„Outrun the Patriarchy“ ist ein feministisches Projekt, das Laufen als politischen und gesellschaftlichen Raum versteht. Es macht darauf aufmerksam, dass viele Menschen – besonders Frauen, queere Personen und BIPoC (Schwarze, Indigene und Menschen of Color) – beim Sport Diskriminierung, Unsicherheit oder Ausschluss erleben. Ziel ist es, diese Strukturen sichtbar zu machen und den Laufsport inklusiver, sicherer und solidarischer zu gestalten. Dafür setzt die Initiative auf Community-Arbeit, Austausch, Aktionen und klare Haltung gegen patriarchale Normen.
Die drei Aktivistinnen Julia Brasch, Kathi Hoffmann und Anne-Cécile Picardo kümmern sich ehrenamtlich um das Projekt. Das Projekt hat keine offiziellen Strukturen, sondern funktioniert als Kollektiv.
Julia und Kathi kennen sich schon sehr lange aus dem Sportbereich. Kathi und ihre Töchter haben bei Julia früher Selbstverteidigungskurse besucht. Kathi selbst organisiert über 12 Jahren jedes Frühjahr den Lauf vor dem 8. März. Über 150 Frauen* waren in 2025 dabei. Anne-Cécile und Kathi kennen sich aus der Running Community. „Wir sind outspoken women und sprechen unbequeme Dinge an.“ Dazu gehörten etwa Diskriminierung oder sexuelle Übergriffe im Bereich des Laufsports. Die drei möchten queer-feministische Perspektiven auf die Laufcommunity sichtbar machen. Sie setzen sich für mehr Diversität beim Laufen ein. „Wir wollen, dass das nicht nur einmal im Jahr anlässlich des Frauentages stattfindet. Uns ist wichtig, dass sich alle Menschen beim Laufen und Laufveranstaltungen wohlfühlen.“ Laufen könne zwar jede*r überall. Dennoch gebe es gewisse Hürden.