Sharing-Angebote wie Carsharing, Bikesharing und E-Scooter sind für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wichtig, da sie eine nachhaltige, flexible und kostengünstige Alternative zum motorisierten Individualverkehr bieten. Durch die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen wird der Verkehr reduziert und wertvoller urbaner Raum für andere Zwecke freigegeben. Zudem ermöglichen diese Angebote eine effiziente Nutzung von Ressourcen und tragen so zu einer lebenswerteren Stadt bei. Damit Mikromobilität jedoch einen tatsächlichen Mehrwert für den öffentlichen Raum bietet, ist es unerlässlich, dass die Fahrzeuge geordnet und nicht in großer Zahl im Straßenraum abgestellt werden. Eine übermäßige oder ungeordnete Abstellung kann die Aufenthaltsqualität und die Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigen. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg arbeitet fortlaufend daran, das Sharing-Angebot an geeigneten Standorten auszubauen und störende Fahrzeuge zu verringern und zu verbieten, wo es in seiner Zuständigkeit liegt.
Ausweitung des Sharing Angebots Mikromobilität
Im Jahr 2025 hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Jelbi-Punkte im Bezirk ausgebaut. Dort können Roller, Fahrräder und E-Scooter ausgeliehen und abgestellt werden. Neben der Förderung nachhaltiger Mobilität verfolgt die Ausweitung der Jelbi-Punkte auch das Ziel, durch virtuelle Parkverbotszonen außerhalb der Abstellflächen das „wilde Parken“ zu verhindern und mehr Ordnung in den Kiezen zu schaffen. E-Scooter und Leihfahrräder können innerhalb dieses Gebiets nur noch an den vorgesehenen Jelbi-Punkten abgestellt werden. Erste Erfahrungen aus dem Graefekiez haben gezeigt, dass dieser Ansatz die Anzahl der Fahrzeuge auf den Gehwegen deutlich reduziert und so zu einer spürbaren Verbesserung der Gehwegsicherheit beiträgt.
Außerdem sind die Betreiber gemäß ihrer Sondernutzungserlaubnis verpflichtet, regelmäßig zu kontrollieren, ob die Fahrzeuge an den richtigen Jelbi-Stationen abgestellt wurden. Deshalb sind Mitarbeitende der E-Scooter-Anbieter als Jelbi-Fußpatrouille unterwegs, um falsch abgestellte E-Bikes und E-Scooter auf die vorgesehenen Jelbi-Standorte umzusetzen. Diese Maßnahmen tragen auch zur Entlastung des Ordnungsamtes bei, indem sie die Kontrolle und Durchsetzung der Parkregeln auf den Gehwegen effektiv unterstützen.
Die generelle Zulassung und Regulierung von E-Scootern und Leihrädern auf Berliner Straßen liegt bei der Landesebene. Auch der Ausbau von Abstellinfrastruktur muss von der Landesebene über Fördermittel finanziert werden, da Bezirke hier nicht über eigene Mittel verfügen.
In dieser Karte finden Sie alle offiziellen Abstellflächen für Mikromobilität in Friedrichshain-Kreuzberg: