Praxisstunde Naturkunde – an den Blühwiesen am Görlitzer Ufer

Bezirksstadträtin Annika Gerold (mi.) und die Umweltbildungskoordinatorin des Bezirksamts Katja Frenz (re.) besprechen mit den Schüler*innen der Fichtelgebirge-Grundschule die unterschiedlichen Wildblumen

Bezirksstadträtin Annika Gerold (mi.) und die Umweltbildungskoordinatorin des Bezirksamts Katja Frenz (re.) besprechen mit den Schüler*innen der Fichtelgebirge-Grundschule die unterschiedlichen Wildblumen

Initiiert vom Umwelt- und Naturschutzamt Friedrichshain-Kreuzberg in Kooperation mit der Lebendigen Stadtgärtnerei und dem Umweltbildungszentrum NIRGENDWO (BUND Berlin e.V.) erlebten die Kinder der Klasse 3b der Fichtelgebirge-Grundschule gestern blumige Unterrichtsstunden der besonderen Art: Mit Hilfe der Bezirksstadträtin Annika Gerold setzten die 20 Schüler*innen etwa 2.500 Blumenzwiebeln in die Blühwiesen am Görlitzer Ufer ein.

Doch bevor es soweit war zeigten die Kinder, dass sie bereits im Unterricht spannende Themen zu Umwelt und Natur bearbeitet haben und damit über ein gutes Umweltbewusstsein verfügen. Die Umweltkoordinatorin des Bezirksamts Katja Frenz fragte geschickt die bekannten Wildblumen bei der Schulklasse ab: Klar, Narzissen kannten alle, bei den Blausternen angekommen mussten die Kinder passen. Ein gelungener Einstieg für Katja Frenz, um die etwa 30 unterschiedlichen Arten von Wildblumen vorzustellen, die heute gesetzt werden. Sie erklärte auch, dass diese Blumen sehr, sehr früh beginnen zu blühen, und damit wichtige Nahrung für die Wildbienen sind, die bereits ab Februar auf Nahrungssuche gehen.

Vorsichtig bewegten sich die Schüler*innen auf den Flächen der Blühwiesen am Görlitzer Ufer

Vorsichtig bewegten sich die Schüler*innen auf den Flächen der Blühwiesen am Görlitzer Ufer

30 unterschiedliche Wildblumen wurden vorgestellt und gesetzt

Die Spezialist*innen für Wildpflanzen Dunja und Lothar Zech von der lebendigen Stadtgärtnerei hatten alles gut vorbereitet. Die unterschiedlichen Blumenzwiebeln standen auf den entsprechenden Fotos der Blumen, so dass die Kinder sich ein Bild machen konnten, was im nächsten Frühling an der Stelle blühen wird, an der sie die Zwiebel in die Erde setzen.

In Gruppen zogen die Kinder mit kleinen Eimern voller Zwiebeln und Pflanzhölzern über die Grünflächen am Görlitzer Ufer.

Einige Kinder setzen wild, mit Abstand zu anderen gesetzten Zwiebeln eine bunte Mischung in die Erde. Andere malten zunächst ein Herz oder eine Blume in den Sand. Und dann setzen sie entlang der Linien einige Zwiebeln.

Einblicke in das Leben von Wildbienen und Hummeln

Die Mitarbeiter*innen des Umweltbildungszentrums NIRGENDWO gaben im Anschluss Einblicke in das Leben der Wildbienen und Hummeln. Sie erklärten den Kindern, dass es fast 600 unterschiedliche Arten gebe, von denen einige genau solche Plätze wie das Görlitzer Ufer zum Nisten wählen. Hierfür brauchen sie Tothölzer und Stängel, und entsprechende Nahrung in der Nähe.

Am Ende dieses aufregenden Tages waren sich alle Kinder einig: Sie wollen ab und zu zum Görlitzer Ufer kommen und nachsehen, wie „ihre“ Pflanzen wachsen.