Insa Kehlenbeck wuchs in einem städtischen Umfeld in Bremen auf, in einem Haushalt ohne akademischen Hintergrund. Umwelt- und Klimathemen beschäftigten sie schon früh: Meldungen und Prognosen zu den Folgen des Klimawandels in den Nachrichten sensibilisierten sie und weckten ein Verantwortungsgefühl. „Ich habe gemerkt, dass ich aktiv werden möchte“, erzählt sie. „Wir leben jetzt in einer Zeit, in der wir noch die Folgen des Klimawandels abmildern können, welche wir bereits heute spüren, aber kommende Generationen noch deutlich stärker spüren werden.“
Nach dem Abitur studierte sie Biologie an der Hochschule Bremen mit Schwerpunkt Umweltbiologie. Danach absolvierte sie ein freiwilliges ökologisches Jahr bei Germanwatch, wo sie im Team für deutsche und EU-Klimapolitik tätig war.
Um ihren naturwissenschaftlichen Background mit gesellschaftswissenschaftlichen Ansätzen zu verbinden, entschied sie sich für einen Master in „Regionalentwicklung und Naturschutz“ an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Parallel sammelte sie als studentische Mitarbeiterin und in Praktika weitere Erfahrungen im kommunalen Klimaschutz. Ihre Masterarbeit beschäftigte sich schließlich sehr spezifisch mit kommunalen Klimaschutzkonzepten und Klimaschutzmanagement. Die praktische Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen auf kommunaler Ebene fasziniert sie besonders: „Dieser Hebel, den man hier vor Ort hat, ist einmalig.“