Queere Themen begleiten Kjell Seeger seit mehr als zehn Jahren – beruflich und aktivistisch. Bereits während des Studiums engagierte sich Kjell Seeger als Referent*in für Queerfeminismus im Referent*innenrat der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). Dort vertrat Kjell die Interessen der Studierenden, war Anlauf- und Beratungsstelle und brachte deren Perspektiven in verschiedene Gremien ein. Als studentische Hilfskraft arbeitete Kjell Seeger für einen gemeinnützigen Verein in unterschiedlichen Projekten, unter anderem in der Beratung und der offenen Jugendarbeit.
Zuletzt war Kjell Seeger als Projektkoordination für das Bildungsprojekt queer@school des Jugendnetzwerks Lambda Berlin-Brandenburg tätig. Das bereits 2012 gestartete Projekt setzt auf die Sensibilisierung und das Empowerment von Schüler*innen. In dieser Arbeit lernte Kjell Seeger auch die Herausforderungen kennen, mit denen freie Träger konfrontiert sind: Kürzungswellen, finanzielle Probleme und politischen Gegenwind.
Der Wechsel ins Bezirksamt bedeutet nun einen Perspektivwechsel. Besonders gereizt hat Kjell Seeger die Möglichkeit, Queer als Querschnittsthema in die Verwaltung einzubringen und queere Sichtbarkeit im Bezirk zu fördern. „Ich habe Lust, queere Themen generell sichtbarer zu machen und auch queere Träger und soziale Projekte und Akteur*innen im Bezirk zu unterstützen“, sagt Kjell Seeger. Auch die neue Stelle selbst war ein Grund für den Wechsel: Sie bietet Gestaltungsspielraum und soll eine Brücke zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft bilden.