Eröffnung des 16. Bauabschnitts der A100: Statements der Bezirksstadträtinnen von Friedrichshain-Kreuzberg und Treptow-Köpenick
Pressemitteilung Nr. 262 vom 27.08.2025
Zur heutigen Eröffnung des 16. Bauabschnitts der A100 in Treptow kommentieren die Bezirksstadträtinnen Annika Gerold und Dr. Claudia Leistner:
„Die heutige Eröffnung des 16. Bauabschnitts ist ein Tag, den wir nicht feiern, sondern mit großer Sorge begleiten. Denn diese Eröffnung erfolgt, obwohl der westliche Überbau der Elsenbrücke noch nicht fertig ist. Wir befürchten einen verkehrlichen Kollaps im Umfeld, wovor wir mehrfach eindringlich gewarnt hatten. Die Inbetriebnahme darf nicht zulasten der Anwohner*innen gehen. Da es seitens des Senats kein tragfähiges Verkehrskonzept gibt, wird die Belastung der Wohngebiete massiv steigen.“
Annika Gerold, Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung und Umwelt im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg: „Dieser Autobahnneubau – der teuerste aller Zeiten – ist komplett aus der Zeit gefallen. Hier wird endlos viel Steuergeld für Autoverkehr mitten in der Stadt ausgegeben – für eine Infrastruktur, die nur wenigen nutzen. Denn der Großteil der Bürger*innen in der Innenstadt hat gar kein eigenes Auto. Für eine lebenswerte Stadt müssen wir jedoch nachhaltige Mobilität und deren Infrastruktur priorisieren. Wir brauchen mehr Platz für Fuß- und Radverkehr, Vorrang für den öffentlichen Personennahverkehr und ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen.“
Dr. Claudia Leistner, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Straßen, Grünflächen und Umwelt im Bezirk Treptow-Köpenick: „Schon heute stauen sich Busse und Autos regelmäßig an der Elsenstraße und der seit Jahren in Reparatur befindlichen Elsenbrücke. Wir erwarten vom Berliner Senat ein umfassendes Verkehrskonzept, das die Menschen vor Ort schützt und klare Antworten auf die Herausforderungen im Kiez gibt. Dazu gehört:- ausreichende Mittel für den Bezirk, um das Verkehrs- und Freiraumkonzept im Kungerkiez zügig umzusetzen,
- die schnelle Fertigstellung der Elsenbrücke,
- sowie ein echter Dialog zwischen Senat, Bezirk und Anwohnenden, um gemeinsam Lösungen gegen Lärm, Stau und Immissionen zu entwickeln.“