Viele Berliner Bars, Clubs und Veranstaltungsorte sind Räume der freien Entfaltung. Orte außerhalb des Alltags, in denen Menschen in all ihrer Vielfalt Selbstbestimmung und Unbeschwertheit finden. Wo Menschen zusammenkommen, sind aber immer auch gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse mit im Raum. Auch wenn schon viel unternommen wird, frei von Sexismus, Ableismus, Rassismus, Antisemitismus, LSBTIQ*-Feindlichkeit und anderen Diskriminierungsformen ist das Berliner Nachtleben nicht.
Diskriminierung zeigt sich in unbewussten und bewussten Handlungen, von herabsetzenden Aussagen und anderen Grenzverletzungen bis hin zu Übergriffen und (körperlicher) Gewalt. Auch Strukturen können diskriminieren und Menschen aufgrund ihres Geschlechts, Alters, ihrer Ability, Herkunft, Hautfarbe und/oder anderer (sich auch überschneidenden) Dimensionen ausgrenzen.
Für wirkliche Teilhabe und einen respektvollen und solidarischen Umgang im Nachtleben sind alle mitverantwortlich. Damit geht auch einher, sich zu informieren, was unter Diskriminierung fällt und welcher Gefährdung Menschen aufgrund verschiedener Diskriminierungsformen ausgesetzt sind. Wer Bescheid weiß, dem*der fällt es auch leichter, diskriminierenden Situationen etwas entgegenzusetzen.
Wann eine konkrete Situation oder Handlung diskriminierend ist, wird von den Betroffenen benannt. Sie sind die Expert*innen in der Situation und sollten entscheiden, welche Unterstützung für sie die richtige ist. Das können Freund*innen sein, Awareness-Strukturen in Clubs und je nach Schwere der Grenzüberschreitung auch die Polizei.
Organisationen, die im Diskriminierungsfall unterstützen und beraten, sind: