Das Andreas-Gymnasium begann im Oktober 1833 als „Stralauer Schule“ mit gerade mal vier Lehrern und 54 Schüler*innen in der dichtbesiedelten Wohngegend des Berliner Ostens. Damals lebten hier Färber*innen, Weber*innen und Holzarbeiter*innen, die sich eine höhere Schulbildung ihrer Kinder eigentlich nicht leisten konnten. In den Anfangsjahren stand der Schulstandort immer wieder auf der Kippe. „Es wurde lange darüber nachgedacht, die Schule in eine reichere Gegend zu verlegen.“ Erst mit der Öffnung der Schillingbrücke im Jahr 1841 fanden 70 Kinder aus der wohlhabenderen Luisenstadt auf der anderen Seite der Spree ihren Weg an die Schule. Und als nur ein Jahr später der heutige Ostbahnhof als „Schlesischer Bahnhof“ den Betrieb aufnahm, schnellte die Zahl der Schüler*innen dank besserer Erreichbarkeit nochmals in die Höhe.
„An Umsiedlung dachte dann niemand mehr“, weiß René Brett, „Nach diesen Anfangsschwierigkeiten schlug die Schule einen beeindruckenden Kurs ein – und steuerte bis heute durch vier politische Epochen, von denen jede ihre eigenen Herausforderungen für den Schulalltag brachte“:
- Das Kaiserreich als Monarchie
- Die Weimarer Republik
- Die Zeit des Nationalsozialismus
- Das SED-Regime