.
Medienkontakt
E-Mail: presse@ba-fk.berlin.de
Telefon: (030) 90298-2843