Die System Map verdeutlicht, dass die Vermüllung des öffentlichen Raums rund um den Kotti ein Symptom tieferliegender Dynamiken ist. Dazu gehören das Nebeneinander sehr unterschiedlicher Nutzungen, die Anziehungskraft des Ortes, aber auch das Gefühl vieler Menschen, dass Veränderungen am Kotti kaum möglich seien. Diese „Normalisierung“ der Situation erschwert Engagement und führt dazu, dass Probleme sich verfestigen. Eine Verbesserung einer komplexen Situation wie dieser gelingt nur, wenn langfristig gedacht wird: wenn kontinuierlich neue Impulse Eingang finden, wenn auch kreative und unkonventionelle Ideen erprobt werden, wenn Erfahrungen regelmäßig ausgewertet und gemeinsam gelernt wird. Ebenso wichtig ist es, dass sich Zuständigkeiten und Verantwortung besser verzahnen, dass kleine und große Erfolge sichtbar gemacht werden und dass die Nachbarschaft wie auch Besucher*innen des Ortes aktiv einbezogen bleiben.
Durch ein koordiniertes Zusammenspiel kann es langfristig gelingen, den Kreislauf der Vermüllung zu durchbrechen und tragfähige Strukturen für mehr Saubarkeit, Zero Waste und gemeinschaftliche Verantwortung für den Ort aufzubauen.