Mehr Teilhabe und Barrierefreiheit in Friedrichshain-Kreuzberg: Koordinierungsstelle setzt zahlreiche inklusive Projekte um
Pressemitteilung Nr. 1 vom 02.01.2026
Die Koordinierungsstelle inklusive Verwaltung im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt, um Barrierefreiheit, Teilhabe und Inklusion im Bezirk nachhaltig zu stärken. Allein in 2025 waren es 13 Projekte mit einem Gesamtwert von 137.144,49 Euro. Diese reichen von baulichen Maßnahmen über barrierefreie Kommunikation bis hin zur Unterstützung inklusiver Veranstaltungen und Bildungsangebote.
Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann: „Inklusion ist für uns kein Einzelprojekt, sondern ein durchgängiger Anspruch an Verwaltung, öffentliche Einrichtungen und das Zusammenleben im Bezirk. Die umgesetzten Maßnahmen zeigen, wie vielfältig Barrieren sein können und wie wir sie ganz konkret abbauen können. Unser Ziel ist es, dass alle Menschen in Friedrichshain-Kreuzberg selbstbestimmt teilhaben können.“
Um alle Menschen über die Aufgaben und Vorhaben der Koordinierungsstelle Inklusive Verwaltung zu informieren, wurde das Konzept „F-K inklusiv“ in Leichte Sprache übersetzt. Die gedruckte und digitale Version wird im ersten Quartal 2026 zur Verfügung stehen und ermöglicht damit einer breiteren Öffentlichkeit den Zugang zu bezirklichen Inklusionszielen.
Im Bereich der baulichen Barrierefreiheit wurden mehrere Maßnahmen realisiert:
- Für die Flatowhalle in Kreuzberg wurde ein Treppenlift angeschafft, der einen barrierefreien Zugang zu den Vereinsräumen des Berliner Turner-Verein 1850 ermöglicht.
- Zudem steht im Statthaus Böcklerpark nun eine mobile Rollstuhlhebebühne als bezirkweites Leihobjekt zur Verfügung. Bei der monatlich stattfindenden Disco der Lebenshilfe kann nun auch der im Rollstuhl sitzende DJ auf der Bühne auflegen, statt wie bisher nur vor der Bühne auf der Tanzfläche.
- Auch der Verein MINA e.V. wurde unterstützt: Für die neuen Räumlichkeiten in der Charlottenstraße wurde eine mobile Rampe angeschafft, die allen Besucher*innen einen barrierefreien Zugang zum Garten ermöglicht.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der inklusiven Öffnung bezirklicher Einrichtungen, zum Beispiel der Stadtbibliothek. Die Bezirkszentralbibliothek erweitert ihr Angebot gezielt für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. In Kooperation mit der Kita „hör-höchste“ sowie der Margarethe-von-Witzleben-Schule wird ein nachhaltiges Angebot für gehörlose und schwerhörige Kinder aufgebaut. Zusätzlich wurde der Bestand an Jugendmedien in Leichter Sprache erweitert und ein DAISY-Player für blinde und sehbehinderte Menschen angeschafft.
Zur barriereärmeren Nutzung der „Bibliothek der Dinge“ wurde eine Magnetwand entwickelt, auf der alle entleihbaren Gegenstände bildlich dargestellt sind. Die Ausleihe ist dadurch auch ohne Lesekompetenz oder komplexe Datenbanksuche möglich. Die Fertigstellung ist für Anfang nächsten Jahres geplant.
Die Nutzer*innen der Volkshochschule Friedrichshain-Kreuzberg profitieren ebenfalls von inklusiven Maßnahmen: Die Räumlichkeiten in der Frankfurter Allee wurden mit Akustikpaneelen ausgestattet, um eine bessere Verständlichkeit und damit eine auditive Barrierefreiheit zu gewährleisten.
Im Gesundheits- und Beratungszentrum Koppenstraße befindet sich neben anderen Angeboten die berlinweite Beratungsstelle für hörbehinderte Kinder und Jugendliche. Im Mehrzweckraum wurde eine induktive Höranlage installiert. Diese ermöglicht hörbeeinträchtigten Menschen eine bessere Teilhabe an Kommunikation und Veranstaltungen. Der Mehrzweckraum wird für Beratungen, Seminare sowie Kurse der Volkshochschule genutzt.
Im Bereich der barrierefreien Kommunikation wurden mehrere Projekte umgesetzt. Die Hausordnung des Bezirksamts für alle Dienstgebäude wurde in leichte Sprache übersetzt und durch verständliche Piktogramme ergänzt.
Im Bildungsbereich erhalten die Grundschulen im Bezirk voraussichtlich in diesem Monat über ihre Schulbibliotheken Inklusionskisten mit altersgerechten Medien zu den Themen Diversität, Inklusion und Barrierefreiheit.
Auch der öffentliche Raum wird inklusiver gestaltet: Im Zuge des inklusiven Umbaus des Spielplatzes am Carl-Herz-Ufer wurden vier Korbschaukeln angeschafft. Diese ermöglichen Kindern – auch im Liegen oder gemeinsam – eine gleichberechtigte Nutzung der Spielangebote.
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