Luisenstadt (Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg)

  • Kita „Trauminsel“ mit Außenbereich im Fördergebiet Luisenstadt Mitte

    Kita „Trauminsel“ mit Außenbereich im Fördergebiet Luisenstadt Mitte

  • Das Engelbecken

    Das Engelbecken

  • Künstlerhaus Bethanien, Kino

    Künstlerhaus Bethanien, Kino

  • Jugendzentrum Naunynritze

    Jugendzentrum Naunynritze

  • Das Rote Haus der Nürtingen Grundschule

    Das Rote Haus der Nürtingen Grundschule

Die Luisenstadt ist ein Stadterweiterungsgebiet des 19. Jahrhunderts in der Berliner Mitte. Der dort zentral gelegene, von Lenné in einer charakteristischen Bogenform geplante Luisenstädtische Kanal verbindet die Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg. Er wurde 1926 – 29 zugeschüttet und in eine begrünte Zone verwandelt. Die Hinterhofbebauung in den sehr groß bemessenen Karrees führte zur Ansiedlung von zahlreichen Mittel- und Kleinbetrieben, einer Besonderheit der Luisenstadt. Zwischen 1961 und 1990 war das Gebiet durch die Berliner Mauer getrennt.

Das Fördergebiet Luisenstadt erstreckt sich vom Köllnischen Park, über das Engelbecken den Luisenstädtischen Kanal entlang bis zum Landwehrkanal und umfasst so Teile der Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg.

Im Jahr 2005 ist die Luisenstadt in die Städtebauförderung aufgenommen worden, zunächst in das Programm Städtebaulicher Denkmalschutz, dann 2020 in das Förderprogramm „Lebendige Zentren und Quartiere“.

Darüber hinaus sind Teile der Luisenstadt im Bezirk Mitte seit März 2011 ein förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet nach § 142 Baugesetzbuch.

Entwicklungsziele

Die Luisenstadt soll ein attraktives und lebenswertes Quartier werden, in dem die historisch wertvolle Gebäudestruktur mit dem besonderen Stadtbild erhalten bleibt. Gleichzeitig werden die Schwächen in den Bereichen Wohnen, Gewerbe, Kultur und Verkehr nachhaltig verbessert.

Mit Hilfe der Städtebauförderung werden kommunale Projekte, wie z.B. Sanierungsmaßnahmen an Schulen, Kitas, Straßen und Grünanlagen unterstützt. So werden Bildungseinrichtungen gesichert und erweitert, neue Verkehrskonzepte erarbeitet und öffentliche Grünflächen aufgewertet. Zugleich soll die räumliche Nähe zur Spree stärker als Qualität für den öffentlichen Raum nutzbar gemacht werden.

Bau- und kulturhistorisch wertvolle Stadtbereiche mit denkmalwerter Bausubstanz werden erhalten und für heutige Nutzungen weiterentwickelt. Die historisch besonders wertvollen Stadträume um den Köllnischen Park und den ehemaligen Luisenstädtischen Kanal sollen dabei besonders geschützt und so gestaltet werden, dass sie besonders für den Fuß- und Radverkehr geeignet sind.

Die Grundlage für die Gebietsentwicklung in beiden Bezirksteilen stellen die beiden Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepte (ISEK) dar. Für alle Teilräume wurden diese im Jahr 2021 fortgeschrieben.

  • Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept Fördergebiet Luisenstadt (Mitte)

    Fortschreibung Teil 1

    PDF-Dokument - Stand: Dezember 2021; Größe: 31 MB

  • Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept Fördergebiet Luisenstadt (Mitte)

    Fortschreibung Teil 2

    PDF-Dokument - Stand: 2021; Größe: 49,8 MB

Maßnahmen

Freifläche Bethanien

Das ehemalige Krankenhausgelände Bethanien steht als Gesamtanlage mit allen Gebäuden und Freiflächen unter Denkmalschutz und ist einer der zentralen Ankerpunkte im Quartier. Geprägt wird dieser durch vielseitig nutzbare öffentliche Räume. Es gibt u.a. unterschiedliche Angebote für Kinder und Jugendliche.

Ab September 2008 wurden die Freiflächen des Bethanien in mehreren Bauabschnitten mit Städtebaufördermitteln neu gestaltet und denkmalgerecht saniert. Dabei sind auch Wünsche der Anwohnenden in die Planung mit eingeflossen. Die Freiflächen wurden 2018 der Öffentlichkeit übergeben. Der besondere Charakter des Ortes konnte erhalten bleiben, aber die Freiflächen sind nun für die Anwohnenden vielseitiger und besser nutzbar.

Jugendfreizeiteinrichtung Naunynritze

Die heutige Jugendfreizeiteinrichtung wurde ca. 1868 als 42. Gemeindeschule nach einem Entwurf von Adolf Gerstenberg errichtet und seitdem mehrfach umgenutzt und umgebaut. Heute wird das Gebäude in erster Linie für die Kinder- und Jugendarbeit sowie für musikkulturelle Angebote genutzt und stellt einen wichtigen Begegnungsort für den interkulturellen Dialog dar. Ziel der umfangreichen Sanierung war es, das Gebäude an die heutigen Bedürfnisse einer Jugendfreizeiteinrichtung anzupassen und zugleich die wertvolle historische Bausubstanz zu erhalten.

Spreeuferweg

Das Spreeufer zwischen dem Märkischen Museum und der Schillingbrücke ist bisher nur abschnittsweise für die Öffentlichkeit zugänglich und erschlossen. Viele Uferabschnitte liegen brach oder werden zwischengenutzt. Als ein erster Schritt zur Erschließung des Spreeufers für die Öffentlichkeit wird ab 2023 ein Wegeprovisorium für den Fuß- und Radverkehr im Holzuferblock gebaut. In der Uferzone sollen darüber hinaus auch frei zugängliche Angebote zur Kommunikation, Erholung, Spiel- und Freizeitgestaltung entstehen.

Kontakt Bezirksamt

Bezirksamt Mitte von Berlin
Abteilung Stadtentwicklung und Facility Management
Fachbereich Stadtplanung
Müllerstraße 146
13353 Berlin

Jan Schlaffke
Tel.: (030) 9018-45735
Fax: (030) 90279-45735
E-Mail: jan-schlaffke@ba-mitte.berlin.de

Bezirksamt Friedrichshain- Kreuzberg von Berlin
Abteilung Stadtentwicklung
Fachbereich Stadtplanung
Yorckstraße 4–11
10965 Berlin

Jan Rick von der Fecht
Tel.: (030) 90298-2572
Fax: (030) 90298-3352
E-Mail: JanRick.vonderFecht@ba-fk.berlin.de

Kontakt Gebietsbeauftragte

Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement – KoSP GmbH
Fehrbelliner Straße 50
10119 Berlin

Andreas Bachmann
(Luisenstadt Mitte)
Tel.: (030) 3300-2839
Fax: (030) 3300-2850
E-Mail: luisenstadt@kosp-berlin.de

Ramona Tucholski
(Luisenstadt Mitte)
Tel.: (030) 3300-2845
Fax: (030) 3300-2850
E-Mail: tucholski@kosp-berlin.de

STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH
Hermannstraße 182
12049 Berlin

Nina Franzkowiak
(Luisenstadt Friedrichshain-Kreuzberg)
Tel.: (030) 69081-181
Fax: (030) 69081-111
E-Mail: franzkowiak@stattbau.de

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