„Unsere Balkone sind mitunter 15 Meter lang, und die konkave Fensterfront entlang des Fanny-Hensel-Weges lädt zur Kommunikation unter Nachbarn ein.“ Die kleinen Gärtchen im Erdgeschoss sind nach Süden ausgerichtet und werden von den Bewohnenden bewirtschaftet. Die gesamte Anlage bietet viel Raum zum Leben und gemeinsamen Erleben.
Damals wurden zwar zwei Grasflächen entlang des Weges gebaut, „doch es sah alles in allem sehr traurig aus“, fand die Naturpädagogin. „Die Rosenstöcke, die es gab, wurden zwei Mal im Jahr abgesägt, das hat mir nicht gefallen. Ich hatte auf einem Hausfest in der Yorckstraße gesehen, wie schön die dortige Nachbarschaft eine Baumscheibe mit Pflanzen verschönert hatte. Das müssten wir doch auch bei uns schaffen, dachte ich mir.“
Und so begann im März 2018 – mit einer kleinen gepflanzten Narzisseninsel – diese nachbarschaftliche Erfolgsgeschichte. „Anfangs war ich hier immer allein im Garten unterwegs. Die Nachbar*innen fanden es klasse. Ich hatte gelesen, dass der Bezirk für ähnliche Projekte FEIN-Mittel (Freiwilliges Engagement In Nachbarschaften) vergeben kann. Also trommelte ich hier in der Nachbarschaft Menschen zusammen, die ebenfalls gern im Garten arbeiten und sich hier engagieren möchten.“
Gesagt, getan: „Ich habe 2020 über die benachbarte Schule die ersten 2.000 Euro Fördergelder beantragt, damit hatten wir ein wenig Geld, um zum Beispiel eine Bank zu bauen.“ Zu Beginn arbeiteten fast nur Frauen im Garten. „Mit den Bauaktivitäten beteiligten sich plötzlich auch die im Kiez lebenden Männer. Wunderbar, das war eine sehr schöne Gemeinschaftsarbeit! Die Malerarbeiten haben wir dann gemeinsam mit den Kindern erledigt, so hatten sie auch großen Spaß daran.“