Quartiersmanagement Wassertorplatz

Blick auf das Gebiet

Das QM-Gebiet Wassertorplatz ist ein Wohnviertel mit Gewerbeanteil in zentralstädtischer Lage. Es umfasst 58 Hektar und wird durch die Straßenzüge Alexandrinenstraße, Segitzdamm und den Landwehrkanal begrenzt. In nördlicher Richtung erstreckt es sich in die Otto-Suhr-Siedlung. Benannt wurde das Gebiet nach dem historischen, heute nicht mehr vorhandenen Wassertor am ehemaligen Luisenstädtischen Kanal.

Das Gebiet weist eine hohe Wohndichte auf. Fast alle der knapp 10.000 Bewohner*innen leben in einfacher Wohnlage. Die Entwicklung folgt dem gesamtstädtischen Trend und der Druck auf dem Wohnungsmarkt ist enorm hoch. Vergleichsweise viele Grünanlagen zeichnen das Gebiet aus. Diese sind jedoch teils durch starke Übernutzung geprägt und Verbesserungen der Aufenthaltsqualität erforderlich. Auch das Sicherheitsempfinden ist trotz aller Belebungs- und anderer Präventionsmaßnahmen (Beleuchtung, Auslichtung, Gestaltung etc.) weiterhin zum Teil durch Drogenkriminalität beeinträchtigt.

Kiezdinner

Der Wassertorplatz befindet sich auf einem der letzten Plätze in der gesamtstädtischen Entwicklungsskala (gemäß Sozialstrukturatlas) und gehört zu den ärmsten Wohnvierteln Berlins. Es ist durch eine Anhäufung schwieriger Soziallagen mit hoher Problemdichte gekennzeichnet. Die Arbeitslosigkeit ist doppelt so hoch wie der Berliner Schnitt, bezüglich des Indikators Jugendarbeitslosigkeit ist die Relation ähnlich negativ. Der Anteil der Bezieher*innen von Transfereinkommen liegt im Gebiet seit 2012 konstant deutlich über 40 %. Eklatante Ausmaße hat weiterhin die Kinderarmut im Gebiet: mindestens drei von vier der unter 15-Jährigen, in manchen Wohnblöcken sogar vier von fünf, sind auf Transferzahlungen angewiesen.

Markt der Akteure

Das Gebiet ist reich an Angeboten, Einrichtungen sowie Initiativen, die sich an die interkulturelle Bewohnerschaft richten und zur Verbesserung der Problemlagen entscheidend beitragen. Die Einrichtungen sind sehr gut miteinander vernetzt. An Kinder richten sich vor allem die Angebote der Ritterburg, des Statthauses, des MGH, der Verkehrsschule und der St.-Simeon-Gemeinde. Jugendliche nutzen in erster Linie Angebote des Statthauses. Seniorenangebote bieten vor allem die Begegnungsstätte, die Kirchen St. Simeon und St. Jacobi sowie das MGH. Zudem tragen verschiedene Ferienangebote (Statthaus, MGH, Ritterburg), Festveranstaltungen und Aktionen zur Belebung des Kiezes bei. In diesem Bereich vorhandene Strukturansätze und Traditionen wurden vom QM in den letzten Jahren gezielt gestärkt.

Aktuelle Projekte und Netzwerke

  • Das Projekt “Kiezidentität“ stärkt die Identifikation der Anwohnenden mit ihrem Kiez und macht positive Aspekte des Kiezes sichtbar. Dazu gibt es Workshops und Aktionen zum Thema und es wird die sogenannte Kiezkarte herausgegeben. Diese verortet die zahlreichen, meist kostenfreien Freizeit-, Beratungs- und Hilfsangebote der sozialen Einrichtungen im Kiez.. Jährlich erscheint auch ein kostenfreier Kiezkalender mit von Anwohnenden eingereichten und ausgewählten Kiezfotos.
  • Raum zur nachbarschaftlichen Begegnung bieten unterschiedliche Veranstaltungsformate wie beispielsweise der jährliche Adventsmarkt auf dem Kastanienplatz oder das Nachbarschaftsfest „Markt der Akteure“.
  • Gerade in der Corona-Zeit haben viele ältere Menschen im Gebiet mit Isolation und Einsamkeit zu kämpfen. Ziel des Projektes „Gemeinsam weniger einsam“ ist es bedarfsgerechte Angebote und Freizeitaktivitäten für Ältere zu schaffen, die gemeinsame Erlebnisse ermöglichen. Mittlerweile sehr beliebt ist z.B. die Tanzveranstaltung “Gitti und Gerda” in der Bona Peiser sowie Ausflüge ins Grüne und der Besuch kultureller Veranstaltungen.
  • Das Projekt „Bewegungsförderung für Kinder der Otto-Wels-Grundschule“ fördert Kinder in ihrer körperlichen, emotionalen und sozialen Entwicklung und weckt in ihnen die Freude an Bewegung. Viele Kinder im Gebiet haben im Alltag wenig Gelegenheit sich zu bewegen. Dies wirkt sich nicht nur auf die körperliche Gesundheit, sondern auch auf die Konzentrationsfähigkeit und das soziale Miteinander aus. Das Projekt bietet durch Zirkus- und Tanz-AGs zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten im Schulalltag und unterstützt spielerisch die motorische und soziale Entwicklung der Kinder.

Vor Ort-Büro

Lars Viehmeyer
Teresa Weis
Seyda Aksünger

Bergfriedstraße 22
10969 Berlin
Telefon: (030) 6981-7820

E-Mail:info@quartiersmanagement-wassertorplatz.de
Internet: QM-Wassertorplatz

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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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