Engagiert erklärt er die Projekte und wie sein Fachbereich den Fortschritt im Bezirksamt begleitet: „So arbeiten wir beispielsweise bei der Einführung der Digitalen Akte sowohl beratend mit der Führungsebene als auch auf fachlicher Ebene mit den Mitarbeiter*innen praktisch zusammen. Auch fungieren wir als Schnittstelle zum Landesprojekt Digitale Akte und zu Senatsverwaltungen zur Weiterentwicklung von Geschäftsprozessen und Fachverfahren. So waren meine Kolleg*innen und ich in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung Jugend und Familie an der Erstellung eines Aktenplans beteiligt, mit dem berlinweit die Jugendämter arbeiten werden. In diesem Projekt entwickeln wir gemeinsam mit den anderen Bezirken einen Landesstandard für den Einsatz der Digitalen Akte.“ Die gesetzlich festgeschriebene flächendeckende Ausstattung von circa 70.000 Arbeitsplätzen in der Berliner Verwaltung und die Bereitstellung des Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)-Basisdienstes Digitale Akte wird mit einem Projekt der Senatskanzlei umgesetzt. Hier gibt es intensiven Austausch, auch mit und unter den anderen elf Bezirken.
Mit großem Elan beschreibt Projektmanager Martens das Großprojekt Digitale Akte: In der Tat kann das System mehr als nur Akten ablegen. „Wir können damit auch Prozesse optimieren, indem wir insbesondere Postlaufzeiten reduzieren und damit weitere Voraussetzungen für modernes digitales Arbeiten schaffen. Die Vorgangsbearbeitung und auch die revisionssichere Langzeitspeicherung gemäß den gesetzlichen Vorgaben sind wesentliche Vorteile der neuen Anwendung. Am Ende soll mehr Zeit für die Anliegen der Bürger*innen bleiben.“ Er erwartet: „Auch, wenn das neu strukturierte Arbeiten zu Beginn mehr Aufwand bedeuten kann, wird es nach einer Gewöhnungsphase zu einer Entlastung für die Mitarbeitenden führen.“
Einige Kolleg*innen zeigten sich mitunter skeptisch, denn der tägliche Umgang mit Papierakten sei in Fleisch und Blut übergegangen. Doch hier sehe er sich in der übersetzenden Rolle zwischen IT und Verwaltung. „Wir beraten und unterstützen Mitarbeiter*innen auf allen Ebenen. Gemeinsam entwickeln wir umsetzbare Vorgehensweisen, die den Besonderheiten im jeweiligen Fachbereich gerecht werden.“
In den Möglichkeiten neuer Technologien sieht Benedikt Martens vielversprechende Potenziale: „Ich würde mir wünschen, dass neue Technologien als Chance begriffen werden, mit den Herausforderungen unserer Zeit umzugehen.“ Hier denkt er vor allem an den demografischen Wandel. Aber auch an aktuelle Krisen und die Digitalisierung als Wirtschaftsfaktor. Wir sollten die Veränderungen als Chance sehen, um mit den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen umzugehen. Nur durch das Einnehmen einer aktiven Rolle können wir die Zukunft mitgestalten.