Für den 18-Jährigen war es die erste Teilnahme bei „Jugend musiziert“, bei der er selbst bewerte wurde. In der Vergangenheit war er bislang nur als Aushilfe dabei, um Freunde zu unterstützen, die daran teilnahmen. Die Idee, in diesem Jahr selbst teilzunehmen, kam von seinem Schlagzeuglehrer. Florens war schnell überzeugt. „Wir haben uns im Laufe des letzten Jahres mit verschiedenen Songs beschäftigt, die sich perfekt dafür nutzen ließen. So war ich auf einem sehr guten Stand bei den Liedern, die ich performen wollte.“
Seit fast elf Jahren lernt der Gymnasiast Schlagzeug an der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg. „Ich komme väterlicherseits aus einer Musikerfamilie und habe vorher einiges anderes ausprobiert.“
Angefangen habe er mit seinem Vater mit dem Klavier. „Das hat mir aber nicht so gut gefallen.“ So kamen sein Vater und er auf die Idee mit dem Schlagzeug. Seitdem nimmt Florens Unterricht beim gleichen Lehrer am Friedrichshainer Musikschulstandort in der Zellestraße.
Jede Woche nimmt der Jugendliche aus dem Prenzlauer Berg 45 Minuten Unterricht. Außerdem übt er täglich zu Hause – am elektrischen Schlagzeug. „Ein richtiges Schlagzeug wäre in der Wohnung schon schwierig.“ Doch auch mit dem elektrischen Instrument habe das Proben immer eine gewisse Dynamik. „Ich spiele ja eher härtere Musik. Darum haben wir zu Hause den Probenbereich mit Waschmaschinendämpfern unterlegt, um alles gut zu dämmen.“ Beschwerden von den Nachbar*innen habe es bislang nicht gegeben. „Mein kleiner Bruder spielt Trompete. Dafür gibt’s keine elektrische Alternative. Wir achten beide immer sehr auf die Zeiten und gucken, dass wir nicht dann üben, wenn es andere stört.“