Quartiersmanagement Wassertorplatz

Blick auf das Gebiet
Bild: QM-Team Wassertorplatz

Das QM-Gebiet Wassertorplatz ist ein Wohnviertel mit Gewerbeanteil in zentralstädtischer Lage. Nach der Gebietserweiterung 2016 beschreibt sich das QM-Gebiet wie folgt: Das fast 58 Hektar große Gebiet hat etwas mehr als 10.000 Einwohner*innen und ist benannt nach dem historischen, heute nicht mehr vorhandenen Wassertor am ehemaligen Luisenstädtischen Kanal.
Es wird durch die Straßenzüge Alexandrinenstraße, Segitzdamm und den Landwehrkanal umgrenzt und umfasst in nördlicher Richtung Teile der Otto-Suhr-Siedlung. Das Gebiet weist eine hohe Wohndichte auf. Fast alle Bewohner*innen leben in einfacher Wohnlage. Die Entwicklung des Gebiets folgt dem gesamtstädtischen Trend und der Druck auf dem Wohnungsmarkt ist enorm hoch.
Das Gebiet ist vergleichsweise reich an Grünanlagen. Diese Anlagen sind jedoch teils noch immer in defizitärem Nutzungs- bzw. Pflegezustand. Verbesserungen der Aufenthaltsqualität sind erforderlich. Auch das Sicherheitsempfinden ist trotz aller Belebungs- und anderer Präventionsmaßnahmen (Beleuchtung, Auslichtung, Gestaltung etc.) weiterhin v.a. durch Drogenkriminalität beeinträchtigt.

Kiezdinner
Bild: QM-Team Wassertorplatz

Der Wassertorplatz befindet sich auf einem den hintersten der insgesamt 419 Plätze in der gesamtstädtischen Entwicklungsskala (gemäß Sozialstrukturatlas) und gehört zu den ärmsten Wohnvierteln Berlins. Es ist durch eine Anhäufung schwieriger Soziallagen mit hoher Problemdichte gekennzeichnet. Die Arbeitslosigkeit ist mehr als doppelt so hoch wie der Berliner Schnitt. Bezüglich des Indikators Jugendarbeitslosigkeit ist die Relation ähnlich negativ. Der Anteil der Bezieher*innen von Transfereinkommen liegt im Gebiet seit 2012 konstant hoch bei 45,74 %. Eklatante Ausmaße hat weiterhin die Kinderarmut im Gebiet: mindestens drei von vier der unter 15-Jährigen, in manchen Wohnblöcken sogar vier von fünf, sind auf Transferzahlungen angewiesen.

Markt der Akteure
Bild: QM-Team Wassertorplatz

Das Gebiet ist reich an Angeboten, Einrichtungen sowie Initiativen, die sich an die interkulturelle Bewohnerschaft richten und zur Verbesserung der Problemlagen entscheidend beitragen. Die Einrichtungen sind sehr gut mit einander vernetzt. An Kinder richten sich vor allem die Angebote der Ritterburg, des Statthauses, des MGH, der Verkehrsschule und der St.-Simeon-Gemeinde. Jugendliche nutzen in erster Linie Angebote des Statthauses. Seniorenangebote bieten vor allem die Begegnungsstätte, die Kirchen St. Simeon und St. Jacobi sowie das MGH. Zudem tragen verschiedene Ferienangebote (Statthaus, MGH, Ritterburg), Festveranstaltungen und Aktionen zur Belebung des Kiezes bei. In diesem Bereich vorhandene Strukturansätze und Traditionen wurden vom QM in den letzten Jahren gezielt gestärkt.

Richtungsweisende Netzwerke und Projekte:

Begegnungsstätte Bona Peiser
Bild: QM-Team Wassertorplatz
  • Durch das Projekt Kiez-Netzwerk Kreuzberg, dessen leitende Personalstelle über den Projektfonds des QM Wassertorplatz finanziert wird, entstehen seit Mitte 2015 Kooperationen zwischen kiezansässigen Unternehmen, sozialen Trägern, Vereinen und Schulen.
  • Im Februar 2018 eröffnete das Tempohome in der Alten Jakobstr., Ecke Franz-Künstler-Str. und ist Wohnort für etwa 160 Geflüchtete. Das an das QM angegliederte BENN-Verfahren bündelt alle relevanten fachlichen und kiezbezogenen Potentiale und sichert die gemeinsame Strategie in Bezug auf die Integration der Geflüchteten in den Kiezstrukturen.
  • Raum zur nachbarschaftlichen Begegnung bieten unterschiedliche Veranstaltungsformate wie beispielsweise der jährliche Adventsmarkt auf dem Kastanienplatz, das Nachbarschaftsfest Markt der Akteure, das Kiezdinner oder auch der Kiezchor Chor&More. Bei diesen bereits zur Tradition gewordenen Formaten wird die Bewohnerschaft aktiv mit einbezogen und die Besucherzahlen sind enorm hoch.
  • Im Februar 2018 wurden in den Räumen der ehemaligen Bona-Peiser-Bibliothek die Sozio-kulturellen Projekträume Bona Peiser eröffnet. Somit wurde im nördlichen Gebiet ein interkultureller Begegnungs-, Multifunktions- und Kulturort geschaffen.
  • Mit Mitteln zur Stärkung der Infrastruktur wurden unter Anderem das MGH, der Standort Ritterburg und die Otto-Wels-Grundschule bedacht.

Vor Ort-Büro

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Teresa Weis
Dr. Sara Gouda
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Internet: QM-Wassertorplatz

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