Diese Motivation bewegt auch die heutigen Mitarbeiter*innen der KuB: „Die Menschen, die zu uns kommen, sind auf verschiedenen Ebenen in einer sehr prekären Lage – aufenthaltsrechtlich, sozial, finanziell und psychologisch“, erklärt Mónica Pessoa, Koordinatorin der Deutschkurse, die sich seit 2009 bei der KuB engagiert. „Unser Angebot versucht daher, ganzheitlich zu sein. Wir greifen auf unterschiedlichen Ebenen an.“ Neben Rechtsberatungen für Aufenthaltsrecht und Asylverfahren bietet die KuB auch eine spezielle Beratung für Schwangere, Alleinerziehende und Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt an. Darüber hinaus gibt es eine psychosoziale Beratung, Sprachmittlungen und -begleitungen in aktuell 24 verschiedenen Sprachen, Deutschkurse für unterschiedliche Niveaus sowie kleinere Sozialberatungen.
Alle Angebote sind kostenlos und stark nachgefragt. „Es kommen dauerhaft mehr Ratsuchende zu uns, als wir beraten können“, berichtet Alexander Schwartz, der seit fünf Jahren in der KuB mitarbeitet. Angefangen hat er als ehrenamtlicher Deutschlehrer, heute kümmert er sich zusätzlich um Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising und – wie alle Mitarbeiter*innen – die Selbstverwaltung der KuB. „Rechnet man alle unsere Angebote zusammen, besuchen im Schnitt ca. 120 Leute pro Tag die KuB.“