Im Hintergrund stimmt ein Vogel ein fröhliches Lied an. Kristina Roth unterbricht, zeigt in Richtung des Baumes und weiß „Das ist eine Mönchsgrasmücke, ein kleiner grauer Singvogel mit einem dunklen punkigen Kopfschmuck.“ Der passt in die Kreuzberger Parkanlage. „Vogelgesänge sind so wohltuend für uns Menschen, wir sollten viel öfter zuhören“.
Zu ihren Aufgaben gehört die Umweltbildung auf umfangreichem Niveau zu den Themen Artenschutz, -Vielfalt, Renaturalisierung und Naturpädagogik. „Ich habe schon früh damit begonnen, mich mit der Stadtnatur zu beschäftigen.“ Diese beginnt für sie bereits auf dem heimischen Balkon, auf dem sich gerade die Meisen um den besten Aussichtsplatz auf dem Schutzgitter streiten.
Für die Stadtnatur-Rangerin gehört Natur schon immer zum Alltag. Bereits während des Abiturs war sie in einer Umweltgruppe aktiv und setzte sich auch später immer wieder für die Natur vor ihrer Berliner Haustür ein. Zu Beginn ihrer beruflichen Karriere studierte sie allerdings zunächst mehrere Semester deutsche Literatur und entschied sich dann für den Beruf der Rechtsanwaltsfach-angestellten, in dem sie 16 Jahre sehr erfolgreich arbeitete. „Mir erschien der Wechsel 2020 in die Stadt-Wildnis logisch. Er führte mich zurück zu meinen Wurzeln und macht mich noch immer sehr glücklich. Den Grundstein für den Berufswechsel legte ich bereits 2013 mit dem Beginn meiner vierjährigen Ausbildung zur Wildnis-Pädagogin, die ich 2017 u.a. mit einem knapp vierwöchigen Aufenthalt in der Wildnis der Karpaten erfolgreich absolviert habe.“