Projekt „Kotti räumt auf” für Stadtsauberkeit

  • Banner zu den Kotti räumt auf-Aktionstagen 11. - 13. September 2025

Gemeinsam für Stadtsauberkeit und ein lebenswertes Friedrichshain-Kreuzberg

Worum geht es im Projekt?

Das Kottbusser Tor ist einer der bekanntesten und lebendigsten Orte Friedrichshain-Kreuzbergs / Berlins – ein Ort der Vielfalt, der Begegnung und des kulturellen Miteinanders. Gleichzeitig steht er vor besonderen Herausforderungen, darunter Vermüllung und mangelnde Sauberkeit, wodurch die Lebensqualität und das Zusammenleben belastet wird.

Mit dem Projekt „Kotti räumt auf“ möchte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg gemeinsam mit Anwohnenden, Gewerbetreibenden, Initiativen, Verwaltung und Tourismusakteuren neue Wege erproben, um die Situation zu verbessern. Ziel ist es, kurzfristige und sichtbare Aktionen mit langfristigen Veränderungen zu verbinden und so tragfähige Strukturen für Stadtsauberkeit und gemeinschaftliche Verantwortung aufzubauen.

Der Projektprozess

Das Projekt ist in mehreren Schritten aufgebaut:

  • Fokusgruppengespräch (Juli 2025): Eine erste Gruppe von rund 20 Akteur*innen befasste sich mit den tieferliegenden Ursachen und den unsichtbaren Treibern der Müllsituation am Kotti.
    System Map: Auf Grundlage dieser Gespräche wurde eine visuelle Karte erarbeitet, die die komplexen Zusammenhänge sichtbar macht und als Arbeitsgrundlage für die weiteren Phasen dient.
  • Ideenwerkstatt (August 2025): Rund 40 Teilnehmende entwickelten hier gemeinsam Maßnahmenideen und Interventionen. Dabei standen sogenannte Hebelpunkte im Fokus – Stellen im Gefüge, die mit vielen anderen Elementen in Beziehung stehen und an denen deshalb gezielte Aktionen besonders wirksam sein können. Weiterführende Informationen gibt es im Bezirksticker zur Ideenwerkstatt.
  • Aktionstage (September 2025): Vom 11. bis 13. September werden die ersten Ideen im Rahmen von Mitmachaktionen, Clean-Ups, künstlerischen Formaten und Workshops praktisch erprobt (zum Programm siehe unten).

Darüber hinaus werden alle Maßnahmenideen durch die Bezirksverwaltung evaluiert und auf eine mögliche Umsetzung hin geprüft.

Was zeigt die System Map?

Die System Map verdeutlicht, dass die Vermüllung des öffentlichen Raums rund um den Kotti ein Symptom tieferliegender Dynamiken ist. Dazu gehören das Nebeneinander sehr unterschiedlicher Nutzungen, die Anziehungskraft des Ortes, aber auch das Gefühl vieler Menschen, dass Veränderungen am Kotti kaum möglich seien. Diese „Normalisierung“ der Situation erschwert Engagement und führt dazu, dass Probleme sich verfestigen. Eine Verbesserung einer komplexen Situation wie dieser gelingt nur, wenn langfristig gedacht wird: wenn kontinuierlich neue Impulse Eingang finden, wenn auch kreative und unkonventionelle Ideen erprobt werden, wenn Erfahrungen regelmäßig ausgewertet und gemeinsam gelernt wird. Ebenso wichtig ist es, dass sich Zuständigkeiten und Verantwortung besser verzahnen, dass kleine und große Erfolge sichtbar gemacht werden und dass die Nachbarschaft wie auch Besucher*innen des Ortes aktiv einbezogen bleiben.

Durch ein koordiniertes Zusammenspiel kann es langfristig gelingen, den Kreislauf der Vermüllung zu durchbrechen und tragfähige Strukturen für mehr Saubarkeit, Zero Waste und gemeinschaftliche Verantwortung für den Ort aufzubauen.

Kotti_SystemMap.svg

Projektabschlussbericht

  • Abschlussbericht - Kotti räumt auf

    PDF-Dokument (4.5 MB)

Finanzierung

Das Projekt wird aus Eigenmitteln des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg für klimaverbessernde Maßnahmen sowie von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe aus Mitteln für besondere touristische Projekte (visitBerlin) finanziert.