Illegale Grundrissänderung im Milieuschutzgebiet – Bezirk setzt erneut Rückbau durch

Pressemitteilung Nr. 381 vom 28.11.2025

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat erneut den Umbau einer Wohnung im sozialen Erhaltungsgebiet durchgesetzt. In einer 3-Zimmer-Wohnung in der Falckensteinstraße waren zuvor ohne Genehmigung zusätzliche Wände und mehrere Duschen eingebaut worden. In engen Wohnräumen, die teils nicht über eigene Fenster oder vollständig abgeschlossene Privatbereiche verfügten, waren offenbar Angestellte von Lieferdiensten untergebracht worden. Nach einer Anzeige intervenierte das Bezirksamt und veranlasste, dass die ursprünglichen Wohnräume wiederhergestellt werden. Dies ist nun geschehen.

Bauliche Änderungen von Wohnungen müssen in sozialen Erhaltungsgebieten (sog. „Milieuschutzgebieten“) von Eigentümer*innen vorher beim Bezirksamt beantragt werden. Grundrissänderungen werden dabei in der Regel nicht genehmigt. Doch auch ohne Genehmigung werden immer wieder zusätzliche Wände in Wohnungen eingebaut, um mehr Zimmer zu schaffen, die dann einzeln teuer vermietet werden. Die Angebote richten sich an Studierende oder ausländische Arbeitskräfte und nutzen deren Zwangslage aus, gleichzeitig führen sie zur Verdrängung insbesondere von Familien.

Florian Schmidt, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen, Kooperative Stadtentwicklung: „Es freut mich sehr, dass wir zum zweiten Mal in diesem Jahr den erfolgreichen Rückbau einer Wohnung vermelden können. Mit zusätzlichem Personal in der Gruppe Erhaltungsgebiete wollen wir in den kommenden Monaten verstärkt gegen illegale Umbauten und möbliertes Wohnen auf Zeit in Friedrichshain-Kreuzberg vorgehen. Gewissenlose Vermieter*innen, welche die Notlage von Menschen am Berliner Wohnungsmarkt schamlos ausnutzen, werden sich in diesem Winter besonders warm anziehen müssen“.

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