Nach einer kurzen Einführung ging es für die Teilnehmenden direkt in die Arbeitsphase. In kleinen Gruppen tauschten sie sich intensiv aus. Ziel war es, Ideen zur Verbesserung der Situation am Kottbusser Tor zu sammeln, Prioritäten festzulegen und konkrete Schritte ins Auge zu fassen. Als zentrales Werkzeug diente dabei eine System Map – eine visuelle Darstellung, die verdeutlicht, wie verschiedene Faktoren miteinander verknüpft sind und gemeinsam die komplexe Müllsituation am „Kotti“ prägen. Diese Karte half den Beteiligten, sogenannte Hebelpunkte zu identifizieren – also Stellen im Gefüge, an denen gezielte Maßnahmen eine besonders große Wirkung entfalten können.
Bei der Analyse traten zwei übergeordnete Dynamiken deutlich hervor. Zum einen sind es soziale Normen und Verhaltensmuster, die die Situation beeinflussen: Die Normalisierung von achtlosem Müllverhalten, das Ausbleiben nachhaltiger Veränderungen und die Vorstellung vom „gelebten Chaos“ als Teil des Kotti-Charmes – auch wenn dieser Charme für viele längst an seine Grenzen stößt.