Ziel ist die Versickerung und Verdunstung des Regenwassers vor Ort. Das Projektgebiet liegt in einem besonders hitzebelasteten Bereich. Zum einen soll die Bepflanzung zur Verschattung und Verdunstung beitragen und so die Hitzebelastung reduzieren und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessern.
Zum anderen sollen durch die Abkopplung der Flächen von der Mischwasserkanalisation die Berliner Gewässer entlastet und das Überflutungsrisiko vermindert werden. Die Rudolf- und Danneckerstraße weisen im Bestand einen Versiegelungsgrad von ca. 90 % auf und liegen im Einzugsbereich der Mischkanalisation. Das bedeutet, dass Regenwasser und Schmutzwasser in demselben Kanalsystem abgeleitet werden. Bei Starkregen ist das Kanalsystem oft überlastet, sodass Regen- und Schmutzwasser im Bezirk – je nach Einzugsbereich – in die Spree oder den Landwehrkanal überläuft. Das verschlechtert die Gewässerqualität und führt unter anderem zu Fischsterben. Ein Schwerpunkt des Projekts ist es daher, Regenwasser nicht in den Kanal abzuleiten, sondern vor Ort zu versickern.
Um die zwei gesetzten Ziele zu erreichen, müssen große Teile der Straße entsiegelt und bepflanzt werden. Wenn es die Leitungsbestände zulassen, sollen auch neue Bäume gepflanzt werden. In anderen europäischen Städten werden bereits ähnliche Projekte als so genannte Gartenstraßen umgesetzt, wie z.B. in Paris oder in Antwerpen.